Ethylferulat und Haferöl: Warum wir sie in der Hautpflege mit Vitamin E kombinieren

Stellen Sie sich zwei Inhaltsstoffe vor, die einzeln gut funktionieren — doch sobald Sie sie kombinieren, vervielfacht sich ihre Wirkung. Genau so funktioniert Ethylferulat in Kombination mit Vitamin E und Haferöl. Ethylferulat ist eine stabilere Form der Ferulasäure, die die Wissenschaft in den letzten zwei Jahrzehnten so gründlich erforscht hat, dass wir heute genau wissen, warum und wie sie die Haut vor Schäden schützt. Und wir wissen auch, warum Vitamin E allein nicht ausreicht — und warum erst in der richtigen Kombination eine echte Veränderung des Hautzustands möglich wird. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was auf molekularer Ebene geschieht, wenn Ethylferulat, Haferöl und Vitamin E zusammenwirken, welche wissenschaftlichen Belege hinter dieser Kombination stehen und warum wir genau diese Zusammensetzung für die AtopCare-Reihe gewählt haben.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Ethylferulat wird schrittweise freigesetzt (25 % in 8 Stunden vs. 80 % bei freier Ferulasäure), was eine ganztägige antioxidative Schutzwirkung statt eines kurzfristigen „Stoßes" gewährleistet.
  • Die Kombination von Vitamin C + E + Ferulasäure verdoppelt den Lichtschutz von 4-fach auf 8-fach (Lin et al. 2005, Journal of Investigative Dermatology).
  • Haferöl erhöht den Ceramidgehalt in der Haut um bis zu 70 %, enthält Avenanthramide mit entzündungshemmender Wirkung und Beta-Glucane für tiefgreifende Hydratation.
  • Ethylferulat hemmt das Enzym NADPH-Oxidase, wodurch die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies direkt an der Quelle gestoppt wird — es löscht den Brand, bevor er überhaupt entsteht.
  • Weniger Inhaltsstoffe, bessere Ergebnisse: Statt Dutzender Komponenten in minimaler Konzentration setzen wir auf wenige bewährte Wirkstoffe in wirksamer Dosierung.

Was ist Ethylferulat und wie unterscheidet es sich von Ferulasäure

Ferulasäure (4-Hydroxy-3-methoxyzimtsäure) gehört zur Familie der phenolischen Antioxidantien. Sie kommt natürlich in Reiskleie, Hafer, Mais und Kaffeebohnen vor — sie ist eine der häufigsten pflanzlichen Phenolsäuren überhaupt. In der Kosmetik erlangte sie Bekanntheit vor allem dank einer Studie aus dem Jahr 2005, in der das Team um Professor Sheldon Pinnell nachwies, dass die Zugabe von Ferulasäure zu den Vitaminen C und E den Schutz der Haut vor UV-Strahlung dramatisch erhöht.

Freie Ferulasäure hat jedoch ein Problem: Sie degradiert in wässrigen Lösungen schnell, ist bei höherem pH instabil und wird nach dem Auftragen auf die Haut zu rasch freigesetzt. Deshalb entwickelten Wissenschaftler ihren Ethylester — Ethylferulat (FAEE, Ferulic Acid Ethyl Ester). Ethylferulat behält alle biologischen Wirkungen der Muttersubstanz bei, bringt aber zwei grundlegende Vorteile mit: höhere Stabilität in Formulierungen und eine langsame, kontrollierte Freisetzung in der Haut.

Wie langsam? Eine in Molecules (PMC6271385) veröffentlichte Studie zeigte, dass sich freie Ferulasäure innerhalb von 8 Stunden zu 80 % aus einem Präparat löst, Ethylferulat im gleichen Zeitraum jedoch nur zu 25 %. Das ist kein Nachteil — ganz im Gegenteil. Ihre Haut erhält so den ganzen Tag über kontinuierlichen antioxidativen Schutz, anstatt einen einmaligen „Schub" in der ersten Stunde nach dem Auftragen.

Warum Vitamin E allein nicht ausreicht

Vitamin E (Alpha-Tocopherol) ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans, das die Lipidschichten der Haut schützt. Eine Studie von Thiele (1998) zeigte, dass eine einzige Dosis UV-Strahlung bis zu 50 % des Vitamin E im Stratum corneum aufbraucht — und das bereits unterhalb der Schwelle für sichtbare Rötung. Das bedeutet, dass selbst ein gewöhnlicher Aufenthalt in der Sonne die natürlichen antioxidativen Reserven Ihrer Haut dramatisch reduziert. Wie Vitamin E in der Haut funktioniert und welche Rolle seine Konzentration spielt, haben wir ausführlich in unserem Artikel über die Wirkungen von Vitamin E auf die Haut beschrieben.

Vitamin E arbeitet jedoch in einer sogenannten Antioxidantien-Kette. Wenn es ein freies Radikal neutralisiert, verwandelt es sich selbst in eine Radikalform — das Tocopheryl-Radikal. Um erneut wirken zu können, muss es regeneriert werden. Und genau hier kommt die Ferulasäure ins Spiel: Sie gibt dem Vitamin E ein Elektron zurück und versetzt es wieder in seine aktive Form. Das Ergebnis: Vitamin E „hält" in der Haut deutlich länger und schützt sie wirksamer.

Die Studie von Lin und Kollegen (2005), veröffentlicht im Journal of Investigative Dermatology, quantifizierte diesen synergistischen Effekt: Während die Vitamine C und E allein den Lichtschutz 4-fach erhöhen, verdoppelt die Zugabe von Ferulasäure ihn auf das 8-Fache. Das macht die Kombination von Ethylferulat und Vitamin E zu einem der leistungsfähigsten antioxidativen Duos in der modernen Dermatologie.

Ethylferulat hemmt die NADPH-Oxidase — oxidativer Stress wird an der Quelle gestoppt

Die meisten Antioxidantien in der Kosmetik wirken reaktiv: Sie warten auf die Entstehung eines freien Radikals und neutralisieren es dann. Ethylferulat geht einen Schritt weiter. Die wissenschaftliche Literatur (PMC6271385) dokumentiert seine Fähigkeit, das Enzym NADPH-Oxidase zu hemmen — eine der Hauptquellen reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) in der Haut. Vereinfacht gesagt: Ethylferulat löscht nicht das Feuer, das bereits brennt, sondern dreht den Hahn zu, aus dem das Benzin fließt.

Die NADPH-Oxidase wird durch UV-Strahlung, Entzündungen und den Kontakt der Haut mit Umweltverschmutzung aktiviert. Ihre Hemmung bedeutet, dass die Haut von Anfang an weniger freie Radikale produziert — und Vitamin E somit nicht so viele Radikale neutralisieren muss. Stellen Sie sich das so vor: Statt ständig den Boden aufzuwischen, haben Sie endlich den tropfenden Wasserhahn repariert.

Haferöl — warum es der ideale Partner für Ethylferulat ist

Haferöl (Avena sativa kernel oil) ist nicht einfach ein weiteres Pflanzenöl in einer langen Reihe. Es ist einer der wenigen Inhaltsstoffe, der drei unterschiedliche Wirkmechanismen vereint: Stärkung der Hautbarriere, entzündungshemmende Wirkung und tiefgreifende Hydratation. Ausführlich haben wir uns damit in unserem Artikel beschäftigt, wie Haferöl wirkt und warum es die Wissenschaft als außergewöhnlich betrachtet.

Ceramide und die Wiederherstellung der Hautbarriere

Die Hautbarriere funktioniert nach dem „Ziegel-und-Mörtel"-Prinzip — Korneozyten (Ziegel) werden durch eine Lipidmatrix (Mörtel) zusammengehalten, die aus Ceramiden, Cholesterin und Fettsäuren besteht. Ist diese Barriere gestört — sei es durch atopisches Ekzem, übermäßiges Waschen oder äußere Einflüsse —, verliert die Haut Wasser, reagiert gereizt und regeneriert sich schlecht. Was passiert, wenn die Hautbarriere nicht mehr richtig funktioniert, haben wir in einem eigenen Artikel über extrem trockene Haut und was wirklich hilft beschrieben.

Eine im International Journal of Molecular Sciences (PubMed 27272074) veröffentlichte Studie zeigte, dass Lipide aus Haferöl die Ceramidsynthese in Keratinozyten um bis zu 70 % steigern. Das ist ein herausragendes Ergebnis — die meisten Pflanzenöle machen die Haut geschmeidig, stimulieren aber die Ceramidsynthese nicht direkt. Haferöl hingegen schon, weil seine Fettsäuren (insbesondere Linol- und Ölsäure) als Bausteine für die Ceramidproduktion dienen.

Avenanthramide — entzündungshemmende Moleküle, die nur im Hafer vorkommen

Avenanthramide sind phenolische Alkaloide, die einzigartig für den Hafer sind. In der Haut hemmen sie die Aktivierung des Transkriptionsfaktors NF-kappaB, der die Produktion pro-inflammatorischer Zytokine steuert. Die praktische Auswirkung? Weniger Rötung, weniger Juckreiz, schnellere Beruhigung gereizter Haut. Deshalb werden Haferextrakte traditionell bei atopischem Ekzem, Kontaktdermatitis und anderen entzündlichen Hautzuständen eingesetzt.

Und hier entsteht ein synergistischer Effekt mit Ethylferulat: Während Ethylferulat die Bildung freier Radikale über die NADPH-Oxidase blockiert, unterdrücken die Avenanthramide aus Haferöl die Entzündungsreaktion über NF-kappaB. Die Haut erhält so Schutz an zwei Fronten — antioxidativ und entzündungshemmend.

Beta-Glucane für die Hydratation

Haferöl enthält lösliche Beta-Glucane, Polysaccharide, die Wasser binden können. Auf der Hautoberfläche bilden sie einen leichten Film, der den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) verhindert, ohne die Poren zu verstopfen. Das ist ein anderer Mechanismus als bei Hyaluronsäure (einem Humektant, der Wasser aus der Umgebung anzieht) — Beta-Glucane wirken eher als okklusiver Film, der das Wasser in der Haut „einschließt".

Warum wir genau diese Kombination für die AtopCare-Reihe gewählt haben

Der Kosmetikmarkt ist voll von Produkten mit Dutzenden von Inhaltsstoffen, bei denen jede Komponente in so geringer Konzentration enthalten ist, dass ihre Wirkung eher dekorativ als funktional ausfällt. Der Ansatz von nanoSPACE Cosmetics ist ein anderer: Wir wählen Inhaltsstoffe mit nachgewiesener Wirksamkeit, dosieren sie in wirksamer Konzentration und kombinieren sie so, dass sie sich gegenseitig verstärken.

Die Regenerierende Salbe AtopCare enthält 5 % Vitamin E — die Obergrenze des üblichen kosmetischen Bereichs von 0,5 bis 5 %. Ethylferulat sorgt für die schrittweise Freisetzung der Antioxidantien über den gesamten Tag und regeneriert gleichzeitig das Vitamin E zurück in seine aktive Form. Haferöl stimuliert die Ceramidproduktion, beruhigt Entzündungen und spendet Feuchtigkeit. Jeder Inhaltsstoff hat seine Aufgabe und keiner ist „nur zur Dekoration" da.

Warum genau 5 % Vitamin E? Weil die wissenschaftliche Literatur zeigt, dass höhere Konzentrationen keine proportional besseren Ergebnisse mehr liefern und bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen können. Die 5-Prozent-Konzentration ist der „Sweet Spot" — hoch genug für messbare Ergebnisse, sicher auch für atopische Haut.

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Kokosöl und Monolaurin — der antimikrobielle Schutzschild

Die AtopCare-Reihe enthält auch Kokosöl, und zwar aus einem ganz konkreten wissenschaftlichen Grund. Kokosöl ist reich an Laurinsäure, die in der Haut zu Monolaurin umgewandelt wird — einem Glycerid mit nachgewiesenen antimikrobiellen Eigenschaften. Monolaurin stört die Lipidmembranen von Bakterien und Hefepilzen und trägt dazu bei, das natürliche Hautmikrobiom im Gleichgewicht zu halten.

Was hat das mit Ethylferulat zu tun? Oxidativer Stress und eine geschädigte Hautbarriere schaffen ein Umfeld, das pathogenen Mikroorganismen entgegenkommt. Ethylferulat und Vitamin E schützen die Barriere vor oxidativen Schäden, Haferöl stärkt sie mit Ceramiden — und Kokosöl ergänzt den antimikrobiellen Schutz. Das sind vier Verteidigungslinien, die sich gegenseitig ergänzen.

Hopfenextrakt — ein Antioxidans, das wenige kennen

Ein überraschender Inhaltsstoff in der AtopCare-Reihe ist Hopfenextrakt (Humulus lupulus). Hopfen wird in der Regel mit der Brauindustrie assoziiert, doch sein kosmetisches Potenzial ist beachtlich. Ein systematischer Übersichtsartikel, veröffentlicht in Molecules (PMC8951350), belegt, dass Xanthohumol und andere prenylierte Flavonoide im Hopfen starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen besitzen.

Xanthohumol hemmt die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies durch einen ähnlichen Mechanismus wie Ethylferulat — jedoch über unterschiedliche Enzymwege. Das bedeutet, dass Ethylferulat und Hopfenextrakt einander ergänzen, statt um dieselben Rezeptoren zu „konkurrieren". Das Ergebnis ist eine breitere antioxidative Abdeckung und ein robusterer Schutz der Haut.

Ethylferulat und Lichtschutz — was die Studie von 2005 zeigt

Die Studie von Lin und Kollegen gilt in der Dermatologie als wegweisend. Das Forscherteam trug verschiedene Antioxidantien-Kombinationen auf Schweinehaut auf (strukturell der menschlichen Haut am nächsten) und setzte die Haut anschließend UV-Strahlung aus. Gemessen wurden Sunburn Cells (UV-geschädigte Zellen), Thymindimere (DNA-Schäden) und Erytheme (Rötungen).

Vitamin C allein erhöhte den Lichtschutz ungefähr 2-fach. Die Kombination der Vitamine C und E steigerte ihn auf das 4-Fache — weil Vitamin C das oxidierte Vitamin E regeneriert (ähnlich wie die Ferulasäure). Doch erst die Zugabe von Ferulasäure zu beiden Vitaminen hob den Lichtschutz auf das 8-Fache an. Das ist eine Verdopplung der Wirkung allein durch den Zusatz einer einzigen Komponente.

Ethylferulat, das in der Haut schrittweise in freie Ferulasäure umgewandelt wird, verlängert diesen synergistischen Mechanismus zeitlich. Statt eines kurzfristigen Schutzpeaks in den ersten 1 bis 2 Stunden nach dem Auftragen erhält die Haut einen kontinuierlichen antioxidativen „Service" über einen deutlich längeren Zeitraum.

Warum die schrittweise Freisetzung so bedeutsam ist

Vergleichen Sie es mit Medikamenten: Manche Tabletten lösen sich sofort auf und der Wirkstoff wirkt schnell, doch der Effekt klingt ebenso rasch ab. Andere Tabletten besitzen eine kontrollierte Absorption — der Wirkstoff wird schrittweise freigesetzt und die Wirkung hält den ganzen Tag an. Ethylferulat funktioniert wie die zweite Art von Tablette. Da die Ferulasäure aus ihm nur langsam freigesetzt wird (lediglich 25 % in 8 Stunden), steht der Haut ein Antioxidans zu dem Zeitpunkt zur Verfügung, an dem sie es tatsächlich braucht — bei der Nachmittagssonne, auf dem Heimweg von der Arbeit, beim Sport im Freien.

Tipp: 7 bewiesene Wirkungen von Vitamin C auf die Haut — ein weiterer Partner der Ferulasäure

Die Wissenschaft der Pflanzenöle in der Hautpflege — eine Übersicht der Belege

Ein systematischer Übersichtsartikel, veröffentlicht im International Journal of Molecular Sciences (PMC5796020), analysierte die Wirkungen von Pflanzenölen auf die Haut. Die Ergebnisse bestätigten, dass Pflanzenöle mit hohem Linolsäuregehalt (wie Haferöl) die Hautbarrierefunktion messbar verbessern — sie reduzieren den transepidermalen Wasserverlust, erhöhen die Hydratation und stimulieren bei einigen Ölen die Ceramidsynthese.

Dabei ist es jedoch wichtig zu differenzieren: Nicht alle Pflanzenöle sind gleichwertig. Mineralöl (Paraffinum liquidum) bildet einen okklusiven Film, stellt die Barriere aber nicht aktiv wieder her. Kokosöl besitzt antimikrobielle Eigenschaften, enthält jedoch weniger ceramidstimulierende Fettsäuren. Haferöl bietet eine einzigartige Kombination — es stimuliert Ceramide, liefert Avenanthramide und hydratisiert über Beta-Glucane. Deshalb haben wir es als Grundlage der AtopCare-Reihe neben Ethylferulat und Vitamin E ausgewählt.

Weniger Inhaltsstoffe, bessere Ergebnisse — die Formulierungsphilosophie

In der Kosmetikindustrie herrscht die Tendenz, Produkte mit möglichst vielen Inhaltsstoffen zu versehen. Auf der Verpackung sieht das beeindruckend aus — Hyaluronsäure, Coenzym Q10, Retinol, Peptide, Ceramide, Vitamine A, C, E und zehn weitere Komponenten. Das Problem? Wenn jeder Inhaltsstoff 0,01 % des Produkts ausmacht, ist seine reale Wirkung vernachlässigbar. Das ist Marketing, keine Kosmetikwissenschaft.

Der AtopCare-Ansatz ist das Gegenteil: weniger Komponenten, jede in wirksamer Konzentration. Fünf Prozent Vitamin E. Ethylferulat in einer Menge, die einen messbaren antioxidativen Effekt liefert. Haferöl in einer Konzentration, die ausreicht, um die Ceramidsynthese anzuregen. Kokosöl für den antimikrobiellen Schutz. Hopfenextrakt für die synergistische antioxidative Unterstützung. Keine Füllstoffe, keine „sieht auf der Verpackung gut aus"-Ingredienzien.

Das Ergebnis ist ein Produkt, in dem jeder Inhaltsstoff eine konkrete, wissenschaftlich belegte Funktion hat — und in dem sich diese Funktionen gegenseitig verstärken, statt sich zu verdünnen. Die AtopCare Handcreme und die AtopCare Körpercreme folgen derselben Philosophie: Ethylferulat, Vitamin E und natürliche Öle in Konzentrationen, die tatsächlich wirken.

Für wen ist die Kombination aus Ethylferulat, Vitamin E und Haferöl am besten geeignet

Trockene und dehydrierte Haut profitiert von der dreifachen Hydratation: Beta-Glucane aus Haferöl schließen Feuchtigkeit ein, Ceramide stärken die Barriere und Vitamin E verhindert die oxidative Schädigung der Lipide. Atopische und empfindliche Haut schätzt die entzündungshemmenden Avenanthramide aus Haferöl in Kombination mit Ethylferulat, das den oxidativen Stress reduziert — zwei der wesentlichen Auslöser atopischer Schübe. Reife Haut, die der lichtbedingten Hautalterung ausgesetzt ist, benötigt den antioxidativen Schutz, den die Kombination von Ethylferulat mit Vitamin E nachweislich besser bietet als die einzelnen Inhaltsstoffe allein. Und durch äußere Einflüsse (Umweltverschmutzung, häufiges Waschen, Kälte) beanspruchte Haut nutzt den antimikrobiellen Schutz des Kokosöls und die barrierestärkende Wirkung des Haferöls.

Wenn Sie sich für einen weiteren wirksamen Inhaltsstoff in der modernen Hautpflege interessieren, lesen Sie unseren Artikel über Salicylsäure und ihre Wirkungen auf die Haut.

Ethylferulat und Vitamin E in der Ganzkörperpflege

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Fazit — eine Synergie, die wissenschaftlich Sinn ergibt

Ethylferulat, Haferöl und Vitamin E sind nicht drei zufällig gewählte Inhaltsstoffe. Es sind drei Komponenten, deren Wirkmechanismen sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig ergänzen und verstärken. Ethylferulat stoppt die Bildung freier Radikale an der Quelle und regeneriert schrittweise das Vitamin E. Vitamin E schützt die Lipidschichten der Haut vor Oxidation. Haferöl stimuliert die Ceramidproduktion, beruhigt Entzündungen und spendet Feuchtigkeit. Und Kokosöl zusammen mit Hopfenextrakt ergänzt den antimikrobiellen und synergistisch antioxidativen Schutz. Es geht nicht darum, möglichst viele Inhaltsstoffe zu haben — es geht darum, die richtigen zu haben, in der richtigen Konzentration und in der richtigen Kombination. Und genau das ist das Prinzip, auf dem die AtopCare-Reihe aufgebaut ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Ethylferulat und wo kommt es in der Natur vor?

Ethylferulat ist der Ethylester der Ferulasäure — eines phenolischen Antioxidans, das natürlich in Reiskleie, Hafer, Mais und Kaffeebohnen vorkommt. Im Unterschied zur freien Ferulasäure ist Ethylferulat stabiler und wird in der Haut schrittweise freigesetzt, was einen länger anhaltenden antioxidativen Schutz gewährleistet.

Warum ist die Kombination von Ferulasäure mit Vitamin E wirksamer als Vitamin E allein?

Ferulasäure (und ihr Ester Ethylferulat) regeneriert Vitamin E zurück in seine aktive Form, nachdem es ein freies Radikal neutralisiert hat. Die Studie von Lin et al. (2005) belegte, dass die Zugabe von Ferulasäure zu den Vitaminen C und E den Lichtschutz von 4-fach auf 8-fach verdoppelt. Vitamin E hält somit in der Haut länger und schützt sie wirksamer.

Wie hilft Haferöl einer geschädigten Hautbarriere?

Haferöl stimuliert die Ceramidsynthese in der Haut um bis zu 70 %, was die lipidische „Mörtel"-Schicht der Hautbarriere direkt stärkt. Zusätzlich enthält es entzündungshemmende Avenanthramide und Beta-Glucane, die Feuchtigkeit in der Haut einschließen. Diese dreifache Wirkung macht Haferöl zu einem der wirksamsten natürlichen Inhaltsstoffe für die Wiederherstellung einer gestörten Barriere.

Ist Kosmetik mit Ethylferulat für empfindliche und atopische Haut geeignet?

Ja. Dank der schrittweisen Freisetzung ist Ethylferulat schonend zu empfindlicher Haut. In Kombination mit den entzündungshemmenden Avenanthramiden aus Haferöl und Vitamin E in einer Konzentration von 5 % ist es auch für atopische Haut geeignet. Die Produkte der AtopCare-Reihe enthalten keine Parabene, Silikone oder Duftstoffe, was das Reizungsrisiko zusätzlich senkt.

Was ist der Unterschied zwischen Ethylferulat und freier Ferulasäure in der Kosmetik?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Freisetzungsgeschwindigkeit. Freie Ferulasäure wird innerhalb von 8 Stunden zu 80 % aus einem Produkt freigesetzt, Ethylferulat im gleichen Zeitraum nur zu 25 %. Ethylferulat ist zudem in Formulierungen stabiler (es degradiert weniger bei der Lagerung). Die biologischen Wirkungen sind vergleichbar, doch Ethylferulat gewährleistet einen kontinuierlichen Schutz über den gesamten Tag.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

  • Lin, J. Y. et al. (2005) 'Synthesis and investigation of a topical antioxidant formulation containing vitamins C, E, and ferulic acid', Journal of Investigative Dermatology, 125(4), pp. 826–832.
  • Zdarilová, A. et al. (2009) 'Ethyl ferulate — an interesting member of the family of hydroxycinnamic acid derivatives', Molecules, 14(5), pp. 1614–1628 (PMC6271385).
  • Lin, T.-K. et al. (2018) 'Anti-inflammatory and skin barrier repair effects of topical application of some plant oils', International Journal of Molecular Sciences, 19(1), p. 70 (PMC5796020).
  • Kubalová, A. et al. (2022) 'Humulus lupulus L. extract: Cytotoxic, antioxidant and antimicrobial evaluation', Molecules, 27(7), p. 2165 (PMC8951350).
  • Boissy, R. E. et al. (2016) 'Oat lipids restore skin barrier function in vitro', Journal of Dermatological Science, 82(3), pp. 161–169 (PubMed 27272074).
  • Thiele, J. J. et al. (1998) 'Depletion of human stratum corneum vitamin E: an early and sensitive in vivo marker of UV induced photo-oxidation', Journal of Investigative Dermatology, 110(5), pp. 756–761.