Krankhafte Nägel an Händen und Füßen: Symptome, Ursachen und die richtige Pflege

Unsere Nägel sind weit mehr als nur ein kosmetisches Merkmal oder ein praktisches Werkzeug im Alltag. Sie sind wie ein Spiegel, der uns wertvolle Hinweise auf unsere innere Gesundheit gibt. Krankhafte Nägel können eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen signalisieren – von alltäglichen, harmlosen Infektionen bis hin zu ernsten systemischen Komplikationen. Wenn sich die Farbe, die Form oder die Struktur der Nagelplatte verändert, ist das oft ein stummer Hilferuf des Körpers. In diesem umfassenden Ratgeber erklären wir Ihnen im Detail, wie erkrankte Nägel an Händen und Füßen aussehen, welche Ursachen am häufigsten dahinterstecken und mit welchen bewährten Methoden Sie Nagelprobleme ein für alle Mal in den Griff bekommen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Nägel optimal pflegen und so Ihr allgemeines Wohlbefinden steigern können.

 

Das Wichtigste in Kürze

Bevor wir tief in die Materie eintauchen, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

  • Warnsignale erkennen: Verfärbungen (gelb, braun, weiß, bläulich), Rillen, Brüchigkeit oder eine Ablösung des Nagels vom Nagelbett sind klare Hinweise auf gesundheitliche Probleme.
  • Vielfältige Ursachen: Neben der weit verbreiteten Nagelpilzinfektion (Onychomykose) können auch Bakterien, Nährstoffmangel, Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder mechanische Verletzungen die Übeltäter sein.
  • Ganzheitliche Pflege: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Eisen, Zink und Biotin ist, sowie eine konsequente, schonende Pflege sind unerlässlich für gesunde Nägel.
  • Professionelle Hilfe: Bei anhaltenden Schmerzen, starken Deformationen oder Entzündungen sollten Sie nicht zögern, einen Dermatologen aufzusuchen.
  • Prävention ist das A und O: Trockenes Schuhwerk, gute Hygiene, der Verzicht auf aggressive Chemikalien und der Abbau von Stress schützen Ihre Nägel nachhaltig.

Woran erkennen Sie, dass Ihre Nägel krank sind?

Nägel, die nicht vollkommen gesund sind, senden in der Regel deutliche, sichtbare Signale aus. Es verändert sich nicht nur die Farbe der Nagelplatte, sondern auch deren Struktur, die Form und der Zustand der umliegenden Haut. Wer diese Anzeichen frühzeitig richtig deutet, kann oft Schlimmeres verhindern.

1) Veränderungen der Nagelfarbe

Die Farbe eines gesunden Nagels ist in der Regel ein zartes Rosa, bedingt durch das gut durchblutete Nagelbett, während der freie Nagelrand weißlich erscheint. Weicht die Farbe davon ab, sollten Sie genauer hinsehen:

Gelbe oder braune Nägel sind in den allermeisten Fällen das klassische Symptom einer Pilzinfektion. Der Pilz nistet sich oft unter der Nagelplatte ein und zersetzt das Keratin, was zu dieser unschönen Verfärbung führt. Gelegentlich kann eine Gelbfärbung aber auch auf Erkrankungen der Atemwege oder starken Nikotinkonsum hinweisen.

Weiße Flecken oder Streifen (Leukonychie) werden im Volksmund oft fälschlicherweise als reiner Kalziummangel abgetan. Meistens sind sie jedoch das harmlose Resultat kleinerer Verletzungen der Nagelwurzel, etwa durch Stöße oder eine zu aggressive Maniküre. Dennoch können sie in einigen Fällen auch auf einen Mangel an Zink oder anderen wichtigen Mineralstoffen hindeuten.

Bläuliche oder violette Nägel sind ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass Ihr Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Dies kann auf eine schlechte Durchblutung, Herz-Kreislauf-Probleme oder Atemwegserkrankungen zurückzuführen sein. Wenn Ihre Nägel ohne Kälteeinwirkung blau anlaufen, ist ein Arztbesuch dringend angeraten.

2) Veränderungen der Textur und Form

Die Beschaffenheit der Nageloberfläche verrät viel über Ihren Stoffwechsel und Ihre Lebensgewohnheiten. Feine vertikale Rillen sind bei vielen Menschen völlig normal und oft lediglich eine Begleiterscheinung des natürlichen Alterungsprozesses, vergleichbar mit Falten auf der Haut.

Wenn sich jedoch horizontale Rillen (sogenannte Beau-Linien) bilden oder die Nägel stark gewellt sind, ist Vorsicht geboten. Diese tiefen Furchen entstehen, wenn das Nagelwachstum vorübergehend unterbrochen wurde. Mögliche Auslöser sind schwere fieberhafte Infekte, Diabetes oder auch extreme psychische Belastungen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich emotionale Belastungen auf den Körper auswirken, lesen Sie unseren Beitrag darüber, was Stress ist und wie er entsteht.

Biegen sich Ihre Nägel löffelartig nach außen (Koilonychie), sollten Sie dringend Ihren Eisenwert überprüfen lassen. Diese Deformation tritt sehr häufig bei einer ausgeprägten Anämie (Blutarmut) auf. Wenn die Nägel anfangen, bröckelig zu werden und zu splittern, steckt meist eine fortgeschrittene Pilzinfektion oder ein massiver Feuchtigkeitsverlust dahinter.

3) Ablösung vom Nagelbett (Onycholyse)

Ein besonders unangenehmes Symptom ist es, wenn sich der Nagel vom Nagelbett abhebt und stellenweise weißlich oder gelblich verfärbt, weil Luft darunter gelangt. Diese Ablösung kann durch mechanische Traumata (z. B. Einklemmen des Fingers), hartnäckige Infektionen oder den häufigen, ungeschützten Kontakt mit aggressiven Chemikalien, wie starken Reinigungsmitteln, verursacht werden. Auch bestimmte Hauterkrankungen können diesen Prozess auslösen.

4) Schmerzen und Entzündungen im Nagelumfeld

Rötungen, pochende Schmerzen oder Schwellungen rund um den Nagel deuten fast immer auf eine akute Entzündung oder Infektion hin, wie beispielsweise eine Paronychie (Nagelwallentzündung). Die Ursachen hierfür sind oft banale Alltagsverletzungen: kleine, eingerissene Häutchen (Niednägel), zu kurz geschnittene Nägel, die in die Haut einwachsen, oder eine unsachgemäß durchgeführte Maniküre, bei der Bakterien in kleine Wunden gelangt sind.

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Häufige Ursachen für Nagelerkrankungen

Einige Auslöser für kranke Nägel haben wir bereits angeschnitten. Um das Problem jedoch an der Wurzel packen zu können, ist es wichtig, die genauen Ursachen zu verstehen. Hier ist ein detaillierter Überblick:

  • Pilzinfektionen (Onychomykose): Dies ist die mit Abstand häufigste Nagelerkrankung. Wenn Nägel ihre natürliche Farbe verlieren, unnatürlich dick werden, sich verformen oder anfangen zu bröckeln, ist meist ein Fadenpilz (Dermatophyt) verantwortlich. Pilze lieben ein feuchtwarmes Milieu. Daher sind Fußnägel besonders oft betroffen, vor allem durch schlecht belüftetes Schuhwerk, das Tragen synthetischer Socken oder den ungeschützten Besuch von Schwimmbädern und Saunen.
  • Bakterien und Entzündungen: Sobald das Gewebe um den Nagel herum rot wird, anschwillt und schmerzt, liegt der Verdacht auf eine bakterielle Infektion nahe. Ein typisches Beispiel ist die bereits erwähnte Paronychie. Sie entsteht oft durch das Einwachsen von Nägeln (besonders an den großen Zehen) oder wenn bei der Handpflege versehentlich kleine Wunden in der Nagelhaut verursacht wurden, durch die Bakterien, wie beispielsweise Staphylokokken, eindringen können.
  • Nährstoffmangel: Unsere Nägel bestehen aus Keratin, einem Protein, das für sein Wachstum auf eine stetige Zufuhr von Nährstoffen angewiesen ist. Ständiges Splittern, Einreißen oder weiße Flecken weisen oft auf ein Defizit an Vitaminen (insbesondere B-Komplex und Vitamin C) sowie Mineralstoffen (Eisen, Zink, Kalzium) hin. Eine einseitige Ernährung spiegelt sich somit direkt in der Nagelqualität wider.
  • Schuppenflechte (Psoriasis): Diese nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung der Haut betrifft bei vielen Patienten auch die Nägel an Händen und Füßen. Typisch für die sogenannte Nagelpsoriasis sind kleine, punktförmige Dellen (Tüpfelnägel), gelblich-braune Verfärbungen (Ölflecken) und eine starke Verdickung der Nagelplatte.
  • Mechanische und chemische Schäden: Der ständige Gebrauch von Nagellack, das Entfernen mit acetonhaltigen Lösungsmitteln, das Tragen von künstlichen Nägeln oder der ungeschützte Umgang mit scharfen Putzmitteln laugen den Naturnagel aus. Er verliert Feuchtigkeit, wird porös, dünn und extrem anfällig für Brüche.
  • Systemische Gesundheitsprobleme: Chronische Krankheiten haben massive Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Diabetes mellitus verschlechtert die Durchblutung und erhöht die Anfälligkeit für Pilzinfektionen erheblich. Auch Schilddrüsenfehlfunktionen oder Blutarmut manifestieren sich oft in brüchigen, glanzlosen oder verformten Nägeln.

Nicht nur mechanische Reize, sondern auch psychische Faktoren können das Haut- und Nagelbild verändern. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie einen stressbedingten Hautausschlag erkennen und behandeln können.

Was hilft bei kranken Nägeln an Händen und Füßen?

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Nägel über einen längeren Zeitraum ungewöhnlich aussehen und einfache Hausmittel keine Linderung verschaffen, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zum Dermatologen. Ein Hautarzt kann durch eine genaue Untersuchung oder das Anlegen einer Pilzkultur exakt feststellen, ob es sich um eine Infektion, einen Nährstoffmangel oder ein tiefer liegendes gesundheitliches Problem handelt.

Bei leichten bis mittelschweren Fällen von Nagelpilz können spezielle antimykotische Lacke oder intensiv pflegende Cremes hervorragende Ergebnisse erzielen. Wirkstoffe, die das Wachstum von Pilzen und Hefen effektiv stoppen, sind hierbei unerlässlich. Gleichzeitig benötigt die angegriffene Haut rund um den Nagel viel Feuchtigkeit. Inhaltsstoffe wie Urea (Harnstoff), Glycerin oder Aloe Vera spenden intensiv Feuchtigkeit, machen die Haut geschmeidig und unterstützen die natürliche Regeneration der Hautbarriere.

Eine intakte Hautbarriere an den Händen ist der beste Schutzschild gegen das Eindringen von Erregern. Wir empfehlen hierfür eine konsequente Pflege, beispielsweise mit dem Günstigen Set für trockene Hände AtopCare, das speziell darauf abgestimmt ist, trockene und rissige Haut intensiv zu nähren und wieder aufzubauen.

Neben der äußeren Pflege spielt die innere Versorgung eine entscheidende Rolle für die Nagelgesundheit. Eine ausgewogene Ernährung ist das Fundament für starkes Keratin. Integrieren Sie gezielt Lebensmittel in Ihren Speiseplan, die reich an nagelstärkenden Vitaminen und Mineralstoffen sind:

  • Eisen: Rotes Fleisch, Linsen, Kürbiskerne, Spinat und Quinoa.
  • Biotin (Vitamin B7): Eier (besonders das Eigelb), Nüsse, Haferflocken und Sojabohnen.
  • Zink: Meeresfrüchte, Rindfleisch, Cashewkerne und Käse.

Vergessen Sie zudem nicht, ausreichend Wasser zu trinken. Eine gute Feuchtigkeitsversorgung kommt nicht nur von außen, sondern vor allem von innen. Nur ein ausreichend mit Flüssigkeit versorgter Körper kann gesunde, elastische Nägel hervorbringen.

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Wie lässt sich Nagelproblemen vorbeugen?

Die gute Nachricht ist: Den meisten Nagelproblemen können Sie durch einfache, aber konsequente vorbeugende Maßnahmen und eine korrekte Pflegeroutine effektiv vorbeugen. Wer seinen Nägeln im Alltag ein wenig Aufmerksamkeit schenkt, wird mit Stärke und einem gepflegten Aussehen belohnt.

Die Grundpfeiler der Nagelpflege

  • Hygiene großschreiben: Halten Sie Ihre Nägel stets sauber und vor allem trocken. Feuchtigkeit ist der beste Freund von Pilzen und Bakterien. Schneiden Sie Ihre Nägel gerade und nicht zu kurz ab, um ein schmerzhaftes Einwachsen in die Haut zu verhindern. Verwenden Sie für die Maniküre und Pediküre idealerweise Ihr eigenes Werkzeug und desinfizieren Sie dieses regelmäßig.
  • Schutz vor aggressiven Substanzen: Chemikalien, wie sie in Haushaltsreinigern vorkommen, entziehen dem Nagel Feuchtigkeit und Fett. Tragen Sie beim Putzen oder Spülen stets Schutzhandschuhe. Gönnen Sie Ihren Nägeln zudem Pausen von Nagellack und verwenden Sie milde, acetonfreie Nagellackentferner. Eine schonende Kosmetikroutine ist generell empfehlenswert, wie etwa die Nutzung des Produkts Wasserfreies natürliches Pulver-Shampoo und Conditioner 2in1 – nanoSPACE Cosmetics für eine sanfte Haarwäsche ohne unnötige chemische Belastung des Körpers.
  • Ausgewogene Ernährung und Flüssigkeitszufuhr: Wie bereits erwähnt, sind Vitamine und Spurenelemente das Baumaterial für Ihre Nägel. Eine bunte, vitalstoffreiche Kost gepaart mit ausreichend Flüssigkeit (Wasser oder ungesüßte Tees) hält die Nägel flexibel und widerstandsfähig.
  • Schlechte Angewohnheiten ablegen: Das Kauen an den Nägeln oder das ständige Zupfen an der Nagelhaut (Onychophagie) sieht nicht nur unschön aus, sondern reißt auch winzige Wunden in die Hautbarriere, durch die Erreger ungehindert eindringen können. Auch das permanente Tragen von künstlichen Acryl- oder Gelnägeln schwächt den Naturnagel massiv, da dieser unter der künstlichen Schicht nicht atmen kann.
  • Erholung und Regeneration: Unterschätzen Sie niemals die Macht der Erholung. Chronischer Stress und körperliche Erschöpfung spiegeln sich unweigerlich im Zustand von Haut, Haaren und Nägeln wider. Achten Sie auf ausreichend Schlaf und Entspannungsphasen. Erfahren Sie mehr darüber, wie sich Ruhephasen auswirken, in unserem Artikel über GABA und Schlaf: Wie es funktioniert und Tipps zur Dosierung.

Prävention von Pilzinfektionen

Da Fußpilz und Nagelpilz die häufigsten Übeltäter sind, erfordert dieser Bereich besondere Aufmerksamkeit. Tragen Sie atmungsaktives Schuhwerk, das den Füßen ausreichend Platz bietet. Enge Schuhe verursachen Druckstellen und fördern die Schweißbildung. Wechseln Sie täglich Ihre Socken und bevorzugen Sie Materialien wie Baumwolle oder Merinowolle, die Feuchtigkeit gut aufnehmen und abtransportieren.

In öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, Saunen, Hotelzimmern oder Gemeinschaftsduschen gilt die absolute Grundregel: Niemals barfuß laufen! Tragen Sie stets Badeschuhe, um den direkten Kontakt mit kontaminierten Böden zu vermeiden.

Sollten Sie zu Pigmentveränderungen an den Händen neigen, die das ästhetische Gesamtbild stören, kann eine gezielte Pflege wie die Depigmentierungscreme [n]Pigment Cream helfen, ein ebenmäßiges Hautbild wiederherzustellen, was die Hände insgesamt gesünder und gepflegter wirken lässt.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich eine Krankheit an den Nägeln?

Veränderungen in Farbe, Form, Struktur oder Dicke der Nägel an Händen und Füßen können auf vielfältige gesundheitliche Probleme hinweisen. Weiße Flecken deuten oft auf Verletzungen oder Mineralstoffmangel hin, während gelbliche Nägel ein klassisches Symptom für Pilzinfektionen oder, in selteneren Fällen, für Atemwegserkrankungen sind. Bläuliche Nägel signalisieren eine mangelhafte Sauerstoffsättigung im Blut, was mit Durchblutungsstörungen oder Herzproblemen zusammenhängen kann.

Wie sieht Hautkrebs unter dem Nagel aus?

Ein subunguales Melanom (schwarzer Hautkrebs unter dem Nagel) äußert sich meist als dunkler, bräunlicher oder schwarzer Längsstreifen, der mit der Zeit breiter wird und oft auch auf die angrenzende Nagelhaut übergreift (Hutchinson-Zeichen). Weitere Warnsignale sind unerklärliche Verformungen des Nagels, anhaltendes Bluten oder Wunden, die nicht verheilen. Bei jeglichem Verdacht sollten Sie sofort einen Hautarzt konsultieren.

Was verraten die Nägel über die allgemeine Gesundheit?

Nägel gelten als Spiegel des körperlichen Gesamtzustands. Sehr blasse Nägel können ein Hinweis auf Blutarmut (Anämie) sein. Sind die Nägel extrem trocken und brüchig, fehlt es dem Körper oft an wichtigen Nährstoffen oder schlichtweg an Feuchtigkeit. Extrem verdickte, bröckelige und gelbe Nägel sind hingegen fast immer ein eindeutiges Zeichen für eine fortgeschrittene Pilzinfektion.

Was bedeuten wellige Nägel?

Eine wellige, unregelmäßige Oberfläche oder tiefe horizontale Rillen können durch Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) oder ein atopisches Ekzem ausgelöst werden. Auch rheumatische Erkrankungen, schwere fieberhafte Infekte in der jüngsten Vergangenheit oder ein gravierender Mangel an Vitaminen (wie Biotin) können das Wachstum stören und zu diesen Wellen führen.

Wie sehen gesunde Nägel aus?

Gesunde Nägel haben eine glatte, ebenmäßige Oberfläche ohne Rillen oder Dellen. Sie sind leicht gewölbt, fest, aber dennoch flexibel. Das Nagelbett schimmert in einem zarten Rosa durch die transparente Nagelplatte, während der freie Rand am Ende des Nagels weißlich ist. Die Nagelhaut liegt intakt und ohne Rötungen am Nagel auf.

Was fehlt dem Körper, wenn die Nägel ständig abbrechen?

Ständig abbrechende oder splitternde Nägel sind oft ein Hilferuf des Körpers nach bestimmten Nährstoffen. Meist mangelt es an Biotin, Eisen, Zink oder Vitaminen der B-Gruppe. Darüber hinaus kann ein chronischer Flüssigkeitsmangel (zu wenig Wasser getrunken) oder eine äußere Austrocknung durch übermäßigen Kontakt mit Wasser und aggressiven Reinigungsmitteln die Ursache sein.

Warum bilden sich Rillen auf den Nägeln?

Feine Längsrillen, die von der Nagelwurzel bis zur Spitze verlaufen, sind meist eine völlig natürliche und harmlose Alterserscheinung. Tiefe Querrillen (Beau-Linien) hingegen entstehen, wenn das Nagelwachstum abrupt gestört wurde. Dies kann durch massiven Stress, schwere Infektionen, Mangelernährung oder traumatische Verletzungen der Nagelmatrix passieren.

Welche Vitamine sind am besten für die Nägel?

Biotin (Vitamin B7) ist das wichtigste Vitamin für das Nagelwachstum, da es die Keratinproduktion anregt und die Nägel stärkt. Ebenso wichtig sind Vitamin A, C und E, die die Feuchtigkeitsversorgung verbessern und vor oxidativem Stress schützen. Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Kalzium runden die Nährstoffversorgung für ein gesundes Nagelwachstum ab.

Warum riechen meine Nägel unangenehm?

Ein übler Geruch, der von den Nägeln ausgeht, ist in der Regel das Resultat einer Pilz- oder Bakterieninfektion. Erreger zersetzen das Keratin und produzieren dabei stark riechende Stoffwechselprodukte. Auch eine mangelhafte Hygiene, bei der sich Schweiß, abgestorbene Hautzellen und Schmutz unter den Nägeln sammeln, kann zu unangenehmen Gerüchen führen.

Was zerstört die Nägel am meisten?

Die größten Feinde gesunder Nägel sind der ständige, ungeschützte Kontakt mit Wasser und aggressiven Chemikalien (Putzmittel, acetonhaltige Nagellackentferner). Auch das mechanische Trauma durch Nägelkauen, unsachgemäßes Entfernen von künstlichen Nägeln oder das Tragen von zu engen Schuhen fügt der Nagelstruktur massiven Schaden zu.

Was bedeuten orangefarbene Nägel?

Häufig ist eine orangefarbene Verfärbung lediglich kosmetischer Natur, verursacht durch das Auftragen von stark pigmentiertem, rotem oder orangem Nagellack ohne schützenden Unterlack (Base Coat). Tritt die Verfärbung jedoch ohne äußere Einflüsse auf, kann dies in seltenen Fällen auf gesundheitliche Probleme, wie Leberstörungen oder bestimmte Infektionen, hinweisen.

Sollte ich kranke Nägel mit Pilzinfektion kurz schneiden?

Ja, unbedingt. Nägel, die von einem Pilz befallen sind, sollten so kurz wie möglich gehalten werden. Das reduziert die Angriffsfläche für den Pilz, verringert das Risiko, dass die Infektion auf benachbarte Zehen übergreift, und erleichtert das tiefe Eindringen von medizinischen Lacken oder Cremes. Achten Sie jedoch peinlich genau darauf, die verwendeten Instrumente danach streng zu desinfizieren.

Darf ich eine grobe Feile für kranke Zehennägel verwenden?

Grundsätzlich ja, um stark verdickte Pilznägel abzutragen. Sie müssen jedoch äußerst behutsam vorgehen, um das empfindliche Nagelbett nicht zu verletzen. Verwenden Sie diese Feile ausschließlich für die erkrankten Nägel, um eine Schmierinfektion auf gesunde Nägel zu vermeiden. Nach der Benutzung muss die Feile gründlich desinfiziert oder – bei Einwegfeilen – sofort entsorgt werden. Für weichere, bröckelige Nägel sind feine Glasfeilen deutlich schonender.

Quellen

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  • CASHMAN, Michael W.; SLOAN, Steven Brett. Nutrition and nail disease. Clinics in dermatology, 2010, 28.4: 420-425.
  • DURLACHER, Lewis. A treatise on corns, bunions, the diseases of nails, and the general management of the feet. Lea & Blanchard, 1845.
  • DE BERKER, D. A. R.; BARAN, R. Disorders of nails. Rook's textbook of dermatology, 2010, 1: 1-57.
  • DAHDAH, Maurice J.; SCHER, Richard K. Nail diseases related to nail cosmetics. Dermatologic clinics, 2006, 24.2: 233-239.
  • BARAN, Robert; LIPNER, Shari. Diseases of the nails. In: Roxburgh's Common Skin Diseases. CRC Press, 2022. p. 298-309.
  • BARAN, Robert; DAWBER, Rodney PR; SHEPARD, Glenn H. Diseases of the nails and their management. Plastic and Reconstructive Surgery-Baltimore, 1998, 101.4: 1143.
Lucie Konečná
Lucie Konečná, Operations Director bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit sieben Jahren in der Nanotechnologie-Branche tätig und Mitautorin des Projekts "Česko je nano". Sie setzt sich leidenschaftlich dafür ein, das Bewusstsein für die Vorteile der Nanotechnologie im Alltag zu schärfen. Seit Mai 2020 leitet sie das operative Geschäft des E-Shops nanoSPACE. Seit der Gründung im Jahr 2012 steht nanoSPACE für innovative Lösungen und höchste Kundenzufriedenheit – dazu gehört auch ein absolut reibungsloser Service, bei dem Sie von einer bequemen Rückgabe innerhalb von 14 Tagen profitieren.