Trockene Haut und Vitaminmangel: Was Ihrem Körper fehlt und wie Sie es erkennen

Sie cremen sich ein, und eine Stunde später spannt die Haut wieder. Die Lippen reißen, die Ellbogen scheuern am Pullover und die Haut an den Händen erinnert an Pergament. Sie kaufen immer teurere Produkte, aber nichts hilft — denn das Problem liegt nicht an der Oberfläche. Trockene Haut und Vitaminmangel hängen enger zusammen, als die meisten Menschen ahnen — und die Haut verrät einen Mangel früher als jede Blutuntersuchung. Die Haut ist das größte Organ des Körpers und das erste, das sich meldet, wenn etwas fehlt. Vitamine A, E, D, C, die B-Gruppe, Omega-3-Fettsäuren, Zink — jedes einzelne spielt eine spezifische Rolle in der Haut, und wenn eines fehlt, zeigt die Haut es. Trockenheit, Schuppen, eingerissene Mundwinkel, schlechte Wundheilung — das alles können Signale sein, die Ihr Körper sendet. Schauen wir uns an, was Ihrer Haut genau fehlt, wie Sie es erkennen und wie Sie es beheben — von innen und von außen.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Trockene Haut verrät einen Vitaminmangel früher als fast alles andere — Vitamine A, E, D, C, B3, B7, Omega-3 und Zink spielen jeweils eine unersetzliche Rolle bei Hydratation und Erneuerung der Haut.
  • Vitamin E schützt die Lipidbarriere der Haut, und eine einzige UV-Dosis erschöpft bis zu 50 % seiner Vorräte in den obersten Schichten — deshalb muss die Haut es von außen nachbekommen.
  • Ein Mangel an Vitamin A verlangsamt die Zellerneuerung, was zu rauer, schuppiger Haut führt, die schlecht heilt.
  • Topisches Vitamin E in einer Konzentration von 5 % steigert nachweislich die Hydratation und senkt den transepidermalen Wasserverlust — besonders in Kombination mit Haferöl.
  • Ernährung ist die Basis, reicht aber nicht aus — bei ausgeprägter Trockenheit müssen Sie die innere Vitaminzufuhr mit gezielter äußerer Pflege kombinieren.

Warum trockene Haut einen Vitaminmangel so deutlich verrät

Die Haut ist ein metabolisch hochaktives Organ. Alle 28–30 Tage erneuert sie sich vollständig — alte Zellen sterben ab, neue bilden sich in der Basalschicht und wandern allmählich zur Oberfläche. Dieser gesamte Prozess erfordert eine enorme Menge an Nährstoffen: Vitamine steuern Zellteilung, Kollagenproduktion, Ceramidsynthese und antioxidativen Schutz. Wenn eines davon fehlt, beginnt das System zu versagen.

Trockene Haut und Vitaminmangel treten so häufig gemeinsam auf, weil sie sich gegenseitig bedingen — nicht zufällig, sondern weil das eine das andere direkt verursacht. Aus der Perspektive der Nährstoffversorgung steht die Haut am Ende der Reihe. Der Körper versorgt vorrangig lebenswichtige Organe — Herz, Gehirn, Leber — und schickt der Haut, was übrig bleibt. Wenn die Vitaminzufuhr grenzwertig ist, leidet die Haut zuerst.

Und es geht nicht nur um Ernährung. Der moderne Lebensstil fügt weitere Belastungen hinzu: UV-Strahlung zerstört Vitamin E direkt in der Haut, Stress erhöht den Verbrauch von B-Vitaminen, und Klimaanlagen und Heizungen trocknen die Luft aus. Das Ergebnis? Selbst jemand mit einer relativ ausgewogenen Ernährung kann trockene Haut haben, der das Wesentliche fehlt.

Vitamin E — der wichtigste Wächter der Hautbarriere

Wenn es ein Vitamin gibt, dessen Mangel sich auf trockener Haut am schnellsten zeigt, dann ist es Vitamin E. Als wichtigstes fettlösliches Antioxidans lagert sich Vitamin E direkt in den Lipidschichten der Haut ein — in Zellmembranen und in der interzellulären Lipidmatrix — wo es als Wächter fungiert. Es neutralisiert freie Radikale, die durch UV-Strahlung und Umweltverschmutzung entstehen, und verhindert die Oxidation von Ceramiden und Fettsäuren, die die Hautbarriere bilden.

Eine Studie von Thiele und Kollegen (1998), veröffentlicht im Journal of Investigative Dermatology, lieferte ein alarmierendes Ergebnis: Eine einzige suberythemale UV-Dosis (also noch unterhalb der Schwelle einer sichtbaren Rötung) erschöpft bis zu 50 % des Vitamin E im Stratum corneum. Das bedeutet, dass selbst ein gewöhnlicher Aufenthalt in der Sonne den antioxidativen Schutz der Haut dramatisch reduziert — ohne dass Sie etwas davon spüren.

Die empfohlene Tagesdosis von Vitamin E für Erwachsene beträgt 12–15 mg. Die reichhaltigsten Nahrungsquellen sind Sonnenblumenkerne (35 mg/100 g), Mandeln (26 mg/100 g), Haselnüsse, Avocados und Olivenöl. Aber Achtung — Vitamin E aus der Nahrung gelangt nur langsam und in begrenzter Menge in die Haut. Deshalb ist die topische Anwendung so bedeutsam. Mehr über die Wirkung von Vitaminen auf die Haut erfahren Sie in unserem Artikel über Vitamin C und seine Wirkung auf die Haut.

Wie sich ein Vitamin-E-Mangel auf der Haut zeigt

Wenn der Haut Vitamin E fehlt, verliert die Lipidbarriere ihre Integrität. Ceramide und Fettsäuren oxidieren, es entstehen „Lücken", durch die Wasser entweicht. Der transepidermale Wasserverlust (TEWL) steigt und die Haut trocknet aus — selbst wenn Sie regelmäßig cremen. Dies äußert sich als gespannte, raue Haut, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kälte und Wind, langsame Heilung kleiner Wunden und vorzeitige Entstehung feiner Fältchen. Trockene Haut und Vitaminmangel — insbesondere von Vitamin E — zeigen sich in einem Teufelskreis: Eine geschädigte Barriere lässt mehr UV-Strahlung durch, die weiteres Vitamin E zerstört, und die Trockenheit vertieft sich.

Regenerierende Salbe mit Vitamin E AtopCare

Tipp der Redaktion

Regenerierende Salbe mit 5 % Vitamin E AtopCare

Eine gezielte topische Vitamin-E-Dosis für trockene und geschädigte Haut. Die 5%ige Konzentration in Kombination mit Haferöl (steigert die Ceramidproduktion um 70 %) und Ethylferulat stellt die Hautbarriere wieder her und stoppt den Feuchtigkeitsverlust. Ohne Parabene, Silikone und Parfüm.

€10

Produkt anzeigen

Vitamin A — der Regulator der Zellerneuerung

Vitamin A (Retinol und seine aktive Form Retinsäure) ist unverzichtbar für die korrekte Teilung und Reifung der Hautzellen. Ohne ausreichend Vitamin A differenzieren die Keratinozyten — die Zellen, die die oberste Hautschicht bilden — nicht korrekt. Das Ergebnis ist Hyperkeratose: Die Haut wird rau, schuppig, die trockene Oberfläche erinnert an feine Krusten. Dieser Zustand wird häufig mit „gewöhnlicher" trockener Haut verwechselt, aber die Ursache liegt tiefer.

Dermatologen kennen dieses Phänomen als Keratosis pilaris — kleine, harte Knötchen an Oberarmen, Oberschenkeln und Gesäß, umgangssprachlich „Reibeisenhaut" genannt. Keratosis pilaris ist einer der zuverlässigsten klinischen Indikatoren für einen Vitamin-A-Mangel.

Nahrungsquellen für Vitamin A sind Leber (bis zu 6.500 µg/100 g), Süßkartoffeln, Karotten, Spinat und Eier. Beta-Carotin aus pflanzlichen Quellen wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, aber die Umwandlungseffizienz variiert individuell — manche Studien zeigen, dass bis zu 45 % der Bevölkerung eine eingeschränkte Konversionsfähigkeit haben.

Vitamin D — weit mehr als das „Sonnenvitamin"

Vitamin D wird traditionell mit Knochen und Immunsystem in Verbindung gebracht, doch seine Rolle in der Haut ist weit umfassender. Keratinozyten — Hautzellen — besitzen eigene Vitamin-D-Rezeptoren und können es selbst aus Cholesterin unter Einwirkung von UVB-Strahlung synthetisieren. Vitamin D reguliert die Differenzierung der Keratinozyten, beeinflusst die Produktion antimikrobieller Peptide und moduliert Entzündungsreaktionen in der Haut.

Vitamin-D-Mangel wird mit Ekzemen, Psoriasis und atopischer Dermatitis in Verbindung gebracht. Eine im British Journal of Dermatology (2013) veröffentlichte Metaanalyse zeigte, dass Patienten mit atopischem Ekzem signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel haben als die gesunde Bevölkerung. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 10–20 µg (400–800 IE), wobei in den Wintermonaten auf unserer Breitengrade die Synthese aus UV-Strahlung praktisch null ist.

Wenn der Haut Vitamin D fehlt, verlangsamt sich die Erneuerung der Hautbarriere, die Haut wird anfälliger für Reizung und Entzündung, und die Trockenheit vertieft sich. Wenn Sie unter chronisch trockener Haut leiden, besonders im Winter, lohnt es sich, Ihren 25-Hydroxyvitamin-D-Blutspiegel überprüfen zu lassen.

Trockene Haut und Vitaminmangel: die B-Gruppe

Vitamin B3 (Niacin)

Niacin ist das Vitamin, dessen schwerer Mangel Pellagra verursacht — eine Erkrankung, die durch die Trias Dermatitis, Durchfall und Demenz gekennzeichnet ist. Die Hautmanifestationen der Pellagra sind dramatisch: symmetrische, schuppige Dermatitis an sonnenexponierten Stellen, die einem schweren Sonnenbrand ähneln kann. In Industrieländern ist die vollständig ausgeprägte Pellagra selten, aber ein milder Niacinmangel — die sogenannte subklinische Insuffizienz — kommt häufiger vor, als Sie vielleicht erwarten.

In der Kosmetik ist Niacin unter dem Namen Niacinamid bekannt und gehört zu den am besten erforschten Inhaltsstoffen überhaupt. Studien haben gezeigt, dass topisches Niacinamid in einer Konzentration von 2–5 % die Ceramidproduktion steigert, den transepidermalen Wasserverlust senkt und die Funktion der Hautbarriere verbessert. Trockene Haut und Vitaminmangel — insbesondere B3 — lassen sich also nicht nur über die Ernährung, sondern auch über klug gewählte Pflegeprodukte behandeln. Nahrungsquellen für Niacin sind Hähnchenbrust, Thunfisch, Erdnüsse, Pilze und Linsen.

Vitamin B7 (Biotin)

Biotin ist das Vitamin, das die meisten Menschen mit Haaren und Nägeln in Verbindung bringen. Doch seine Rolle in der Haut ist ebenso bedeutend. Biotin fungiert als Coenzym für Carboxylasen — Enzyme, die an der Fettsäuresynthese beteiligt sind. Und Fettsäuren sind das Baumaterial der Hautbarriere.

Ein Biotinmangel äußert sich als seborrhoische Dermatitis (schuppige, gerötete Stellen um Nase, Mund und Augenbrauen), Trockenheit und Schuppung der Haut sowie brüchige Nägel. Risikogruppen sind Schwangere (Biotin wird schneller verbraucht), Menschen, die Antibiotika einnehmen (diese stören das Darmmikrobiom, das Biotin produziert), und Raucher. Reiche Biotinquellen sind Eier (Eigelb), Lachs, Avocado und Süßkartoffeln.

Vitamin C — unverzichtbar für Kollagen

Vitamin C ist das bekannteste Antioxidans, und seine Rolle in der Haut ist gut dokumentiert: Es ist ein unverzichtbarer Cofaktor für die Enzyme Prolylhydroxylase und Lysylhydroxylase, die Kollagenfasern stabilisieren. Ohne Vitamin C kann Kollagen nicht korrekt gebildet werden — und das Ergebnis ist Haut, die an Elastizität verliert, schlecht heilt und leichter reißt.

Klinisch schwerer Vitamin-C-Mangel — Skorbut — ist in der modernen Gesellschaft selten, aber subklinischer Mangel ist überraschend verbreitet. Er äußert sich als trockene, raue Haut (follikuläre Hyperkeratose), leichte Blutergussbildung, langsame Heilung von Schnittwunden und Zahnfleischbluten. Raucher benötigen täglich 35 mg mehr Vitamin C als Nichtraucher — Rauchen erhöht den oxidativen Stress und den Verbrauch dieses Vitamins drastisch.

Omega-3-Fettsäuren und Zink

Omega-3: entzündungshemmende Nahrung für die Barriere

Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) sind technisch keine Vitamine, aber ihr Mangel verursacht trockene Haut ebenso zuverlässig wie ein Defizit jedes Vitamins. Omega-3-Fettsäuren werden in die Zellmembranen der Keratinozyten eingebaut, wo sie eine doppelte Funktion erfüllen: Sie halten die Membranen flexibel (und damit die Barriere flexibel) und dienen als Vorstufen entzündungshemmender Mediatoren — Resolvine und Protektine.

Omega-3-Mangel äußert sich als trockene, schuppige Haut, erhöhte Reizempfindlichkeit und langsame Heilung. Die moderne westliche Ernährung enthält typischerweise 15–20-mal mehr Omega-6 als Omega-3-Fettsäuren, wobei das ideale Verhältnis bei 2–4:1 liegt. Dieses Ungleichgewicht fördert chronische niedriggradige Entzündungen — und chronische Entzündung ist einer der Haupttreiber anhaltender Hauttrockenheit. Die besten Omega-3-Quellen sind fetter Meeresfisch (Lachs, Makrele, Sardinen), Leinsamen, Walnüsse und Rapsöl.

Zink: das vergessene Mineral

Zink ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt, von denen viele die Hautgesundheit direkt beeinflussen. Es wirkt bei Zellteilung, Kollagensynthese, Wundheilung und Entzündungsregulation mit. Zinkmangel führt zu Akrodermatitis — extremer Trockenheit, Rötung und Schuppung der Haut, besonders um Mund, Augen und an den Fingern. Selbst ein milder Mangel zeigt sich durch langsamere Heilung und erhöhte Infektanfälligkeit.

Zink aus tierischen Quellen (Rindfleisch, Austern, Eier) wird besser aufgenommen als aus pflanzlichen Quellen (Kürbiskerne, Kichererbsen), wo Phytate die Aufnahme teilweise blockieren. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 8 mg für Frauen und 11 mg für Männer.

Wie Sie erkennen, welches Vitamin Ihnen fehlt

Trockene Haut und Vitaminmangel zeigen sich je nach betroffenem Nährstoff unterschiedlich — und die Art der Trockenheit kann Hinweise darauf geben, was Ihrem Körper genau fehlt. Raue, schuppige Haut mit kleinen Knötchen an Oberarmen und Oberschenkeln deutet auf Vitamin-A-Mangel hin. Extrem trockene Haut, die schlecht heilt und leicht reißt, weist auf einen Mangel an Vitamin E oder Omega-3 hin. Schuppige, gerötete Stellen um Nase und Mund können einen B3- oder B7-Mangel signalisieren. Leichte Blutergussbildung zusammen mit trockener Haut und Zahnfleischbluten deutet auf Vitamin-C-Mangel hin. Und chronische Trockenheit, die sich im Winter verschlimmert und von häufigen Infektionen begleitet wird, hängt oft mit Vitamin-D-Mangel zusammen.

Der zuverlässigste Weg zur Diagnose ist eine Blutuntersuchung. Bitten Sie Ihren Arzt, die Spiegel von Vitamin D (25-Hydroxyvitamin D), Vitamin B12, Folsäure, Zink und Ferritin zu überprüfen. Blutuntersuchungen auf Vitamin A und E werden seltener routinemäßig durchgeführt, können aber bei ausgeprägten Hautsymptomen angeordnet werden. Trockene Haut und Vitaminmangel hängen zuverlässig zusammen, aber die Lösung erfordert einen systematischen Ansatz — kein blindes Nachkaufen von Nahrungsergänzungsmitteln.

Topische Pflege: Warum gesunde Ernährung allein nicht reicht

Viele Menschen gehen davon aus, dass eine Ernährungsumstellung ausreicht und die Haut sich „von selbst repariert". Das stimmt nur teilweise. Vitamine aus der Nahrung erreichen die Haut über den Blutkreislauf, aber die Haut steht — wie wir festgestellt haben — in der Versorgungskette ganz hinten. Zudem werden bestimmte Vitamine (insbesondere E und C) unter dem Einfluss von UV-Strahlung und Umweltverschmutzung extrem schnell in der Haut verbraucht.

Deshalb empfehlen Dermatologen einen doppelten Ansatz: innere Ergänzung (Ernährung, bei Bedarf Supplementierung nach Rücksprache mit dem Arzt) und gezielte topische Anwendung. Topisches Vitamin E in einer Konzentration von 5 % steigert nachweislich die Hydratation und senkt den transepidermalen Wasserverlust — wie Studien im Journal of Molecular Medicine belegen.

Bei der Auswahl von Produkten für trockene Haut achten Sie auf Produkte, die mehrere Wirkstoffe synergistisch kombinieren. Die Regenerierende Salbe AtopCare enthält 5 % Vitamin E in Kombination mit Haferöl, das die Ceramidproduktion um bis zu 70 % steigert, und Ethylferulat, dessen antioxidative Wirkung länger anhält als die von Ferulasäure allein. Diese Dreifachkombination bekämpft trockene Haut und Vitaminmangel dort, wo die Ernährung allein nicht ausreicht. Und wenn Ihre trockene Haut vor allem an den Händen auftritt, greifen Sie zur Handcreme AtopCare, die dieselben Wirkstoffe für die durch häufiges Waschen und äußere Einflüsse beanspruchte Haut anpasst.

Für eine umfassende Ganzkörperpflege sorgt die Natürliche pflegende Körpercreme AtopCare 330 ml — eine reichhaltige Textur, die auch größere Flächen trockener Haut abdeckt. Mehr darüber, was bei extremer Trockenheit wirklich hilft, erfahren Sie in unserem Artikel über extrem trockene Haut.

Ernährung für gesunde Haut — was auf den Teller gehört

Wenn Sie unter trockener Haut leiden und den Vitaminmangel primär über die Ernährung beheben möchten, setzen Sie auf Vielfalt. Kein einzelnes „Superfood" wird Ihre Haut retten — aber die richtige Kombination verschiedener Lebensmittel schon. Auf Ihrem Teller sollten regelmäßig fetter Fisch (Lachs, Makrele — Omega-3 plus Vitamin D), Eier (Biotin plus Vitamin A plus Zink), dunkelgrünes Blattgemüse (Vitamin C plus Beta-Carotin), Nüsse und Samen (Vitamin E plus Zink plus Omega-3), Avocado (Vitamin E plus gesunde Fette) und Hülsenfrüchte (Niacin plus Zink) vertreten sein.

Auch die Gesamtkalorienzufuhr spielt eine Rolle. Restriktive Diäten — insbesondere extrem fettarme — können zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) führen, weil diese Vitamine Fett zur Aufnahme benötigen. Ironischerweise kann das Streben nach einer „gesunden" Ernährung mit minimalem Fettanteil selbst die Ursache für trockene, schlecht heilende Haut sein. Trockene Haut und Vitaminmangel sind eine häufige Folge von Modediäten, die ganze Lebensmittelgruppen streichen — sei es eine gemüsefreie Keto-Diät, Rohkost-Veganismus ohne Nahrungsergänzung oder ein langfristiges Kaloriendefizit.

Supplementierung — wann sie sinnvoll ist und wann nicht

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung, haben aber in bestimmten Situationen ihre Berechtigung. Vitamin D in den Wintermonaten (Oktober–März) wird von praktisch der gesamten dermatologischen Fachwelt empfohlen — in einer Dosis von 1.000–2.000 IE täglich. Omega-3 in einer Dosis von 1–2 g EPA+DHA täglich ist sinnvoll für jeden, der nicht mindestens zweimal pro Woche Fisch isst.

Bei anderen Vitaminen gilt: Zuerst herausfinden, was fehlt, dann gezielt ergänzen. Blindlings „Beauty-Multivitamine" zu nehmen ist bestenfalls überflüssig und schlimmstenfalls schädlich — beispielsweise ist ein Überschuss an Vitamin A toxisch und kann den Hautzustand paradoxerweise verschlechtern. Wenn trockene Haut wirklich einen Vitaminmangel signalisiert, erfordert das eine Diagnose, kein Rätselraten.

Und vergessen Sie die äußere Pflege nicht. Selbst bei perfekter Ernährung braucht die Haut Schutz von außen — Vitamin E, Ceramide und okklusiv wirkende Inhaltsstoffe, die den Feuchtigkeitsverlust verhindern. Die Kombination aus innerer und äußerer Pflege liefert Ergebnisse, die keiner der beiden Ansätze allein erreichen kann.

Gezielte Pflege für trockene Haut mit Vitamin E

Regenerierende Salbe mit Vitamin E AtopCare

Regenerierende Salbe mit Vitamin E AtopCare

€10

Anzeigen
Handcreme AtopCare

Handcreme AtopCare

€12,50

Anzeigen
Natürliche pflegende Körpercreme AtopCare 330 ml

Natürliche pflegende Körpercreme AtopCare 330 ml

€27,50

Anzeigen

Alle anzeigen →

Fazit — trockene Haut ist eine Botschaft Ihres Körpers

Trockene Haut und Vitaminmangel signalisieren nicht nur ein Problem — die Trockenheit geht direkt daraus hervor. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Ihre Haut ist ein Spiegel dessen, was in Ihrem Körper geschieht. Wenn ihr Vitamin E fehlt, verliert sie den Schutz gegen Oxidation. Wenn ihr Vitamin A fehlt, kann sie sich nicht richtig erneuern. Wenn ihr Omega-3 fehlt, wird ihre Barriere brüchig. Und wenn ihr Vitamin D oder Niacin fehlt, wird sie anfällig für Entzündungen.

Die Lösung ist nicht kompliziert, erfordert aber einen systematischen Ansatz. Eine abwechslungsreiche Ernährung, reich an gesunden Fetten, Gemüse, Fisch und Nüssen, deckt den Großteil des Bedarfs. Gezielte Vitamin-D-Supplementierung im Winter und Omega-3 für alle, die keinen Fisch essen, schließen die Lücken, die die Ernährung allein nicht bewältigen kann. Und topische Pflege mit hoher Vitamin-E-Konzentration — wie die Regenerierende Salbe AtopCare mit 5 % Vitamin E — schützt die Haut dort, wo äußere Einflüsse sie täglich schädigen. Ihre Haut sagt Ihnen, was sie braucht. Sie müssen nur zuhören.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Vitaminmangel verursacht trockene Haut?

Trockene Haut wird am häufigsten durch einen Mangel an Vitamin E (schützt die Lipidbarriere), Vitamin A (steuert die Zellerneuerung), Vitamin D (reguliert die Keratinozytendifferenzierung), Omega-3-Fettsäuren (erhalten die Flexibilität der Barriere) und Niacin/B3 (unterstützt die Ceramidproduktion) verursacht. Häufig handelt es sich um eine Kombination mehrerer Defizite gleichzeitig.

Kann eine Diät trockene Haut und Vitaminmangel verursachen?

Ja, in erheblichem Maße. Restriktive Diäten — insbesondere extrem fettarme, vegane ohne Supplementierung oder langfristige Kalorienrestriktion — gehören zu den häufigsten Ursachen subklinischer Vitaminmängel. Vitamine A, D, E und K benötigen Fett zur Aufnahme, sodass eine fettarme Ernährung zu ihrem Mangel führen kann, selbst wenn die Zufuhr auf den ersten Blick ausreichend erscheint.

Hilft Vitamin E in einer Salbe oder in Tabletten besser gegen trockene Haut?

Idealerweise beides, aber die topische Anwendung ist für die Haut selbst wirksamer. Vitamin E aus der Nahrung gelangt nur langsam und in begrenzter Menge in die Haut. Die topische Anwendung in einer Konzentration von 5 % steigert nachweislich die Hydratation und senkt den transepidermalen Wasserverlust. Wir empfehlen, eine ausgewogene Ernährung mit topischen Vitamin-E-Produkten zu kombinieren.

Welche Lebensmittel sind am besten für trockene Haut?

Am wichtigsten sind fetter Fisch (Lachs, Makrele — Omega-3 plus Vitamin D), Nüsse und Samen (Vitamin E plus Zink), Eier (Biotin plus Vitamin A), dunkelgrünes Blattgemüse (Vitamin C plus Beta-Carotin), Avocado (Vitamin E plus gesunde Fette) und Hülsenfrüchte (Niacin plus Zink). Wichtig ist auch eine ausreichende Aufnahme gesunder Fette für die Resorption fettlöslicher Vitamine.

Wann sollte ich mit trockener Haut zum Arzt gehen?

Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn die trockene Haut trotz richtiger Pflege länger als 4–6 Wochen anhält, von starkem Juckreiz, Rötung oder Rissen begleitet wird, sich Schuppen um Nase und Mund konzentrieren (mögliche seborrhoische Dermatitis) oder die Trockenheit plötzlich ohne erkennbare Ursache aufgetreten ist. Der Arzt kann Blutuntersuchungen auf Vitamin D, B12, Zink und Ferritin veranlassen.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

  • Thiele, J. J. et al. (1998) 'Depletion of human stratum corneum vitamin E: an early and sensitive in vivo marker of UV induced photo-oxidation', Journal of Investigative Dermatology, 110(5), S. 756–761.
  • Nachbar, F., Korting, H. C. (1995) 'The role of vitamin E in normal and damaged skin', Journal of Molecular Medicine, 73(1), S. 7–17.
  • Keen, M. A., Hassan, I. (2016) 'Vitamin E in dermatology', Indian Dermatology Online Journal, 7(4), S. 311–315.
  • Peroni, D. G. et al. (2013) 'Correlation between serum 25-hydroxyvitamin D levels and severity of atopic dermatitis in children', British Journal of Dermatology, 168(3), S. 617–624.
  • Gehring, W. (2004) 'Nicotinic acid/niacinamide and the skin', Journal of Cosmetic Dermatology, 3(2), S. 88–93.
  • Calder, P. C. (2017) 'Omega-3 fatty acids and inflammatory processes: from molecules to man', Biochemical Society Transactions, 45(5), S. 1105–1115.
  • Ogawa, Y. et al. (2018) 'Zinc and skin disorders', Nutrients, 10(2), S. 199.
  • Pullar, J. M. et al. (2017) 'The roles of vitamin C in skin health', Nutrients, 9(8), S. 866.