Vitamin-E-Mangel: Symptome, die Sie übersehen
Trockene Haut, die sich trotz regelmäßigen Eincremens schält. Ein müder Körper, obwohl Sie ausreichend lange schlafen. Kleine Wunden an den Händen, die wochenlang brauchen, um zu heilen. Die meisten Menschen schreiben diese Symptome dem Winter, Stress oder dem Alter zu — doch der wahre Übeltäter könnte ein Vitamin-E-Mangel sein. Dieses fettlösliche Antioxidans ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren für Ihre Haut und Ihre allgemeine Gesundheit, und dennoch bekommen viele Menschen einfach nicht genug davon. In den Industrieländern gilt ein klinischer Mangel zwar als selten, doch ein subklinischer Vitamin-E-Mangel — also ein Zustand, in dem die Spiegel für einen optimalen Zellschutz nicht ausreichen, obwohl sie noch nicht die Schwelle einer diagnostizierten Erkrankung erreicht haben — ist weitaus verbreiteter, als Sie vielleicht denken. Schauen wir uns die Warnsignale an, die Ihr Körper Ihnen sendet, und was Sie dagegen tun können.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Vitamin-E-Mangel zeigt sich zuerst an der Haut — trockener, schuppiger Teint, verschlechterte Wundheilung und Elastizitätsverlust sind die häufigsten frühen Symptome.
- Risikogruppen sind nicht nur ältere Menschen: Auch Personen mit Fettmalabsorptionsstörungen, fettarmer Ernährung, Zöliakie, Morbus Crohn oder Mukoviszidose sind gefährdet.
- Eine einzige Dosis UV-Strahlung verbraucht bis zu 50 % des Vitamin E in der obersten Hautschicht — deshalb leidet die Haut früher unter einem Mangel als der Rest des Körpers.
- Der tägliche Bedarf liegt bei 12 bis 15 mg (18 bis 22 IE), die reichhaltigsten Quellen sind Sonnenblumenkerne, Mandeln, Haselnüsse, Avocado und Olivenöl.
- Die lokale Ergänzung von Vitamin E über die Haut ist der effektivste Weg, um das Antioxidans dorthin zu bringen, wo der Körper es am meisten braucht — eine Salbe mit 5%iger Konzentration liegt am oberen Ende des wirksamen Bereichs.
Was Vitamin E im Körper bewirkt — und warum Sie sich einen Mangel nicht leisten können
Vitamin E ist nicht eine einzelne Substanz, sondern eine Gruppe von acht verwandten Verbindungen — vier Tocopherolen und vier Tocotrienolen. Im menschlichen Körper spielt Alpha-Tocopherol die Hauptrolle als häufigste und biologisch aktivste Form. Seine Aufgabe klingt einfach, ist aber absolut unverzichtbar: den Schutz der Zellmembranen vor oxidativer Schädigung. Jede Zelle in Ihrem Körper ist von einer Lipiddoppelschicht umhüllt — und genau in diese Doppelschicht baut sich Alpha-Tocopherol als molekularer Schutzschild ein.
Freie Radikale, die durch UV-Strahlung, Umweltverschmutzung, Stress und den normalen Stoffwechsel entstehen, greifen die Fette in den Zellmembranen an und lösen eine Kettenreaktion aus, die als Lipidperoxidation bezeichnet wird. Stellen Sie sich eine Reihe fallender Dominosteine vor — sobald ein Fettmolekül oxidiert, beschädigt es seinen Nachbarn, dieser den nächsten, und die gesamte Membran zerfällt. Vitamin E unterbricht diese Kettenreaktion, indem es selbst mit dem freien Radikal reagiert und es neutralisiert. Es ist ein selbstloser Wächter, der sich „zerstören" lässt, um die Zelle zu schützen.
Ein Vitamin-E-Mangel bedeutet, dass dieser Wächter fehlt — und der Körper wird deutlich anfälliger für oxidative Schäden. Die Folgen zeigen sich an der Haut, dem Immunsystem, den Muskeln und dem Nervensystem.
Symptome eines Vitamin-E-Mangels, die die meisten Menschen ignorieren
Trockene, schuppige Haut und Elastizitätsverlust
Die Haut ist das erste Organ, das einen Vitamin-E-Mangel offenbart. Und das ist kein Zufall — die Haut ist ständig äußeren Stressfaktoren ausgesetzt (UV-Strahlung, trockene Heizungsluft, Wind, Umweltverschmutzung), sodass ihre Vitamin-E-Reserven am schnellsten aufgebraucht werden. Eine Studie von Thiele und Kollegen aus dem Jahr 1998 zeigte, dass eine einzige suberythemale Dosis UV-Strahlung (also unterhalb der Schwelle einer sichtbaren Rötung) bis zu 50 Prozent des Vitamin E im Stratum corneum — der obersten Hautschicht — verbraucht. Wenn Sie dieses Defizit nicht auffüllen, verliert die Haut ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu halten, die Ceramide und Fettsäuren in der Hautbarriere oxidieren, und das Ergebnis ist ein trockener, schuppiger Teint, der sich trotz regelmäßiger Cremeverwendung schält.
Wenn Sie unter extrem trockener Haut leiden, die auf herkömmliche Pflege nicht anspricht, könnte ein Vitamin-E-Mangel eine der Ursachen sein, an die Sie bisher nicht gedacht haben. Die Regenerierende Salbe AtopCare mit 5 % Vitamin E kann helfen, das zu ersetzen, was Ihrer Haut fehlt.
Verschlechterte Wundheilung
Ist Ihnen aufgefallen, dass kleine Kratzer an den Händen oder Schürfwunden länger heilen als früher? Vitamin E spielt eine wichtige Rolle bei der Hautregeneration — es unterstützt die Proliferation der Keratinozyten (der Zellen, die die obere Hautschicht bilden) und schützt sich neu bildendes Gewebe vor oxidativer Schädigung. Bei einem Vitamin-E-Mangel verlangsamen sich die Regenerationsprozesse und die Heilung zieht sich in die Länge. Besonders auffällig ist dies an den Händen, die ständig beansprucht und äußeren Einflüssen ausgesetzt sind.
Wenn Sie mit rissigen, trockenen Händen zu kämpfen haben, liefert die Natürliche nährende Handcreme AtopCare Vitamin E direkt dorthin, wo Ihre Haut es braucht, und unterstützt sowohl die Heilung als auch die Barriere-Reparatur.
Müdigkeit und Muskelschwäche
Chronische Müdigkeit hat Dutzende möglicher Ursachen, doch ein Vitamin-E-Mangel gehört zu jenen, an die Ärzte oft nicht denken. Wenn Vitamin E seine Schutzfunktion in den Zellmembranen der Muskelfasern nicht erfüllt, werden die Muskelzellen anfälliger für Schäden durch oxidativen Stress — besonders bei körperlicher Anstrengung. Das Ergebnis ist eine Müdigkeit, die in keinem Verhältnis zum Aktivitätsniveau steht, Muskelschwäche und langsamere Regeneration nach dem Training. Eine im Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition veröffentlichte Studie zeigte, dass eine Vitamin-E-Supplementierung die Muskelregeneration nach Belastung verbessert und Marker oxidativer Schädigung reduziert.
Geschwächte Immunität und häufigere Erkrankungen
Vitamin E ist unverzichtbar für die korrekte Funktion der T-Lymphozyten — Zellen des Immunsystems, die Krankheitserreger erkennen und vernichten. Mit dem Alter nimmt die T-Lymphozyten-Produktion ab, und wenn Sie dazu eine unzureichende Vitamin-E-Zufuhr addieren, schwächt sich das Immunsystem doppelt. Eine umfassende Studie von Meydani und Hatcher (1997) zeigte, dass ältere Menschen mit Vitamin-E-Supplementierung eine nachweislich stärkere Immunantwort auf Impfungen und eine geringere Häufigkeit von Atemwegsinfektionen aufwiesen.
Neurologische Symptome — Kribbeln, Koordinationsstörungen
In fortgeschrittenen Stadien äußert sich ein Vitamin-E-Mangel neurologisch: Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Extremitäten (periphere Neuropathie), Koordinationsstörungen (Ataxie), beeinträchtigte Tiefensensibilität und manchmal Sehprobleme. Diese Symptome sind die Folge einer Schädigung der Nervenfasern, deren Myelinscheiden (die Fetthüllen um die Nerven) Vitamin E zum Schutz vor Oxidation benötigen. Neurologische Manifestationen treten nur bei lang anhaltendem schwerem Mangel auf und sind vor allem für Patienten mit Malabsorptionsstörungen typisch.
Wer am meisten von einem Vitamin-E-Mangel bedroht ist
In den Industrieländern ist ein schwerer klinischer Vitamin-E-Mangel selten, doch ein subklinischer Mangel — Werte, die keine dramatischen Symptome verursachen, aber für einen optimalen Schutz nicht ausreichen — ist weiter verbreitet als bisher angenommen. Nationale Ernährungserhebungen (NHANES) zeigen, dass bis zu 90 Prozent der Amerikaner die empfohlene Tagesdosis an Vitamin E über die Ernährung nicht erreichen. In Deutschland und Österreich ist die Datenlage ähnlich besorgniserregend, da ein erheblicher Teil der Bevölkerung unter den optimalen Aufnahmewerten liegt.
Die am stärksten gefährdeten Gruppen sind:
- Menschen mit Fettmalabsorptionsstörungen — Zöliakie, Morbus Crohn, Mukoviszidose, chronische Pankreatitis. Vitamin E ist fettlöslich, was bedeutet, dass es ohne korrekte Fettaufnahme nicht in den Blutkreislauf gelangen kann.
- Menschen mit langfristiger fettarmer Ernährung — paradoxerweise können gerade diejenigen, die versuchen, „gesund" zu essen, indem sie Fette weglassen, einen Vitamin-E-Mangel entwickeln. Ohne Fette in der Nahrung wird dieses Vitamin schlicht nicht aufgenommen.
- Ältere Menschen — mit dem Alter nimmt die Fähigkeit ab, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, die Ernährungsvielfalt sinkt und der oxidative Stress steigt. Eine dreifache Kombination, die das Mangelrisiko erhöht.
- Menschen mit chronischer Lebererkrankung — die Leber spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel und der Verteilung von Vitamin E im Körper.
- Frühgeborene — sie kommen mit niedrigen Vitamin-E-Reserven zur Welt, da der Haupttransfer von der Mutter zum Fötus vor allem im letzten Trimester stattfindet.
Wie ein Vitamin-E-Mangel Ihre Haut schädigt — der Mechanismus
Die Hautbarriere ist eine faszinierende Struktur. Stellen Sie sich eine Backsteinmauer vor: Die Korneozyten (abgestorbene Zellen der obersten Schicht) sind die Ziegelsteine, und die Lipidmatrix (eine Mischung aus Ceramiden, Cholesterin und Fettsäuren) ist der Mörtel, der sie zusammenhält. Vitamin E baut sich direkt in diesen „Mörtel" ein und schützt ihn vor oxidativem Zerfall. Wenn nicht genug Vitamin E vorhanden ist, oxidieren die Lipide in der Barriere, der „Mörtel" bröckelt, und die Mauer erfüllt ihre Funktion nicht mehr.
Die Folgen sind kaskadenartig: Die geschwächte Barriere verliert Wasser (der transepidermale Wasserverlust — TEWL — steigt), reizende Substanzen und Allergene dringen nach innen, die Haut reagiert mit Entzündungen, die Entzündung schädigt die Barriere weiter — und der Kreislauf schließt sich. Das Verständnis dieses Mechanismus erklärt, warum ein Vitamin-E-Mangel und chronisch trockene Haut so eng miteinander verknüpft sind.
Zudem verfügt die Haut über kein eigenes Vitamin-E-Depot. Sie ist auf die Versorgung über den Blutkreislauf (also über die Ernährung) und auf die lokale Anwendung angewiesen. Und hier liegt das grundlegende Problem: Selbst bei ausreichender Nahrungsaufnahme gelangt nur ein begrenzter Anteil zur Haut — den Löwenanteil verbrauchen andere Organe. Deshalb ist die lokale Ergänzung von Vitamin E direkt in die Haut so wirksam und manchmal tatsächlich notwendig.

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Produkt anzeigenVitamin E in der Ernährung — wie Sie Ihre Reserven von innen auffüllen
Der empfohlene Tagesbedarf an Vitamin E für einen Erwachsenen beträgt 12 bis 15 mg (18 bis 22 IE). Das klingt nach wenig, doch überraschend viele Menschen erreichen diesen Wert über die Ernährung nicht. Der Grund? Die reichhaltigsten Vitamin-E-Quellen sind Lebensmittel, die im täglichen Speiseplan der meisten Menschen nicht vorkommen — oder die bei Diäten bewusst eingeschränkt werden.
Absoluter Spitzenreiter sind Sonnenblumenkerne mit 35 mg Vitamin E pro 100 g — eine Handvoll pro Tag reicht aus, um den Bedarf zu decken. Mandeln enthalten 26 mg pro 100 g, Haselnüsse 15 mg pro 100 g. Avocado, natives Olivenöl extra und Spinat sind weitere hervorragende Quellen. Wichtig zu wissen: Vitamin E wird am besten zusammen mit Fetten aufgenommen — deshalb hat ein Spinatsalat mit Olivenöl eine deutlich bessere Bioverfügbarkeit als Spinat allein.
Probleme entstehen bei Menschen, die Fette in der Ernährung einschränken. Eine fettarme Diät kann paradoxerweise zu einem Vitamin-E-Mangel führen, weil dieses Vitamin ohne Fette schlicht nicht aus dem Verdauungstrakt in den Blutkreislauf aufgenommen werden kann. Menschen mit Zöliakie, Morbus Crohn oder anderen Malabsorptionsstörungen stehen vor einer ähnlichen Herausforderung — selbst wenn sie die richtigen Lebensmittel essen, kann ihr Körper das Vitamin E nicht verwerten.
Warum die Ernährung allein nicht reicht — lokale Ergänzung von Vitamin E
Selbst bei einer idealen, vitamin-E-reichen Ernährung gelangt nur ein Bruchteil der Gesamtaufnahme zur Haut. Den Großteil verbrauchen Leber, Fettgewebe und andere Organe, die in der Verteilung Vorrang haben. Die Haut steht am Ende der „Lieferkette" — und das ist ein Problem, denn gerade die Haut ist dem größten oxidativen Stress ausgesetzt.
Deshalb empfehlen Dermatologen zunehmend die lokale Anwendung von Vitamin E als Ergänzung zur Ernährung. Die lokale Anwendung hat mehrere Vorteile: Vitamin E gelangt genau dorthin, wo die Haut es braucht, in einer Konzentration, die weit höher ist, als sie über die Ernährung jemals erreicht werden könnte, und es wirkt unmittelbar nach dem Auftragen.
Allerdings hilft nicht jedes Produkt mit Vitamin E auf dem Etikett tatsächlich. Herkömmliche Cremes enthalten Vitamin E in Konzentrationen von 0,5 bis 2 Prozent, was für einen grundlegenden Schutz ausreicht, aber für die intensive Regeneration geschädigter Haut nicht genügt. Dermatologische Kosmetik arbeitet typischerweise mit Konzentrationen von 2 bis 5 Prozent, wobei die obere Grenze von 5 Prozent als Optimum gilt — höhere Konzentrationen liefern keine proportional besseren Ergebnisse. Die Regenerierende Salbe AtopCare arbeitet genau mit dieser 5%igen Konzentration und ergänzt sie um Ethylferulat, das die antioxidative Wirkung von Vitamin E verstärkt.
Vitamin-E-Mangel und Hautalterung — ein unterschätzter Zusammenhang
Hautalterung hat zwei Komponenten: die innere (chronologische) und die äußere (Photoaging). Vitamin E spielt beim Schutz vor beiden eine Rolle, doch sein Einfluss auf das Photoaging ist besonders ausgeprägt. UV-Strahlung erzeugt enorme Mengen freier Radikale, die Kollagen, Elastin und andere Strukturproteine der Haut schädigen. Ohne ausreichend Vitamin E verläuft diese Schädigung unkontrolliert — und das Ergebnis sind Falten, Pigmentflecken, Elastizitätsverlust und ein ungleichmäßiger Hautton.
Die Studie von Thiele und Kollegen zeigte, dass der Vitamin-E-Gradient in der Haut umgekehrt ist — die höchste Konzentration findet sich in den tiefsten Schichten des Stratum corneum und die niedrigste an der Oberfläche, wo die UV-Belastung am größten ist. Das bedeutet, dass die oberflächlichen Hautschichten von Natur aus am verletzlichsten sind. Die lokale Ergänzung von Vitamin E gleicht dieses Oberflächendefizit aus und schafft einen Schutzschild genau dort, wo er am meisten gebraucht wird. Die Behebung eines Vitamin-E-Mangels in der Haut ist daher nicht nur ein kosmetisches Anliegen — es ist eine Frage der langfristigen Hautgesundheit.
Wie Sie einen Vitamin-E-Mangel erkennen — ein praktischer Leitfaden
Ein Vitamin-E-Mangel lässt sich nicht leicht diagnostizieren, weil seine Symptome Dutzenden anderer Zustände ähneln. Trockene Haut? Vielleicht liegt es nur am Winterwetter. Müdigkeit? Wahrscheinlich nur Stress. Langsame Heilung? Das Alter. Genau deshalb entgeht dieser Mangel so leicht der Aufmerksamkeit — die Symptome sind unspezifisch, und die meisten Menschen schreiben sie automatisch etwas anderem zu.
Wenn zwei oder mehr der folgenden Symptome gleichzeitig auftreten und länger als einige Wochen bestehen, lohnt es sich, einen Vitamin-E-Mangel in Betracht zu ziehen: trockene, sich schälende Haut, die auf Feuchtigkeitspflege nicht anspricht; langsame Heilung kleiner Wunden und Schürfwunden; ungewöhnliche Müdigkeit und Muskelschwäche; häufige Erkältungen und Atemwegsinfektionen; trockene, brüchige Haare und Nägel; Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Extremitäten.
Eine endgültige Antwort liefert ein Bluttest auf Alpha-Tocopherol — der physiologische Bereich liegt bei 12 bis 46 Mikromol pro Liter. Werte unter 12 Mikromol pro Liter bestätigen einen Mangel. Sie können diesen Test bei Ihrem Hausarzt anfordern, idealerweise in Kombination mit der Bestimmung anderer fettlöslicher Vitamine (A, D, K).
Was tun bei Vitamin-E-Mangel — eine dreifache Strategie
Ernährung steht an erster Stelle
Die Grundlage ist eine Anpassung des Speiseplans. Integrieren Sie Nüsse und Kerne als täglichen Snack — eine Handvoll Mandeln oder Sonnenblumenkerne deckt einen großen Teil des Tagesbedarfs. Kochen Sie mit nativem Olivenöl extra. Fügen Sie Avocado zu Salaten und Broten hinzu. Und vor allem: Fürchten Sie sich nicht vor Fetten. Fette sind für die Aufnahme von Vitamin E und anderen fettlöslichen Vitaminen unverzichtbar.
Supplementierung — wenn die Ernährung nicht ausreicht
Bei Menschen mit Malabsorptionsstörungen oder einem ausgeprägten Mangel kann der Arzt eine orale Supplementierung empfehlen. Die übliche Dosierung liegt zwischen 100 und 400 IE täglich, die konkrete Dosierung gehört jedoch in die Hände eines Arztes. Wichtig: Hohe Dosen von Vitamin E (über 1.000 IE täglich) können Nebenwirkungen haben, darunter ein erhöhtes Blutungsrisiko, da Vitamin E in extremen Dosen die Blutgerinnung beeinträchtigt.
Lokale Anwendung — direkte Hilfe für die Haut
Für die Haut ist die lokale Ergänzung von Vitamin E der effektivste Weg. Sie liefern das Antioxidans direkt dorthin, wo der Körper es braucht, in einer Konzentration, die die Ernährung nie erreichen kann. Das ideale Produkt enthält etwa 5 % Vitamin E — dieser Wert liegt an der oberen Grenze des wirksamen und zugleich sicheren Bereichs. Die Natürliche nährende Handcreme AtopCare ist die ideale Wahl für Hände, die unter Trockenheit und langsamer Heilung leiden, während die Natürliche pflegende Körpercreme AtopCare 330 ml die Bedürfnisse des gesamten Körpers abdeckt.
Vitamin-E-Pflege für den ganzen Körper
Vitamin-E-Mangel bei Kindern und Senioren — zwei übersehene Gruppen
Bei Kindern ist ein Vitamin-E-Mangel seltener, aber umso schwerwiegender. Frühgeborene kommen mit minimalen Reserven dieses Vitamins zur Welt, da der Haupttransfer von der Mutter zum Fötus im letzten Schwangerschaftsdrittel stattfindet. Bei Frühgeborenen kann ein Vitamin-E-Mangel zu hämolytischer Anämie und Retinopathien beitragen. Glücklicherweise rechnet die moderne Neonatologie mit diesem Risiko, und Neugeborene erhalten gezielt Vitamin E.
Bei Senioren ist die Situation komplizierter. Die Fähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen, nimmt mit dem Alter ab, die Ernährung wird weniger vielfältig, und der oxidative Stress steigt dagegen an. Das Ergebnis: Ältere Menschen haben oft niedrigere Vitamin-E-Spiegel, ohne es zu wissen. Dies äußert sich in verschlechterter Hautqualität, langsamerer Heilung, geschwächter Immunität und größerer Infektionsanfälligkeit. Für Senioren ist die lokale Anwendung von Vitamin E besonders wertvoll — sie umgeht das Problem der verminderten Aufnahme und liefert das Antioxidans direkt dorthin, wo es gebraucht wird.
Fazit — hören Sie auf die Signale Ihres Körpers
Ein Vitamin-E-Mangel ist ein stilles Problem. Er schmerzt nicht, blutet nicht, verursacht kein Fieber. Er äußert sich unauffällig — trockene Haut, langsamere Heilung, Müdigkeit, geschwächte Immunität. Und genau deshalb übersehen Sie ihn so leicht. Wenn sich diese Symptome häufen, muss es nicht „nur das Alter" oder „nur Stress" sein. Es könnte ein Signal sein, dass Ihrem Körper eines seiner wichtigsten Antioxidantien fehlt.
Die Lösung ist dabei unkompliziert: eine abwechslungsreiche Ernährung reich an Nüssen, Kernen und gesunden Fetten zur Auffüllung von innen. Und für die Haut — die am meisten und am sichtbarsten leidet — eine lokale Pflege mit ausreichender Vitamin-E-Konzentration. Ihr Körper hört Ihnen zu. Es ist Zeit, dass auch Sie ihm zuhören.
Häufig gestellte Fragen
Wie äußert sich ein Vitamin-E-Mangel?
Die häufigsten Symptome sind trockene, schuppige Haut, verschlechterte Wundheilung, chronische Müdigkeit, Muskelschwäche und geschwächte Immunität. In fortgeschrittenen Stadien kann er sich durch Kribbeln in den Extremitäten und Koordinationsstörungen bemerkbar machen. Die Haut reagiert zuerst auf einen Vitamin-E-Mangel — Elastizitätsverlust, Schuppung und erhöhte Empfindlichkeit sind typische Frühzeichen.
Wie viel Vitamin E brauche ich täglich?
Der empfohlene Tagesbedarf für Erwachsene liegt bei 12 bis 15 mg (18 bis 22 IE). Die reichhaltigsten Quellen sind Sonnenblumenkerne (35 mg pro 100 g), Mandeln (26 mg pro 100 g), Haselnüsse (15 mg pro 100 g), Avocado und Olivenöl. Vitamin E wird am besten zusammen mit Fetten aufgenommen — deshalb ist eine fettarme Ernährung ein Risikofaktor für einen Vitamin-E-Mangel.
Kann ein Vitamin-E-Mangel trockene Haut verursachen?
Ja, und es ist eines der häufigsten Symptome. Vitamin E schützt Lipide in der Hautbarriere vor Oxidation. Ohne Vitamin E bricht die Barriere zusammen, die Haut verliert ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, und das Ergebnis ist ein trockener, schuppiger Teint, der auf herkömmliche Feuchtigkeitspflege nicht anspricht. Die lokale Ergänzung von Vitamin E direkt in die Haut ist der wirksamste Weg zur Behebung dieses Problems.
Ist Vitamin E aus der Ernährung oder aus Kosmetik besser?
Ideal ist eine Kombination aus beidem. Die Ernährung füllt die Vitamin-E-Reserven im gesamten Körper auf, doch nur ein begrenzter Anteil erreicht die Haut — den Großteil verbrauchen andere Organe. Die lokale Anwendung liefert Vitamin E direkt dorthin, wo die Haut es braucht, in einer um ein Vielfaches höheren Konzentration als über die Nahrung möglich wäre. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich eine abwechslungsreiche Ernährung reich an Nüssen und gesunden Fetten, ergänzt durch Pflege mit 5%iger Vitamin-E-Konzentration.
Wer ist am stärksten von einem Vitamin-E-Mangel bedroht?
Am stärksten gefährdet sind Menschen mit Fettmalabsorptionsstörungen (Zöliakie, Morbus Crohn, Mukoviszidose), Menschen mit langfristiger fettarmer Ernährung, ältere Menschen und Frühgeborene. Ein Vitamin-E-Mangel kann auch bei Menschen mit chronischer Lebererkrankung oder bei Personen auftreten, die langfristig Medikamente einnehmen, die die Fettaufnahme beeinträchtigen.

Quellen
- Thiele, J. J. et al. (1998) 'Depletion of human stratum corneum vitamin E: an early and sensitive in vivo marker of UV induced photo-oxidation', Journal of Investigative Dermatology, 110(5), S. 756–761.
- Meydani, S. N., Hatcher, A. T. (1997) 'Vitamin E and the immune response', in Frei, B. (Hrsg.) Natural Antioxidants in Human Health and Disease. Academic Press, S. 531–548.
- Traber, M. G., Atkinson, J. (2007) 'Vitamin E, antioxidant and nothing more', Free Radical Biology and Medicine, 43(1), S. 4–15.
- Keen, M. A., Hassan, I. (2016) 'Vitamin E in dermatology', Indian Dermatology Online Journal, 7(4), S. 311–315 (PMC4976416).
- Rizvi, S. et al. (2014) 'The role of vitamin E in human health and some diseases', Sultan Qaboos University Medical Journal, 14(2), S. 157–165.
- National Institutes of Health (2021) 'Vitamin E — Fact Sheet for Health Professionals', Office of Dietary Supplements.


