Atemschutzmaske der Kategorie FFP3

Was bedeutet eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP3?

Atemschutzmasken werden weltweit nach verschiedenen Standards zertifiziert. Am häufigsten begegnet man der Zertifizierung „Filtering Facepiece“, die mit FFP bezeichnet wird. Die einzelnen Klassen FFP1, FFP2 und FFP3 geben an, wie hoch der Schutz gemäß den europäischen Normen ist. Weitere häufig verwendete Standards sind N95, N99 und N100 (USA) sowie P1, P2 und P3 (Australien). Je höher die Zahl hinter FFP, N oder P, desto höher der Schutz. Wenn Sie mit toxischen Stoffen arbeiten, wird empfohlen, die höchstmögliche Schutzstufe zu wählen, also eine Atemschutzmaske der Klasse FFP3, P3 oder N100. Möchten Sie sich jedoch vor Viren schützen, wurde eine spezielle Kategorie entwickelt, die als Antivir oder ANTI COVID bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um Schutzausrüstungen mit einer neuen europäischen COVID-19-Zertifizierung.

 

Atemschutzmaske

Filtereffizienz des Materials

(entfernt x % aller Partikel mit einem Durchmesser von 0,3 μm oder größer)

Gesamteffizienz1
FFP1 & P1 mind. 80 % mind. 75 %
FFP2 & P2 mind. 94 % mind. 92 %
N95 mind. 95 %
N99 & FFP3 mind. 99 % mind. 98 %
P3 mind. 99,95 %
N100 mind. 99,97 %

 

1 Die Gesamtleckage setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
  1. Leckage an der Dichtlinie zwischen Maske und Gesicht
  2. Leckage am Ausatemventil (falls vorhanden)
  3. Durchdringung des Filters

Atemschutzmasken der Kategorie FFP3 haben eine vorgeschriebene Mindestgesamteffizienz von 98 % bei Partikelgrößen bis 360 nm.

 

Schützen alle FFP3-Atemschutzmasken vor dem Coronavirus? Wir wissen es nicht

Es wird angenommen, dass FFP3-Atemschutzmasken aufgrund ihrer höheren Filterleistung für Partikel mit einer Größe von 0,3 μm und mehr im Vergleich zu FFP2-Masken auch das Coronavirus zurückhalten. Tatsächlich wissen wir jedoch nicht sicher, ob dieser Schutz ausreichend ist, da Viren nur 80–150 nm groß sind. Deshalb wird zunehmend über antivirale Nanofaser-Atemschutzmasken gesprochen, die auch kleinere Partikel zuverlässig erfassen können. Zudem führt die EU einen neuen COVID-19-Teststandard ein, der die Durchdringung von Viren mit kleineren Partikelgrößen direkt prüft.