Handekzem: Warum es entsteht und was wirklich dagegen hilft

Ihre Hände jucken, reißen und brennen bei jedem Spülgang. Die Haut an den Fingern schält sich, zwischen den Gelenken bilden sich schmerzhafte Risse und keine Creme aus der Drogerie hält länger als eine Stunde. Das Handekzem gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen im Erwachsenenalter — etwa 10 % der Bevölkerung sind betroffen, und in bestimmten Berufen (Friseure, Pflegekräfte, Reinigungskräfte, Köche) ist es sogar jeder Dritte. Und obwohl es nicht lebensbedrohlich ist, kann es das Leben erheblich beeinträchtigen. Schmerzhafte Risse erschweren die Arbeit, Händeschütteln wird unangenehm und der ständige Juckreiz stört Konzentration und Schlaf. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum ein Handekzem entsteht, welche Typen es gibt, was es verschlimmert — und vor allem, was wirklich dagegen hilft.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Handekzem betrifft etwa 10 % der erwachsenen Bevölkerung und wird in drei Haupttypen unterteilt — irritativ, allergisch und dyshidrotisch — wobei die Behandlung von der korrekten Bestimmung des Typs abhängt.
  • Die häufigsten Auslöser sind häufiges Händewaschen, Chemikalien, Kälte und niedrige Luftfeuchtigkeit, die die Hautbarriere schädigen und einen Teufelskreis aus Entzündung und Juckreiz in Gang setzen.
  • Die Basis der Behandlung ist die Wiederherstellung der Hautbarriere mit Emollientien, die mindestens 5–8 Mal täglich aufgetragen werden sollten — nach jedem Händewaschen und vor dem Schlafengehen.
  • Vitamin E in einer Konzentration von 5 % unterstützt nachweislich die Regeneration geschädigter Haut, reduziert Entzündungen und schützt Ceramide in der Hautbarriere vor oxidativer Schädigung.
  • Wenn das Handekzem innerhalb von 2–3 Wochen nicht auf Pflege anspricht, ist ein Besuch beim Dermatologen erforderlich — möglicherweise ist eine kurzfristige Kortikoidbehandlung oder Phototherapie nötig.

Was ist ein Handekzem und wen betrifft es am häufigsten

Das Handekzem (Handdermatitis) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die sich durch Rötung, Juckreiz, Schuppung, Bläschen oder schmerzhafte Risse an Handflächen, Handrücken und Fingern äußert. Im Unterschied zu Ekzemen an anderen Körperstellen sind die Hände weitaus größerem Stress ausgesetzt — Dutzende von Waschvorgängen täglich, Kontakt mit Reinigungsmitteln und ständige mechanische Beanspruchung. Genau deshalb ist das Handekzem so häufig und so schwer zu behandeln.

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. Laut europäischen dermatologischen Studien tritt ein Handekzem im Laufe des Lebens bei 15 % der Bevölkerung auf, und zu jedem Zeitpunkt sind etwa 10 % der Erwachsenen betroffen. In Berufen mit häufigem Kontakt mit Wasser und Chemikalien — Pflegekräfte, Friseure, Köche, Reinigungskräfte, Mechaniker — liegt die Prävalenz bei bis zu 30 %. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer, vor allem aufgrund der stärkeren Exposition gegenüber Wasser und Reinigungsmitteln sowohl im Haushalt als auch im Beruf.

Drei Haupttypen des Handekzems

Hinter dem Begriff „Handekzem" verbergen sich tatsächlich drei unterschiedliche Erkrankungen, die sich in Ursache, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Die korrekte Unterscheidung ist entscheidend — denn was bei einem Typ hilft, kann einen anderen verschlechtern.

Irritatives Kontaktekzem

Dieser Typ macht bis zu 80 % aller Fälle von Handekzem aus. Er entsteht durch direkte Schädigung der Hautbarriere durch reizende Substanzen — Wasser, Seifen, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Lebensmittelsäfte. Es handelt sich nicht um eine allergische Reaktion, sondern um die schlichte Folge wiederholter Reizung. Er äußert sich als trockene, gerötete, rissige Haut, am häufigsten an Handrücken und zwischen den Fingern. Für Pflegekräfte, die sich 40–60 Mal pro Schicht die Hände waschen, ist es praktisch eine Berufskrankheit.

Allergisches Kontaktekzem

Dieser Typ entsteht durch eine Immunreaktion auf ein bestimmtes Allergen — Nickel (Schmuck, Reißverschlüsse, Münzen), Latex (Handschuhe), Konservierungsstoffe in Kosmetik (Methylisothiazolinon), Duftstoffe oder Harze. Im Unterschied zum irritativen Ekzem reicht bereits ein minimaler Kontakt mit dem Allergen aus, um eine Reaktion auszulösen. Es äußert sich typischerweise als juckende Bläschen, Rötung und Schwellung an der Kontaktstelle. Die Diagnose erfordert Epikutantests beim Dermatologen. Wenn Sie ein allergisches Ekzem vermuten, finden Sie in unserem Artikel über Dermatitis und ihre Behandlung nützliche Informationen zur richtigen Pflegewahl.

Dyshidrotisches Handekzem

Dieser Typ äußert sich als kleine, stark juckende Bläschen an den Seiten der Finger, Handflächen und Fußsohlen. Die Bläschen sind mit klarer Flüssigkeit gefüllt und hinterlassen beim Platzen schmerzhafte, nässende Stellen. Dieses Handekzem wird häufig mit Stress, Schwitzen, Nickelkontakt und saisonalen Schwankungen (Verschlechterung im Frühling und Sommer) in Verbindung gebracht.

Warum ein Handekzem entsteht — der Mechanismus der Barriereschädigung

Die gesunde Haut der Hände ist durch die Hautbarriere geschützt, die aus Korneozyten (verhornten Zellen) besteht, die durch eine Lipidmatrix zusammengehalten werden — eine Mischung aus Ceramiden, Cholesterin und freien Fettsäuren. Diese Barriere erfüllt zwei Aufgaben: Sie verhindert den Wasserverlust aus der Haut und hält Reizstoffe, Allergene und Mikroorganismen draußen.

Wenn Sie sich die Hände mit Seife waschen, lösen die Tenside nicht nur Schmutz, sondern auch die schützenden Lipide der Barriere auf. Ein einzelner Waschvorgang zerstört die Haut nicht — die Barriere regeneriert sich innerhalb von 2–4 Stunden. Das Problem entsteht, wenn das Waschen wiederholt wird, bevor die Barriere sich erholen konnte. Bei 10–15 Waschvorgängen pro Tag (ein normaler Tag im Büro, in der Kita, in der Küche) verliert die Haut allmählich ihre Regenerationsfähigkeit. Wasser aus tieferen Schichten verdunstet schneller (der transepidermale Wasserverlust steigt), die Haut trocknet aus, reißt und wird durchlässig für Reizstoffe — die dann eine Entzündungsreaktion auslösen.

So entsteht ein Teufelskreis: geschädigte Barriere, Wasserverlust, Entzündung, Juckreiz, Kratzen, weitere Barriereschädigung. Der einzige Weg, diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist die aktive Wiederherstellung der Hautbarriere von außen — mit Emollientien, die fehlende Lipide ersetzen und Feuchtigkeit in der Haut einschließen. Warum der Zustand der Barriere so grundlegend ist, haben wir ausführlich in unserem Artikel über extrem trockene Haut beschrieben.

Was das Handekzem verschlimmert — Auslöser, die Sie vermeiden können

Die meisten Menschen mit Handekzem wissen, dass sie aggressive Reinigungsmittel meiden sollten. Aber es gibt weit mehr Auslöser — und einige davon werden Sie vielleicht überraschen.

Häufiger Kontakt mit Wasser ist paradoxerweise einer der größten Feinde der Handhaut. Selbst reines Wasser ohne Seife stört die Lipidbarriere. Die Regel ist einfach: je weniger Wasserkontakt, desto besser. Tragen Sie bei Hausarbeiten immer Schutzhandschuhe — Baumwollhandschuhe unter Gummihandschuhen, damit die Hände nicht schwitzen.

Kälte und niedrige Luftfeuchtigkeit verschlimmern das Handekzem dramatisch. Im Winter sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen unter 25 %, die Haut verliert dreimal schneller Feuchtigkeit und Risse vertiefen sich. Handschuhe draußen und ein Luftbefeuchter drinnen können sichtbare Verbesserung bringen.

Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel enthalten Tenside und Alkohol, die Hautlipide aggressiv auflösen. Alkoholhaltige Desinfektionsgele trocknen die Haut ebenso wirksam aus wie wiederholtes Händewaschen mit Seife.

Mechanische Reizung — Arbeiten mit Papier, Karton, Erde, Beton, Holz. Feine abrasive Partikel beschädigen die Hautoberfläche und ermöglichen Reizstoffen den Zugang zu tieferen Schichten.

Stress verschlechtert den Verlauf des Ekzems nachweislich. Cortisol (das Stresshormon) unterdrückt die Immunantwort, verlangsamt die Heilung und stört die Ceramidsynthese in der Hautbarriere. Bei Patienten mit stressbedingtem Ekzem empfehlen Dermatologen Entspannungstechniken als Teil der Behandlung.

Handekzem in bestimmten Berufen

Das berufsbedingte Handekzem ist eine der häufigsten arbeitsbedingten Hauterkrankungen. In manchen Branchen ist das Risiko so hoch, dass das Ekzem zu einem fast unvermeidlichen Begleiter der Karriere wird — wenn nicht von Anfang an Präventivmaßnahmen ergriffen werden.

Pflegekräfte waschen und desinfizieren ihre Hände 40–60 Mal pro Schicht. Eine 2022 in Contact Dermatitis veröffentlichte Studie ergab, dass 30 % der Krankenschwestern unter einem Handekzem leiden, bei OP-Personal sogar bis zu 45 %. Alkoholbasierte Desinfektionsmittel mit Glycerinzusatz (schonender als Seifenwäsche) und konsequentes Eincremen nach jeder Desinfektion sind die Lösung.

Friseure vereinen drei Risikofaktoren gleichzeitig — Wasser, Chemikalien (Farben, Bleichmittel, Peroxide) und mechanische Reizung. Die Handekzem-Prävalenz in diesem Beruf erreicht 20–35 %. Nitrilhandschuhe beim Färben und Haarewaschen sind die absolute Grundlage der Prävention.

Beschäftigte in der Lebensmittelindustrie — Köche, Bäcker, Metzger — sind wiederholtem Kontakt mit Wasser, Lebensmittelsäften (Zitrusfruchtsäuren, Knoblauch, Zwiebeln), Gewürzen und Reinigungsmitteln ausgesetzt. Strenge Hygienevorschriften, die häufiges Händewaschen verlangen, verschlimmern den Hautzustand zusätzlich.

Wie Sie ein Handekzem behandeln — von Emollientien bis zum Dermatologen

Die Behandlung des Handekzems beruht auf drei Stufen. Jede hat ihren Platz, und keine kann übersprungen werden.

Stufe eins: Wiederherstellung der Hautbarriere

Die Grundlage jeder Handekzem-Behandlung ist regelmäßiges und konsequentes Eincremen. Emollientien — rückfettende Pflegeprodukte — ersetzen fehlende Lipide, lindern Juckreiz, heilen Risse und schützen die Haut vor weiterer Reizung. Im Unterschied zu Gesicht oder Körper müssen die Hände weitaus häufiger eingecremt werden — mindestens nach jedem Waschen und vor dem Schlafengehen, idealerweise 5–8 Mal täglich.

Bei der Auswahl eines Emollients für das Handekzem achten Sie auf Produkte mit Ceramiden, Vitamin E, Haferöl oder Kokosöl. Meiden Sie Produkte mit Parfüm, Parabenen, Silikonen und Alkohol, die die bereits geschädigte Haut weiter reizen können. Eine Salbe hat beim Ekzem Vorteile gegenüber einer Creme — durch den höheren Fettanteil bildet sie einen schützenderen Film und hält länger auf der Haut.

Für die nächtliche Regeneration ist die „Feuchtverbandtechnik" besonders wirksam: Tragen Sie eine dicke Schicht Salbe auf die Hände auf, ziehen Sie Baumwollhandschuhe an und lassen Sie alles über Nacht einwirken. Am Morgen werden Sie überrascht sein, wie deutlich sich der Hautzustand verbessert hat — Risse beginnen sich zu schließen und der Juckreiz lässt nach.

Stufe zwei: entzündungshemmende Behandlung

Wenn Emollientien allein nicht ausreichen und das Handekzem länger als 2–3 Wochen anhält, ist es Zeit für einen Dermatologenbesuch. Der Arzt kann topische Kortikoide verschreiben — moderne Präparate (Mometason, Methylprednisolon) sind bei korrekter Anwendung auch bei längerfristigem Einsatz an den Händen sicher. Wichtig ist, die Anweisungen zu befolgen: nur auf betroffene Stellen, in dünner Schicht, für die empfohlene Dauer auftragen.

Für Patienten, die Kortikoide nicht verwenden können oder möchten, gibt es Alternativen — Calcineurin-Inhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus), die Entzündungen ohne die mit Kortikoiden verbundenen Risiken unterdrücken. Bei schwerem Handekzem kann der Dermatologe eine Phototherapie (UVB-Licht) oder systemische Behandlung in Erwägung ziehen.

Stufe drei: Identifikation und Elimination der Auslöser

Keine Behandlung wird langfristig wirksam sein, wenn Sie die Ursache nicht beseitigen. Beim allergischen Kontaktekzem ist das klar — Epikutantests enthüllen das Allergen, und seine konsequente Meidung führt zum Verschwinden der Symptome. Beim irritativen Ekzem ist die Situation komplexer, da der Auslöser oft die Arbeit selbst ist. Schutzhandschuhe, Wechsel zu schonenderen Reinigungsmitteln und konsequenter Hautschutz über den ganzen Tag — das sind Maßnahmen, die das Handekzem auch ohne Berufswechsel unter Kontrolle bringen können.

Vitamin E und Handekzem — warum es wirkt

Vitamin E (Tocopherol) ist einer der am besten erforschten Wirkstoffe in der Dermatologie, und seine Wirkung auf geschädigte Haut ist durch Dutzende klinischer Studien belegt. Für das Handekzem ist es besonders wertvoll, weil es gleichzeitig auf mehreren Ebenen wirkt.

Als Antioxidans schützt es Ceramide und Fettsäuren in der Hautbarriere vor oxidativer Schädigung. Bei ekzematöser Haut, deren Barriere bereits geschwächt und den freien Radikalen der Entzündung ausgesetzt ist, ist dieser Schutz besonders wertvoll. Eine Studie im Indian Dermatology Online Journal bestätigte, dass topisches Vitamin E in 5%iger Konzentration die Hydratation der Hornschicht signifikant verbessert und den transepidermalen Wasserverlust senkt.

Als entzündungshemmender Wirkstoff unterdrückt es die Produktion proinflammatorischer Mediatoren — Prostaglandin E2 und Stickstoffmonoxid —, die die chronische Entzündung des Ekzems aufrechterhalten. Das bedeutet weniger Rötung, weniger Juckreiz und schnellere Heilung von Rissen.

Als Heilungsunterstützer beschleunigt es die Epithelisierung — den Prozess, bei dem neue Hautzellen gebildet werden und Risse sich schließen. Eine randomisierte Studie, veröffentlicht im Journal of Research in Medical Sciences, zeigte, dass Vitamin E (400 IE täglich oral) die Ekzem-Schweregradscores (SCORAD) im Vergleich zu Placebo signifikant verbesserte.

In Kombination mit Haferöl, das die Ceramidproduktion um 70 % steigert, und Kokosöl mit der antimikrobiellen Wirkung von Monolaurin entsteht ein synergistischer Effekt — die einzelnen Inhaltsstoffe verstärken sich gegenseitig, und das Ergebnis ist besser als die Summe ihrer Einzelwirkungen.

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Richtige Pflege bei Handekzem — praktische Anleitung

Theorie ist wichtig, aber das Handekzem besiegen Sie mit täglichen Gewohnheiten. Hier ist, was Dermatologen ihren Patienten empfehlen — und was tatsächlich funktioniert.

Händewaschen: Verwenden Sie lauwarmes (nicht heißes) Wasser und milde Syndets ohne SLS anstelle herkömmlicher Seife. Trocknen Sie die Hände durch sanftes Tupfen ab — niemals rubbeln. Innerhalb von drei Minuten nach dem Waschen ein Emollient auftragen — in diesem Zeitfenster ist die Haut optimal vorbereitet, Feuchtigkeit aufzunehmen.

Schutz bei der Arbeit: Tragen Sie bei Kontakt mit Wasser und Chemikalien zweilagige Handschuhe — Baumwolle innen (absorbiert Schweiß), Nitril oder Vinyl außen (schützt vor Chemikalien). Latexhandschuhe empfehlen wir nicht — Latex ist ein häufiges Allergen und kann ein Handekzem auslösen oder verschlimmern.

Nächtliche Regeneration: Tragen Sie vor dem Schlafengehen eine dicke Schicht Regenerierende Salbe AtopCare auf die Hände auf und ziehen Sie Baumwollhandschuhe an. Die Haut regeneriert sich über Nacht intensiv, und die Salbe unter den Handschuhen wirkt wie ein Okklusivverband — sie versiegelt Feuchtigkeit und Wirkstoffe in der Haut.

Tagsüber: Haben Sie immer eine Handcreme griffbereit — in der Tasche, in der Handtasche, auf dem Schreibtisch, am Spülbecken. Die Handcreme AtopCare ist dank ihrer leichteren Textur ideal für den Tageseinsatz — sie zieht schnell ein und hinterlässt keinen fettigen Film. Nachts wechseln Sie dann zur Salbe, die die Haut intensiver rückfettet und schützt.

Schübe vorbeugen: Tragen Sie im Winter draußen immer Handschuhe, halten Sie die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen über 40 % und ersetzen Sie aggressive Reinigungsmittel durch schonendere Alternativen. Jedes Handekzem, das Sie verhindern können, ist besser als eines, das Sie behandeln müssen.

Warum nicht alle Cremes bei Handekzem gleich sind

Auf dem Markt gibt es Hunderte von Produkten, die Linderung bei Ekzemen versprechen. Aber nicht alle sind mit der gleichen Sorgfalt hergestellt — und manche können die Haut eher reizen als beruhigen. Je mehr Inhaltsstoffe ein Produkt enthält, desto größer ist das Risiko, dass einer davon eine Reaktion auf der empfindlichen, ekzematösen Haut auslöst.

Die AtopCare-Reihe von nanoSPACE Cosmetics wurde mit der entgegengesetzten Philosophie entwickelt: weniger ist mehr. Die Regenerierende Salbe AtopCare enthält nur 9 Inhaltsstoffe — jeder mit einem klaren Zweck, keiner überflüssig. Vitamin E (5 %) schützt und regeneriert, Haferöl stimuliert die Ceramidproduktion, Kokosöl wirkt antimikrobiell, Ethylferulat verstärkt die antioxidative Wirkung von Vitamin E und Hopfenextrakt beruhigt Entzündungen. Keine Parabene, Silikone, Parfüms oder Alkohol.

Für die tägliche Pflege bei Handekzem ist die ideale Kombination: Handcreme AtopCare tagsüber (zieht schnell ein, kein fettiger Film, Sie können sofort weiterarbeiten) und die Salbe nachts (höherer Fettanteil, intensiverer Schutz, längere Wirkung). Für die Ganzkörperpflege umfasst die Reihe auch die Körpercreme AtopCare, die sich zur Behandlung von Ekzemen eignet, die über die Hände hinausgehen — etwa an Handgelenken, Unterarmen oder in den Ellenbogenfalten.

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Wann Sie einen Dermatologen aufsuchen sollten

Ein leichtes Handekzem lässt sich mit Emollientien, Handschutz und Gewohnheitsänderungen bewältigen. Aber es gibt Situationen, in denen ein Besuch beim Dermatologen unerlässlich ist — und ein Hinauszögern den Zustand erheblich verschlechtern kann.

Das Handekzem spricht nach 2–3 Wochen regelmäßigen Eincremens und Schutzes nicht auf Pflege an. Möglicherweise ist ein topisches Kortikoid nötig, um die Entzündung schnell zu unterdrücken und der Barriere die Erholung zu ermöglichen.

Die Haut nässt, riecht unangenehm oder hat gelbliche Krusten. Das sind Zeichen einer bakteriellen Superinfektion, meist Staphylococcus aureus, die eine antibiotische Behandlung erfordert.

Bläschen kehren immer wieder und verschlimmern sich beim Kontakt mit bestimmten Materialien (Schmuck, Handschuhe, Kosmetik). Dies deutet auf eine Kontaktallergie hin, und Epikutantests sind erforderlich.

Das Ekzem betrifft die Nägel — Verdickung, Rillenbildung und Farbveränderungen der Nägel können signalisieren, dass das Handekzem in eine chronische Phase übergeht, die eine intensivere Behandlung erfordert.

Das Ekzem schränkt Ihre Arbeit oder Alltagsaktivitäten ein. Wenn Ihnen Risse an den Händen das Arbeiten, Tippen oder Haushaltsführen unmöglich machen, hilft Ihnen ein Dermatologe dabei, einen umfassenden Behandlungsplan aufzustellen.

Fazit — das Handekzem lässt sich unter Kontrolle bringen

Ein Handekzem ist kein Urteil auf Lebenszeit. Es ist ein Zustand, der Verständnis, Geduld und die richtigen Gewohnheiten erfordert — aber er lässt sich bewältigen. Die Grundlage ist zu verstehen, was Ihrer Haut schadet, und damit aufzuhören. Dann konsequent die Hautbarriere mit Produkten wiederherstellen, die enthalten, was die Haut tatsächlich braucht — Vitamin E, Ceramide, natürliche Öle — und nichts, was sie reizen könnte. Und wenn die häusliche Pflege nicht ausreicht, zögern Sie nicht, einen Dermatologen aufzusuchen. Moderne Behandlungsmethoden können selbst ein schweres Handekzem unter Kontrolle bringen. Ihre Hände verdienen es.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich Hände mit Ekzem eincremen?

Mindestens nach jedem Händewaschen und vor dem Schlafengehen, also etwa 5–8 Mal täglich. Tagsüber verwenden Sie eine leichtere Creme, die schnell einzieht und keinen fettigen Film hinterlässt. Nachts tragen Sie eine dicke Schicht Salbe auf und ziehen Baumwollhandschuhe an — die Haut regeneriert sich über Nacht intensiv und der Okklusivverband vervielfacht die Wirksamkeit des Produkts.

Ist ein Handekzem ansteckend?

Nein. Ein Handekzem ist keine Infektionskrankheit und kann nicht durch Kontakt, Händeschütteln oder gemeinsam benutzte Gegenstände übertragen werden. Es handelt sich um eine entzündliche Reaktion der Haut auf Reizstoffe oder Allergene bzw. um eine Manifestation der atopischen Veranlagung. Wenn jemand den Kontakt wegen Ihres Ekzems meidet, hat er Unrecht.

Kann ein Handekzem von allein verschwinden?

Das hängt vom Typ ab. Ein akutes irritatives Kontaktekzem kann innerhalb von 2–4 Wochen abheilen, wenn Sie die Hautreizung einstellen und konsequent eincremen. Ein chronisches Handekzem erfordert langfristige Pflege — Sie können nicht darauf zählen, dass es von selbst verschwindet. Ohne Behandlung verschlechtert es sich oft und geht in eine Lichenifikation (Verdickung der Haut) über, die sich deutlich schwerer behandeln lässt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Handekzem und einer Pilzinfektion?

Ein Ekzem zeigt sich typischerweise als symmetrische Rötung, Juckreiz, Schuppung und Bläschen an beiden Händen gleichzeitig. Eine Pilzinfektion (Tinea manuum) betrifft meist nur eine Hand, hat einen deutlichen erhabenen Rand und kann auf die Nägel übergreifen. Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie einen Dermatologen auf — die Unterscheidung ist wichtig, da die Behandlungen völlig unterschiedlich sind. Kortikoidsalben, die bei Ekzemen helfen, können eine Pilzinfektion verschlimmern.

Kann ich bei Handekzem Desinfektionsgel verwenden?

Alkoholhaltige Desinfektionsgele trocknen die Haut aus und können das Ekzem verschlimmern, besonders wenn Risse vorhanden sind (Brennen, Schmerzen). Wenn Sie desinfizieren müssen, wählen Sie ein Produkt mit Glycerinzusatz oder einer rückfettenden Komponente. Tragen Sie immer sofort nach der Desinfektion ein Emollient auf. Generell gilt: Bei Handekzem ist die alkoholische Desinfektion tatsächlich schonender als Seifenwäsche — sie stört die Lipidbarriere paradoxerweise weniger.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

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  • Agner, T. et al. (2020) 'Hand eczema: epidemiology, prognosis and prevention', Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 34(Suppl 1), S. 4–12.
  • Keen, M. A., Hassan, I. (2016) 'Vitamin E in dermatology', Indian Dermatology Online Journal, 7(4), S. 311–315.
  • Javanbakht, M. H. et al. (2011) 'Randomized controlled trial using vitamins E and D supplementation in atopic dermatitis', Journal of Dermatological Treatment, 22(3), S. 144–150.
  • Thyssen, J. P. et al. (2022) 'Guidelines for diagnosis, prevention, and treatment of hand eczema', Contact Dermatitis, 86(5), S. 357–378.
  • Wollenberg, A. et al. (2022) 'European guideline (EuroGuiDerm) on atopic eczema', Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 36(9), S. 1409–1431.