Juckende Haut: 7 Ursachen und wie Sie sie wirksam behandeln

Sie wachen mitten in der Nacht auf, und das Erste, was Sie tun, ist kratzen. Arme, Rücken, Knöchel — juckende Haut lässt Sie nicht schlafen. Am Morgen zeigt der Spiegel gerötete, gereizte Stellen mit Kratzspuren. Juckende Haut gehört zu den häufigsten dermatologischen Beschwerden überhaupt — laut der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie betrifft chronischer Pruritus bis zu 22 % der erwachsenen Bevölkerung. Und dennoch behandeln die meisten Menschen nur das Symptom: Sie cremen, kratzen oder kühlen. Nach der Ursache suchen sie nicht. Dabei ist genau das Verständnis dafür, warum Ihre Haut juckt, der erste Schritt zur echten Linderung. In diesem Artikel gehen wir die 7 häufigsten Ursachen für juckende Haut durch — von einfacher Trockenheit über Ekzeme bis hin zu systemischen Erkrankungen — und zeigen Ihnen bei jeder, wie Sie sie wirksam behandeln können.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Juckende Haut betrifft bis zu 22 % der erwachsenen Bevölkerung, und ihre Ursachen reichen von trockener Haut und allergischen Reaktionen bis hin zu Schilddrüsenerkrankungen und Nierenerkrankungen.
  • Der häufigste Auslöser ist eine geschädigte Hautbarriere, die Reizstoffe eindringen und Feuchtigkeit entweichen lässt — die Wiederherstellung der Barriere ist die Grundlage jeder Behandlung.
  • Vitamin E in einer Konzentration von 5 % reduziert nachweislich den Juckreiz, indem es die Hautlipide vor Oxidation schützt und die Regeneration des Schutzfilms unterstützt.
  • Haferöl enthält Avenanthramide, natürliche entzündungshemmende Verbindungen, die Juckreiz und Rötung innerhalb von zwei Wochen regelmäßiger Anwendung um bis zu 40 % reduzieren.
  • Wenn juckende Haut länger als sechs Wochen ohne erkennbare Ursache anhält, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen — es kann ein Hinweis auf eine systemische Erkrankung sein.

Was ist juckende Haut und warum Sie sie nicht ignorieren sollten

Juckreiz — medizinisch Pruritus — ist ein unangenehmes Gefühl, das den Drang zum Kratzen auslöst. Auf den ersten Blick erscheint es banal, doch in Wirklichkeit handelt es sich um einen komplexen neurologischen Prozess. Die Haut enthält spezialisierte Nervenendigungen, sogenannte Prurizeptoren, die auf Histamin, Proteasen, Zytokine und andere Entzündungsmediatoren reagieren. Werden diese Rezeptoren aktiviert, senden sie ein Signal an das Gehirn, das es als Juckreiz interpretiert.

Das eigentliche Problem beginnt, wenn juckende Haut chronisch wird. Kratzen verschafft zwar sofortige Linderung, schädigt aber gleichzeitig die Haut — es zerstört die Hautbarriere, verursacht Mikrorisse und löst eine Entzündungskaskade aus. So entsteht ein Teufelskreis: Juckreiz führt zu Kratzen, Kratzen zu Schädigung, Schädigung zu Entzündung und Entzündung zu noch stärkerem Juckreiz. Dermatologen nennen dies den „Juckreiz-Kratz-Zyklus", und ihn zu durchbrechen ist die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung.

7 Ursachen für juckende Haut und wie Sie sie behandeln

1. Trockene Haut (Xerose) — der häufigste Auslöser

Trockene Haut ist bei mehr als 40 % der Patienten, die mit juckender Haut einen Dermatologen aufsuchen, die Ursache. Der Mechanismus ist einfach: Wenn die Haut Feuchtigkeit verliert, zieht sie sich zusammen, reißt und legt Nervenendigungen frei. Diese reagieren dann auf jeden Reiz — Reibung der Kleidung, Temperaturwechsel, sogar einen Luftzug.

Xerose verschlimmert sich im Winter, wenn niedrige Luftfeuchtigkeit draußen und überheizte Räume der Haut die letzte Feuchtigkeit entziehen. Aber auch der Sommer hat seine Tücken — Klimaanlagen im Büro können die Haut ebenso zuverlässig austrocknen wie Januarfrost. Langes, heißes Duschen und aggressive Reinigungsmittel, die den natürlichen Hautfilm entfernen, verschärfen das Problem zusätzlich.

Was hilft: Die Grundlage bildet die Wiederherstellung und Erhaltung der Hydratation. Verkürzen Sie das Duschen auf 5–10 Minuten und senken Sie die Wassertemperatur. Tragen Sie unmittelbar nach dem Abtrocknen ein Emollient auf — eine Creme oder Salbe, die einen Schutzfilm auf der Haut bildet. Besonders wirksam sind Produkte mit Vitamin E, das die Barrierlipide vor Oxidation schützt, und mit Haferöl, dessen Avenanthramide den Juckreiz aktiv lindern. Was bei extrem trockener Haut wirklich hilft, haben wir in einem separaten Artikel beschrieben.

2. Atopisches Ekzem — wenn das Immunsystem überreagiert

Das atopische Ekzem (atopische Dermatitis) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die 15–20 % der Kinder und 2–5 % der Erwachsenen in Europa betrifft. Juckende Haut ist das Leitsymptom — und der Juckreiz kann so intensiv sein, dass er Schlaf, Konzentration und Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Die Haut ist trocken, gerötet, schuppig und kann in der akuten Phase nässen.

Hinter dem Ekzem steht eine Kombination aus genetischer Veranlagung (eine Mutation im Filaggrin-Gen — einem Protein, das für die Funktion der Hautbarriere unverzichtbar ist) und einer überschießenden Immunreaktion. Atopische Haut produziert weniger Ceramide und antimikrobielle Peptide, was sie anfällig für Bakterien macht — insbesondere Staphylococcus aureus, der bis zu 90 % der ekzematösen Haut besiedelt und sowohl Entzündung als auch Juckreiz verstärkt.

Was hilft: Regelmäßige Emollientien sind die Grundlage — tragen Sie sie mindestens zweimal täglich auf, idealerweise direkt nach dem Baden. Meiden Sie bekannte Auslöser (synthetische Stoffe, Duftstoffe, SLS). Einen umfassenden Überblick über Pflegestrategien finden Sie in unserem Artikel über Dermatitis und ihre Behandlung. Kokosöl spielt bei der Pflege ekzematöser Haut eine besondere Rolle — sein Bestandteil Monolaurin zeigt antimikrobielle Aktivität gerade gegen S. aureus und hilft so, den Kreislauf aus Infektion und Entzündung zu durchbrechen.

3. Kontaktdermatitis — wenn die Haut auf Berührung reagiert

Kontaktdermatitis wird in zwei Typen unterteilt. Die irritative Form entsteht durch direkte chemische Schädigung der Haut (Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Desinfektionsmittel). Die allergische Form wird durch das Immunsystem vermittelt und setzt eine vorherige Sensibilisierung voraus. Beide Formen äußern sich durch Juckreiz, Rötung, Schwellung und Bläschen an der Kontaktstelle.

Zu den häufigsten Kontaktallergenen gehören Nickel (Schmuck, Schnallen, Knöpfe), Duftstoffe und Konservierungsmittel in Kosmetik, Latex, Kobalt und Formaldehyd. Irritative Dermatitis wird am häufigsten durch Reinigungsmittel, nasse Handschuhe, wiederholten Wasserkontakt und Desinfektionsgele verursacht. Berufsbedingte Kontaktdermatitis betrifft bis zu 30 % des Gesundheitspersonals und der Friseure.

Was hilft: Identifizieren und eliminieren Sie den Auslöser — das ist der wichtigste Schritt. Stellen Sie anschließend die geschädigte Hautbarriere mit ceramid- und vitamin-E-reichen Emollientien wieder her. Schützen Sie Ihre Hände, indem Sie bei Nassarbeiten Baumwollhandschuhe unter Gummihandschuhen tragen. Auf stark juckende Stellen helfen kühlende Umschläge oder eine Salbe mit entzündungshemmenden Wirkstoffen.

4. Allergische Reaktionen — ein Histaminsturm unter der Haut

Wenn der Körper auf ein Allergen trifft — Pollen, Hausstaubmilbenproteine, ein Nahrungsprotein — setzen Mastzellen in der Haut Histamin frei. Dies bewirkt Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße), Schwellung und Aktivierung der Prurizeptoren. Das Ergebnis ist die klassische Trias: Rötung, Schwellung und intensiv juckende Haut. Bei Urtikaria (Nesselsucht) treten zusätzlich erhabene, blassrosa Quaddeln auf, die ihre Position wechseln und miteinander verschmelzen können.

Allergischer Juckreiz ist meist generalisiert — er betrifft den gesamten Körper, nicht nur eine Stelle. Er verschlimmert sich oft nachts, wenn der Kortisolspiegel (das natürliche entzündungshemmende Hormon) sinkt und der Histaminspiegel steigt. Wenn der Juckreiz von Atemnot, Zungenschwellung oder Schwindel begleitet wird, suchen Sie sofort ärztliche Hilfe — es könnte sich um eine Anaphylaxie handeln.

Was hilft: Antihistaminika (Cetirizin, Loratadin) unterdrücken akuten Juckreiz. Kühle Umschläge verlangsamen die Histaminfreisetzung. Langfristig ist die Identifikation des Allergens (Hautpricktests, spezifisches IgE) und die Minimierung des Kontakts entscheidend. Regenerieren Sie die Haut nach einer allergischen Episode mit Emollientien, die entzündungshemmende Inhaltsstoffe enthalten — Haferöl und Vitamin E helfen, die durch Entzündung geschädigte Barriere wiederherzustellen.

5. Vitaminmangel — juckende Haut als Signal von innen

Juckende Haut kann das erste Anzeichen dafür sein, dass Ihrem Körper etwas Wesentliches fehlt. Es geht dabei nicht nur um Trockenheit durch Wassermangel — spezifische Defizite stören die Hautfunktion auf zellulärer Ebene.

Vitamin E ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans, das die Lipide der Hautbarriere vor oxidativer Schädigung schützt. Wenn die Spiegel niedrig sind, baut sich der Lipidfilm auf der Hautoberfläche schneller ab — die Haut verliert Feuchtigkeit und wird anfällig für Reizung und Juckreiz. Studien haben gezeigt, dass die topische Anwendung von Vitamin E den transepidermalen Wasserverlust messbar reduziert und den Pruritus lindert. Mehr über seine Wirkung erfahren Sie in unserem Artikel über Vitamine und ihre Wirkung auf die Haut.

Vitamin D reguliert die Proliferation und Differenzierung von Keratinozyten — den Zellen, die 90 % der Haut ausmachen. Sein Mangel (häufig bei 40–60 % der europäischen Bevölkerung in den Wintermonaten) wird mit einer Verschlechterung von Ekzemen, Psoriasis und unspezifischem Juckreiz in Verbindung gebracht. Eine Studie im Journal of Allergy and Clinical Immunology zeigte, dass eine Vitamin-D-Supplementierung die Schwere der atopischen Dermatitis innerhalb von drei Monaten um 40 % reduzierte.

B-Vitamine — insbesondere Niacin (B3), Pyridoxin (B6) und Biotin (B7) — spielen eine Rolle im Stoffwechsel der Fettsäuren, die für eine gesunde Haut unverzichtbar sind. Ein Niacinmangel verursacht Pellagra mit ihrer charakteristischen Dermatitis, ein Biotinmangel führt zu seborrhoischem Ausschlag und Juckreiz um Mund und Nase.

Was hilft: Wenn Sie unter langfristig juckender Haut ohne offensichtliche äußere Ursache leiden, bitten Sie Ihren Arzt um Blutuntersuchungen auf Vitamin D, E und die B-Gruppe. Von innen reichern Sie Ihre Ernährung mit vitaminreichen Lebensmitteln an (Nüsse, Avocado, fetter Fisch, Eier). Von außen wählen Sie Produkte mit hoher Vitamin-E-Konzentration — Studien zeigen, dass eine Konzentration von 5 % optimal ist, um die Hautbarriere zu schützen und juckende Haut zu lindern.

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6. Stress und psychogene juckende Haut

Stress und die Haut sind enger miteinander verbunden, als die meisten Menschen ahnen. Haut und Nervensystem entwickeln sich aus demselben embryonalen Keimblatt (dem Ektoderm) und kommunizieren daher intensiv miteinander. Bei Stress produzieren die Nebennieren Cortisol und Adrenalin. Kurzfristig unterdrücken diese Hormone Entzündungen, doch bei chronischem Stress erschöpft sich das System — der Cortisolspiegel sinkt und das Immunsystem läuft unkontrolliert.

Das Ergebnis ist eine erhöhte Produktion proinflammatorischer Zytokine in der Haut, eine Aktivierung der Mastzellen und eine Freisetzung von Histamin — und das ohne jeden äußeren Allergenkontakt. Stressbedingter Juckreiz ist meist diffus (am ganzen Körper), verschlimmert sich abends und nachts und zeigt typischerweise keinen sichtbaren Hautausschlag — die Haut sieht normal aus, juckt aber unerträglich.

Was hilft: Stressmanagement ist genauso wichtig wie Hautpflege. Techniken zur Stressreduktion (Meditation, Atemübungen, regelmäßige Bewegung) senken nachweislich den Spiegel proinflammatorischer Marker in der Haut. Lokal helfen kühlende Umschläge und Emollientien mit beruhigenden Inhaltsstoffen. Wenn juckende Haut Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt, ziehen Sie eine Beratung bei einem Psychodermatologen in Betracht — einem Spezialisten, der die Verbindung zwischen Psyche und Haut versteht.

7. Systemische Erkrankungen — wenn juckende Haut ein größeres Problem signalisiert

Chronisch juckende Haut ohne sichtbaren Hautausschlag kann ein Symptom einer ernsteren Erkrankung sein. Dermatologen nennen dies „Pruritus sine materia" — Juckreiz ohne Hautbefund. Und genau deshalb sollte er niemals auf die leichte Schulter genommen werden.

Schilddrüsenerkrankungen: Eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) verlangsamt den Hautstoffwechsel, reduziert die Talgproduktion und führt zu trockener, juckender Haut. Eine Hyperthyreose hingegen erhöht die Hautdurchblutung, was Wärmegefühl und Juckreiz verursacht. Schätzungsweise 10 % der Patienten mit chronischem Juckreiz haben eine bisher nicht diagnostizierte Schilddrüsenstörung.

Lebererkrankungen: Cholestatischer Juckreiz — verursacht durch die Anreicherung von Gallensäuren im Blut — gehört zu den intensivsten Formen des Juckreizes überhaupt. Er betrifft typischerweise Handflächen und Fußsohlen, verschlimmert sich nachts und spricht nicht auf gängige Juckreiz-Medikamente an. Er tritt bei Hepatitis, Zirrhose, primär biliärer Cholangitis und Gallengangverschluss auf.

Nierenerkrankungen: Urämischer Juckreiz betrifft 40–70 % der Dialysepatienten. Er wird durch die Anreicherung urämischer Toxine, ein Kalzium-Phosphor-Ungleichgewicht und systemische Entzündungen verursacht. Der Juckreiz ist meist generalisiert, aber am intensivsten am Rücken.

Was hilft: Wenn juckende Haut länger als sechs Wochen anhält, keine offensichtliche hautbezogene Ursache hat und nicht auf lokale Behandlung anspricht, suchen Sie Ihren Arzt auf. Routinemäßige Blutuntersuchungen (Leberenzyme, Kreatinin, TSH, großes Blutbild) können verborgene Ursachen aufdecken. Emollient-Pflege hilft in der Zwischenzeit, die Symptome zu lindern und weitere Hautschäden durch Kratzen zu verhindern.

Warum die Kombination aus Vitamin E, Haferöl und Kokosöl bei juckender Haut wirkt

Jede dieser drei Inhaltsstoffe bekämpft den Juckreiz über einen anderen Mechanismus — und genau diese Kombination erzeugt einen synergistischen Effekt, der wirksamer ist als jeder einzelne Inhaltsstoff allein.

Vitamin E (5 % Konzentration) fungiert als Wächter der Hautbarriere. Es neutralisiert freie Radikale, die Ceramide und Cholesterin im Lipidfilm der Haut schädigen. Wenn dieser Film intakt bleibt, bleibt die Feuchtigkeit drinnen und die Reizstoffe draußen — und der Juckreiz lässt nach. Eine im Journal of Investigative Dermatology veröffentlichte Studie zeigte, dass Vitamin E den transepidermalen Wasserverlust innerhalb von zwei Wochen regelmäßiger Anwendung um 19 % reduziert.

Haferöl ist einzigartig dank seines Gehalts an Avenanthramiden — Polyphenolen, die ausschließlich im Hafer vorkommen. Diese Moleküle hemmen die Aktivierung von NF-κB, einem der zentralen Entzündungsauslöser in der Haut. Praktisch bedeutet das: weniger Rötung, weniger Schwellung und weniger juckende Haut. Darüber hinaus stimuliert Haferöl die Ceramidproduktion in der Haut um bis zu 70 % und baut so die geschädigte Barriere aktiv wieder auf.

Kokosöl fügt eine antimikrobielle Dimension hinzu. Sein Hauptbestandteil — Laurinsäure — wird in der Haut zu Monolaurin umgewandelt, das die Zellmembranen von Bakterien zerstört. Dies ist besonders wertvoll bei ekzematöser Haut, auf der S. aureus bis zu 90 % der Oberfläche besiedelt und mit seinen Toxinen den Juckreiz verschlimmert. Eine Studie in der Fachzeitschrift Dermatitis bestätigte, dass Kokosöl die Besiedlung mit S. aureus bei Patienten mit atopischem Ekzem um 95 % reduzierte.

Diese Dreifachkombination in der nanoSPACE Cosmetics AtopCare-Produktlinie bietet eine umfassende Lösung für juckende Haut — sie schützt die Barriere, hemmt Entzündungen und bekämpft Bakterien gleichzeitig. Es handelt sich um einen Ansatz, der nicht nur das Symptom behandelt, sondern die eigentlichen Ursachen des Juckreizes angeht.

Praktische Tipps für sofortige Linderung bei juckender Haut

Bevor die langfristige Pflege ihre Wirkung entfaltet, müssen Sie den akuten Juckreiz bewältigen. Hier sind die Methoden, die Dermatologen für sofortige Linderung empfehlen — sortiert nach Wirksamkeit.

  • Kühle Umschläge — ein kaltes, feuchtes Tuch, das 10–15 Minuten auf die juckende Stelle gelegt wird, verlangsamt die Nervenleitung und reduziert die Histaminfreisetzung.
  • Klopfen statt Kratzen — sanftes Klopfen mit den Fingerspitzen auf die juckende Stelle aktiviert Berührungsrezeptoren, die das Juckreizsignal „überschreiben", ohne die Haut zu schädigen.
  • Emollient aus dem Kühlschrank — bewahren Sie Ihre Salbe oder Creme im Kühlschrank auf; der kühlende Effekt bei der Anwendung verdoppelt die lindernde Wirkung.
  • Baumwollhandschuhe in der Nacht — sie schützen die Haut vor unbewusstem Kratzen im Schlaf, wenn Sie den Kratzimpuls nicht kontrollieren können.
  • Lauwarme (nicht heiße) Duschen — heißes Wasser verschafft vorübergehend Linderung, verstärkt den Juckreiz danach jedoch paradoxerweise, weil es die Blutgefäße erweitert und die Histaminfreisetzung erhöht.

Für eine dauerhafte Linderung müssen Sie jedoch die Ursache behandeln. Die Regenerierende Salbe AtopCare mit 5 % Vitamin E, Haferöl und Kokosöl wurde speziell für juckende Haut formuliert — tragen Sie sie zweimal täglich auf die betroffenen Stellen auf, am besten nach dem Duschen auf leicht feuchte Haut, damit die Wirkstoffe besser aufgenommen werden.

Wie Sie juckreizempfindliche Haut richtig pflegen — die tägliche Routine

Die richtige tägliche Pflege ist das wirksamste Werkzeug zur Vorbeugung. Sie ist nicht kompliziert, erfordert aber Konsequenz. Juckende Haut ist kein Problem, das Sie einmalig lösen — es ist ein Zustand, dem Sie jeden Tag vorbeugen.

Duschen Sie mit lauwarmem Wasser, maximal 5–10 Minuten. Verwenden Sie milde Reinigungsmittel ohne SLS, Parabene und synthetische Duftstoffe. Nach dem Duschen die Haut sanft mit einem Handtuch trocken tupfen — niemals rubbeln. Innerhalb von drei Minuten nach dem Abtrocknen ein Emollient auf den gesamten Körper auftragen. Dieses kurze Zeitfenster ist entscheidend — die Haut ist nach dem Baden maximal hydratisiert und das Emollient „versiegelt" die Feuchtigkeit.

Tragen Sie die Handcreme AtopCare nach jedem Händewaschen auf — die Hände sind der am stärksten beanspruchte Körperteil und kommen mit den meisten Reizstoffen in Kontakt. Für den Rest Ihres Körpers verwenden Sie die Körpercreme AtopCare, die dank ihrer leichteren Textur größere Flächen abdeckt und schnell einzieht, ohne einen fettigen Film zu hinterlassen.

Wählen Sie Kleidung aus natürlichen Materialien — Baumwolle und Seide sind hautschonend, während Wolle und Synthetik den Juckreiz verschlimmern können. Waschen Sie Nachtwäsche mit duftstofffreien Waschmitteln. Und wenn Sie wissen möchten, wie sich juckende Haut bei seborrhoischer Dermatitis äußert, werfen Sie einen Blick auf unseren ausführlichen Artikel — eine oft übersehene Ursache.

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Fazit — juckende Haut ist nicht nur lästig, sie ist eine Botschaft

Juckende Haut sagt Ihnen etwas. Manchmal ist die Botschaft einfach: „Ich bin trocken, ich brauche Feuchtigkeit." Manchmal ist sie eine Warnung: „Etwas in Ihrem Körper funktioniert nicht richtig." Und genau deshalb können Sie sie nicht einfach durch Kratzen behandeln und hoffen, dass sie von allein verschwindet.

Gehen Sie die sieben Ursachen durch, die wir in diesem Artikel beschrieben haben, und versuchen Sie, Ihre eigene zu identifizieren. Beginnen Sie bei den Grundlagen — stellen Sie Ihre Hautbarriere mit einem hochwertigen Emollient wieder her, das Vitamin E, Haferöl und Kokosöl enthält. Geben Sie Ihrer Haut zwei bis vier Wochen konsequenter Pflege. Und wenn sich die juckende Haut nicht bessert oder von weiteren Symptomen begleitet wird, zögern Sie nicht, einen Dermatologen aufzusuchen. Ihre Haut verdient es — und Sie verdienen Nächte ohne Aufwachen und Tage ohne den ständigen Drang zu kratzen.

Häufig gestellte Fragen

Warum juckt meine Haut nachts stärker als tagsüber?

Nachts sinkt der Cortisolspiegel — das natürliche entzündungshemmende Hormon des Körpers — während der Histaminspiegel steigt. Gleichzeitig nimmt der transepidermale Wasserverlust zu, da die Körpertemperatur nachts leicht ansteigt. Die Kombination dieser Faktoren bewirkt, dass juckende Haut am Abend und in der Nacht intensiver wahrgenommen wird. Es hilft, kurz vor dem Schlafengehen ein Emollient aufzutragen und die Schlafzimmertemperatur bei etwa 18–20 °C zu halten.

Kann juckende Haut durch Vitaminmangel verursacht werden?

Ja, und zwar erheblich. Ein Vitamin-E-Mangel schwächt die Lipidbarriere der Haut, Vitamin-D-Mangel verschlechtert die atopische Dermatitis und ein Mangel an B-Vitaminen (insbesondere Niacin und Biotin) äußert sich als Dermatitis und Juckreiz. Wenn Sie unter chronisch juckender Haut ohne offensichtliche hautbezogene Ursache leiden, bitten Sie Ihren Arzt um entsprechende Blutuntersuchungen.

Welche Creme ist am besten gegen juckende Haut?

Achten Sie auf Produkte mit entzündungshemmenden und barrierestärkenden Inhaltsstoffen — Vitamin E (idealerweise in 5%iger Konzentration), Haferöl mit Avenanthramiden, Ceramide und Kokosöl. Meiden Sie Produkte mit Duftstoffen, Alkohol und SLS, die den Juckreiz verschlimmern. Eine Salbe ist generell wirksamer als eine Creme, da sie eine höhere Okklusivität besitzt und die Feuchtigkeit länger in der Haut hält.

Wann sollte ich mit juckender Haut zum Arzt gehen?

Suchen Sie einen Dermatologen auf, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, nicht auf eine lokale Emollient-Behandlung anspricht, von unerklärlichem Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder übermäßiger Müdigkeit begleitet wird oder ohne sichtbaren Hautausschlag auftritt. In solchen Fällen kann es sich um ein Symptom einer systemischen Erkrankung handeln — Schilddrüsen-, Leber- oder Nierenerkrankungen.

Wie höre ich auf zu kratzen, wenn die Haut juckt?

Die wirksamste Technik ist, das Kratzen durch eine andere Empfindung zu ersetzen — Klopfen, die Handfläche gegen die Stelle drücken oder einen kühlen Umschlag auflegen. Halten Sie Ihre Nägel kurz. Tragen Sie nachts Baumwollhandschuhe. Und vor allem: Behandeln Sie die Ursache — regelmäßige Anwendung eines Emollients mit Vitamin E und Haferöl reduziert die Juckreizintensität so weit, dass der Kratzdrang allmählich nachlässt.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

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