Trockene Haut im Winter: Warum sie schlimmer wird und wie Sie vorbeugen

Jedes Jahr dasselbe Spiel. Der November kommt, die Heizung geht an, und die Haut verwandelt sich in eine Wüstenlandschaft. Trockene Haut im Winter ist nicht nur ein unangenehmes Spannungsgefühl nach dem Duschen — es ist ein Signal, dass die Schutzbarriere Ihrer Haut den Kampf gegen die Umgebung zu verlieren beginnt. Das Gesicht schuppt, die Hände reißen, der ganze Körper juckt. Und Sie fragen sich, ob das Wetter schuld ist, die Heizung oder schlicht das Älterwerden. Die Wahrheit? Es ist eine Kombination von Faktoren, denen man vorbeugen kann — sobald Sie verstehen, was in Ihrer Haut tatsächlich passiert. Trockene Haut im Winter ist kein unabwendbares Schicksal. Sie ist die Folge konkreter Prozesse, die sich durch die richtige Pflege, geeignete Produkte und einige Änderungen im Alltag beeinflussen lassen. Und genau darum geht es in diesem Artikel.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Trockene Haut im Winter entsteht durch das Zusammenspiel von Frostluft, überheizten Innenräumen und heißem Duschen, die gemeinsam die Lipidbarriere schädigen und die Wasserverdunstung aus der Haut beschleunigen.
  • Heizungsluft drückt die Luftfeuchtigkeit unter 30 %, während die Haut mindestens 40–60 % braucht — diesen Unterschied spüren Sie als Spannung, Juckreiz und Schuppung.
  • Ceramide machen 50 % der Barrierelipide aus und ihr Verlust beschleunigt sich im Winter dramatisch — ohne sie kann die Haut schlicht keine Feuchtigkeit halten.
  • Vitamin E in 5%iger Konzentration schützt nachweislich Barrierelipide vor oxidativem Schaden und beschleunigt die Regeneration ausgetrockneter Haut.
  • Eine wirksame Winterroutine bedeutet nicht „mehr Creme", sondern das Schichten der Pflege von leichteren zu schwereren Produkten, Schutz vor Temperaturextremen und konsequente Regeneration über Nacht.

Warum trockene Haut im Winter schlimmer ist als im Sommer

Um zu verstehen, warum sich Ihre Haut im Winter anders verhält, müssen Sie wissen, was unter der Oberfläche tatsächlich passiert. Haut ist nicht nur eine passive Hülle — sie ist ein hochentwickeltes Organ, das aktiv Feuchtigkeit, Temperatur und Pathogenabwehr reguliert. Doch im Winter steht sie gleichzeitig von allen Seiten unter Beschuss. Und genau dieses Zusammentreffen äußerer Faktoren schafft die idealen Bedingungen für Austrocknung.

Wenn die Temperatur unter null sinkt, kann die Luft deutlich weniger Wasserdampf aufnehmen. Draußen ist die relative Luftfeuchtigkeit oft ordentlich (um 70–80 %), aber frostige Luft enthält absolut gesehen weit weniger Wasser. Sobald Sie diese Luft in der Wohnung auf 22 °C erwärmen, stürzt ihre relative Luftfeuchtigkeit auf gerade einmal 20–25 % ab. Das ist trockener als in der Sahara, wo die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit bei etwa 25 % liegt. Ihre Haut im Wohnzimmer muss also Wüstenbedingungen aushalten — stundenlang, monatelang am Stück.

Transepidermaler Wasserverlust — der unsichtbare Feind

Dermatologen verwenden den Begriff TEWL — transepidermaler Wasserverlust — um zu messen, wie schnell Wasser aus der Haut in die Umgebung verdunstet. Im Sommer, bei normaler Luftfeuchtigkeit, ist der TEWL relativ niedrig. Im Winter bestätigen Studien jedoch immer wieder, dass der TEWL um 10–30 % ansteigt, selbst bei Menschen mit ansonsten gesunder Haut. Eine im British Journal of Dermatology veröffentlichte Untersuchung (Denda et al., 2007) zeigte, dass bereits ein Absinken der Luftfeuchtigkeit unter 40 % eine Kaskade von Veränderungen in der Hautbarriere auslöst — die Haut beginnt schneller Wasser zu verlieren und langsamer ihre Lipidschicht wiederaufzubauen.

Was bedeutet das in der Praxis? Stellen Sie sich Ihre Haut wie eine Ziegelwand vor. Die Ziegel sind die Zellen (Korneozyten) und der Mörtel dazwischen sind Lipide — vor allem Ceramide, Cholesterin und Fettsäuren. Im Winter wird dieser „Mörtel" dünner und brüchig. Es entstehen mikroskopische Risse, durch die Feuchtigkeit entweicht. Und je mehr Feuchtigkeit entweicht, desto stärker wird die Barriere geschädigt — ein Teufelskreis, der ohne Eingreifen von außen kaum zu durchbrechen ist.

Heiße Dusche — angenehm, aber tückisch

Nach der Rückkehr aus der Kälte ist eine heiße Dusche verlockend. Doch genau das ist eine der schlechtesten Gewohnheiten bei trockener Haut im Winter. Wasser über 38 °C löst die natürlichen Hautlipide deutlich aggressiver als lauwarmes Wasser. Wenn Sie 15–20 Minuten lang heiß duschen, entfernen Sie praktisch den gesamten schützenden Lipidfilm. Die Haut trocknet danach drastisch aus — oft spüren Sie schon Minuten nach dem Abtrocknen das unangenehme Spannungsgefühl. Studien zeigen, dass eine Begrenzung der Wassertemperatur auf 35–37 °C und eine Duschzeit von 5–7 Minuten den winterlichen TEWL um bis zu 40 % senken kann.

Wind und Temperaturschocks

Winterwind wirkt wie ein natürliches Peeling — er reißt die dünne Talgschicht von der Hautoberfläche ab und legt die ungeschützte Haut darunter frei. Die empfindlichsten Partien — Gesicht, Lippen und Handrücken — sind dem voll ausgesetzt. Dazu kommen die ständigen Wechsel zwischen eisiger Kälte und überheizten Innenräumen. Die Blutgefäße in der Haut verengen sich bei Kälte (Vasokonstriktion) und weiten sich bei Wärme (Vasodilatation). Diese permanenten Schwankungen schwächen die Mikrozirkulation und verlangsamen die Nährstoffversorgung der Haut. Wenn Sie sich für eine umfassende Gesichtspflege im Winter interessieren, lesen Sie unseren Artikel wie man trockene Haut pflegt.

Was in Ihrer Haut passiert — Ceramide, Lipide und eine Barriere unter Beschuss

Trockene Haut im Winter ist nicht nur ein oberflächliches Problem. Die Veränderungen reichen tief in die Hautstruktur — genauer gesagt in die Schutzbarriere, die darüber entscheidet, ob die Haut Feuchtigkeit überhaupt halten kann.

Ceramide — 50 % Ihrer Hautverteidigung

Ceramide machen ungefähr die Hälfte aller Lipide im Stratum corneum (Hornschicht) aus. Sie sind komplexe Fette, die Hautzellen zusammenhalten und eine wasserundurchlässige Barriere bilden. Ohne genügend Ceramide verliert die Haut Wasser wie ein Sieb. Und genau im Winter verlangsamt sich ihre natürliche Produktion. Eine Studie im Journal of Investigative Dermatology (Rawlings & Harding, 2004) zeigte, dass die Ceramidkonzentration in der Haut in den Wintermonaten um 10–20 % gegenüber dem Sommer sinkt — und bei Menschen mit atopischer Haut ist dieser Rückgang noch stärker ausgeprägt.

Warum? Niedrige Temperaturen verlangsamen die Enzymaktivität in der Haut. Die Enzyme, die Ceramid-Vorstufen spalten (Sphingomyelinase, Beta-Glucocerebrosidase), arbeiten bei niedrigeren Temperaturen träger. Das Ergebnis: weniger Ceramide, schwächere Barriere, mehr Verdunstung, trockenere Haut. Wenn eine geschädigte Barriere ein dauerhaftes Problem darstellt, empfehlen wir unseren ausführlichen Artikel über extrem trockene Haut.

Oxidativer Stress und Vitamin E

Winterbedingungen verstärken den oxidativen Stress in der Haut. Die UV-Strahlung nimmt ab, doch die Kombination aus trockener Luft, Temperaturschwankungen und städtischem Feinstaub erzeugt freie Radikale, die Barrierelipide schädigen. Vitamin E (Tocopherol) ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans, das diese Lipide schützt. Es funktioniert als Schutzschild — es neutralisiert freie Radikale, bevor sie Ceramide und Fettsäuren in der Barriere beschädigen können.

Eine Studie von Lin et al. (2003) im Journal of the American Academy of Dermatology zeigte, dass die topische Anwendung von Vitamin E in ausreichender Konzentration den oxidativen Hautschaden verringerte und die Hydratation verbesserte. Genau deshalb ist die 5%ige Vitamin-E-Konzentration in AtopCare-Produkten so wirksam — herkömmliche Cremes enthalten 0,5–2 %, was für wintergeschädigte Haut oft nicht ausreicht. Die AtopCare Regenerierende Salbe gleicht dank dieser hohen Konzentration genau das aus, was die Haut im Winter verliert.

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Trockene Haut im Winter — Schichtpflege von morgens bis abends

Die meisten Menschen begegnen trockener Haut im Winter, indem sie eine reichhaltigere Creme kaufen und hoffen, dass das reicht. Das reicht nicht. Wirksame Winterpflege funktioniert nach dem Schichtprinzip — von leichteren zu schwereren Produkten, von Hydratation zu okklusivem Schutz. Jeder Schritt erfüllt eine andere Funktion, und erst ihre Kombination kann die Haut wirklich schützen.

Morgenroutine — Schutz vor dem Verlassen des Hauses

Morgens besteht das Ziel darin, einen Schutzschild aufzubauen, der den ganzen Tag hält. Beginnen Sie mit sanfter Reinigung — im Winter genügt oft ein Abspülen mit lauwarmem Wasser, höchstens Mizellenwasser. Über Nacht hat die Haut nicht genug Unreinheiten produziert, um eine aggressive Reinigung zu rechtfertigen. Auf die noch feuchte Haut tragen Sie sofort ein hydratisierendes Serum oder eine Essenz mit Hyaluronsäure auf — sie bindet bis zum Tausendfachen ihres Eigengewichts an Wasser und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Darüber kommt eine Creme mit Schutzfunktion. Im Winter suchen Sie nach Cremes mit Ceramiden, Niacinamid und natürlichen Ölen, die einen unsichtbaren Film bilden und die Verdunstung verhindern. Vergessen Sie den Handschutz nicht — tragen Sie die AtopCare Handcreme jedes Mal auf, bevor Sie in die Kälte gehen.

Tagsüber — Auffüllen und Schützen

Wenn Sie in einem Büro mit Zentralheizung arbeiten, rechnen Sie damit, dass die Luftfeuchtigkeit um Sie herum auf 20–25 % sinkt. Halten Sie eine Handcreme am Schreibtisch bereit und tragen Sie sie nach jedem Händewaschen auf — die ersten 60 Sekunden nach dem Abtrocknen sind das wichtigste Zeitfenster für die Aufnahme. Das Gesicht können Sie tagsüber mit einem Thermalwasser-Spray auffrischen — es ersetzt keine Creme, hilft aber, die oberen Hautschichten hydratisiert zu halten. Und vor allem: Trinken Sie genug. Dehydration des Körpers zeigt sich zuerst auf der Haut.

Abendritual — die Zeit der Regeneration

Die Nacht ist für die Haut eine Phase intensiver Erneuerung. Die Zellteilung beschleunigt sich, die Durchblutung der Dermis verstärkt sich, und die Aufnahme von Wirkstoffen wird effizienter. Deshalb ist die Abendpflege bei trockener Haut im Winter der wichtigste Schritt des gesamten Tages. Entfernen Sie Make-up mit einem sanften Öl oder Balsam — im Winter meiden Sie Schaumgels und Produkte mit Alkohol. Auf die gereinigte Haut tragen Sie ein Serum mit Wirkstoffen auf (Vitamin E, Ceramide, Niacinamid). Darüber eine reichhaltigere Creme oder Salbe, die eine okklusive Schicht bildet und die nächtliche Verdunstung verhindert.

Für extrem trockene Körperhaut probieren Sie die „Feuchtanwendung" — tragen Sie die AtopCare Körpercreme auf die noch leicht feuchte Haut unmittelbar nach dem Duschen auf. Die Oberflächenfeuchtigkeit wird so unter der Cremeschicht „eingeschlossen", und die Haut bleibt deutlich länger hydratisiert. Wenn Körpertrockenheit ein ganzjähriges Problem darstellt, lesen Sie unseren Artikel darüber, was bei extrem trockener Haut wirklich hilft.

Gewohnheiten, die winterliche Trockenheit verschlimmern

Viele Gewohnheiten, die Sie sich im Winter aneignen, schädigen die Haut paradoxerweise mehr als die Kälte selbst. Hier sind die häufigsten — und ihre Lösungen.

Heiße Bäder und langes Duschen. Ja, nach der Rückkehr aus der Kälte sind sie unwiderstehlich. Doch Wasser über 38 °C löst Barrierelipide auf, und ein 20-minütiges Bad kann zerstören, was die Haut den ganzen Tag über aufgebaut hat. Lösung: maximal 37 °C, maximal 7 Minuten, und den gesamten Körper sofort nach dem Abtrocknen eincremen.

Alkoholhaltige Tonics und Reinigungsgels. Im Winter ist die Haut verletzlicher, und Produkte, die sie im Sommer toleriert, können anfangen, Reizungen auszulösen. Vergällter Alkohol (INCI: Alcohol Denat.) trocknet die Haut selbst in Spuren aus. SLS (Natriumlaurylsulfat) in Reinigungsgels entfernt aggressiv Lipide. Steigen Sie im Winter auf nicht schäumende, sanfte Produkte mit neutralem pH-Wert um.

Schuppen abkratzen. Wenn sich die Haut schuppt, Hand aufs Herz — wer hat nicht schon versucht, die losen Hautstückchen abzuziehen? Doch durch mechanisches Abreißen legen Sie unreife Zellen frei, deren Barriere noch nicht vollständig ausgebildet ist. Das Ergebnis: noch mehr Trockenheit, Rötung und Reizung. Wenn Sie Schuppen entfernen möchten, verwenden Sie ein sanftes Enzympeeling höchstens einmal alle 10 bis 14 Tage.

Unzureichende Flüssigkeitszufuhr. Im Winter ist das natürliche Durstgefühl schwächer, aber der Körper braucht genauso viel Wasser wie im Sommer. Dehydration zeigt sich auf der Haut als matter, müde wirkender Teint ohne Spannkraft. Mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sollten der Winterstandard sein.

Vitamin E — Warum es im Winter unersetzlich ist

Über Vitamin E wird meist im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln gesprochen. Für trockene Haut im Winter ist jedoch die topische Anwendung — also das direkte Auftragen auf die Haut — weitaus wichtiger. Warum? Weil Vitamin E, das Sie über die Nahrung aufnehmen, die Haut langsam und in begrenzter Menge erreicht. Das meiste verbrauchen die inneren Organe. Die Haut, die an der Peripherie des Körpers liegt, bekommt das, was übrig bleibt.

Bei topischer Anwendung wird Vitamin E direkt dort aufgenommen, wo die Haut es braucht — in der Lipidmatrix des Stratum corneum. Dort erfüllt es zwei Funktionen: Es schützt Ceramide und Fettsäuren vor Oxidation (Antioxidans) und unterstützt gleichzeitig die Barriereregeneration (Heileffekt). Eine Studie von Thiele et al. (2001) im Journal of Investigative Dermatology zeigte, dass sich die Vitamin-E-Reserven in der Haut im Winter aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses schneller erschöpfen — und dass eine topische Ergänzung dieses Defizit wirksam ausgleicht.

Dabei kommt es auf die Konzentration an. Die meisten Kosmetikprodukte enthalten Vitamin E in 0,5–2 % — das reicht zur Vorbeugung, nicht aber zur Rettung einer bereits geschädigten Winterhaut. Die 5%ige Konzentration in AtopCare-Produkten überschreitet nachweislich die Schwelle, ab der Vitamin E zu einem aktiven Wirkstoff wird, der die Barriere wiederherstellen kann. Mehr darüber, wie Vitamin E die Haut beeinflusst, erfahren Sie in unserem Artikel über Vitamin E für die Haut.

Ein Luftbefeuchter — eine Investition, die sich lohnt

Wenn Sie jeden Winter mit trockener Haut kämpfen, werfen Sie einen Blick auf die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung. Menschliche Haut braucht eine relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 40 % — idealerweise 50–60 %. In beheizten Wohnungen messen Sie im Winter jedoch routinemäßig nur 20–30 %. Dieses chronische Feuchtigkeitsdefizit ist oft ein größeres Problem als der Frost draußen.

Ein hochwertiger Ultraschall- oder Verdunstungsbefeuchter kann die Schlafzimmerluftfeuchtigkeit bei 45–55 % halten, was den TEWL nachweislich senkt und die nächtliche Hautaustrocknung verlangsamt. Eine Studie aus den Archives of Dermatological Research (Egawa et al., 2002) bestätigte, dass die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit von 30 % auf 50 % die Hydratation des Stratum corneum innerhalb von nur zwei Wochen um 25–30 % verbesserte. Es handelt sich also um eine der wirksamsten „passiven" Methoden, trockene Haut im Winter zu lindern — ohne etwas auf die Haut auftragen zu müssen.

Ernährung für die Haut im Winter

Trockene Haut im Winter hat nicht nur äußere, sondern auch innere Ursachen. Was Sie essen, beeinflusst direkt die Qualität der Hautbarriere und die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu halten. Konzentrieren Sie sich in Ihrem Winterernährungsplan auf drei Nährstoffgruppen.

Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Sardinen, Chiasamen, Walnüsse) sind Baumaterial für Barrierelipide. Eine Studie im American Journal of Clinical Nutrition (Pilkington et al., 2011) zeigte, dass eine 12-wöchige Supplementierung mit Omega-3 den TEWL um 10–15 % senkte und die Hautfeuchtigkeit erhöhte. Vitamin E in der Nahrung (Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Avocado) ergänzt den antioxidativen Schutz von innen. Und Beta-Carotin (Möhren, Süßkartoffeln, Spinat, Kürbis) wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, das die Zellerneuerung in der Haut unterstützt.

Meiden Sie dagegen übermäßigen Alkohol- und Koffeinkonsum — beide wirken harntreibend und tragen zur Dehydration bei. Im Winter ist es besser, einen Teil des Kaffees durch Kräutertees zu ersetzen und auf eine regelmäßige Wasserzufuhr zu achten, selbst wenn das Durstgefühl schwächer ist als im Sommer.

Pflege für bestimmte Partien — Gesicht, Hände, Lippen, Füße

Trockene Haut im Winter betrifft nicht den gesamten Körper gleichermaßen. Einige Partien leiden weit stärker — und jede erfordert einen etwas anderen Ansatz.

Das Gesicht — die exponierteste Partie

Das Gesicht wird im Winter am stärksten beansprucht, weil es dauerhaft Frost und Wind ausgesetzt ist. Gesichtshaut ist zudem dünner als Körperhaut und empfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen. Im Winter wechseln Sie von Gel-Texturen zu Cremes, von leichten Feuchtigkeitslotionen zu reichhaltigeren Formulierungen mit natürlichen Ölen und Ceramiden. Die Nachtcreme sollte deutlich nährstoffreicher sein als die Tagescreme. Wenn Gesichtstrockenheit ein ganzjähriges Problem darstellt, lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber darüber, was bei extrem trockener Haut wirklich hilft.

Die Hände — am stärksten beansprucht

Sie waschen Ihre Hände Dutzende Male am Tag, setzen sie Reinigungsmitteln, Frost und trockener Luft aus. Sie haben weniger Talgdrüsen als das Gesicht. Das Ergebnis? Die Hände reißen zuerst. Tragen Sie draußen immer Handschuhe, verwenden Sie beim Putzen Gummihandschuhe und cremen Sie sich nach jedem Händewaschen sofort ein. Mehr über die Handpflege erfahren Sie in unserem Artikel über rissige Haut an den Händen.

Die Lippen — ohne eigenen Schutz

Lippen haben keine Talgdrüsen, produzieren kein Sebum und verfügen über ein extrem dünnes Stratum corneum. Sie trocknen daher als Erste und am intensivsten aus. Im Winter ist die Verwendung eines Lippenbalsams mit Wachsen (Bienenwachs, Carnaubawachs) und natürlichen Ölen absolut unverzichtbar — nicht mit Mineralöl, das zwar einen Film bildet, die Lippenhaut aber nicht nährt. Und vor allem: Hören Sie auf, sich die Lippen zu lecken. Speichel enthält Verdauungsenzyme, die die empfindliche Lippenhaut aktiv schädigen.

Füße und Fersen

Füße leiden im Winter unter der Kombination von geschlossenem Schuhwerk, synthetischen Socken und mangelnder Pflege. Die Fersen reißen, die Fußsohlen schuppen sich. Die Lösung ist regelmäßiges Eincremen mit einer pflegenden Salbe — idealerweise abends, mit Baumwollsocken darüber über Nacht. Einmal pro Woche entfernt ein sanftes Fußpeeling abgestorbene Zellen und verbessert die Aufnahme der Pflegeprodukte.

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Fazit — Trockene Haut im Winter lässt sich in den Griff bekommen

Trockene Haut im Winter ist kein unabwendbarer Tribut an die kalten Monate. Sie ist das Ergebnis konkreter Prozesse — Ceramidverlust, erhöhter TEWL, oxidativer Stress und ungünstige Gewohnheiten —, die sich alle beeinflussen lassen. Sie brauchen weder Dutzende von Produkten noch aufwändige Rituale. Sie müssen verstehen, was Ihrer Haut im Winter fehlt, und es gezielt zuführen.

Schichtpflege von morgens bis abends, ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer, kürzere lauwarme Duschen, konsequenter Schutz exponierter Partien und Produkte mit ausreichender Konzentration an Wirkstoffen — das ist die Formel, die funktioniert. Ihre Haut ist ein hochentwickeltes Organ, das sich regenerieren kann, wenn Sie ihm die richtigen Bedingungen geben. Beginnen Sie noch heute — denn jeder Tag ohne Schutz ist ein Tag, an dem die Barriere schwächer wird.

Häufig gestellte Fragen

Warum habe ich nur im Winter trockene Haut und nicht im Sommer?

Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen durch die Heizung unter 30 %. Frostige Außenluft enthält absolut gesehen weit weniger Wasserdampf. Dazu kommen heiße Duschen und Temperaturschocks beim Wechsel zwischen Kälte und Wärme. Zusammen erhöhen diese Faktoren den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) um 10–30 % und verlangsamen die Ceramidproduktion — die wichtigsten Lipide der Hautbarriere.

Wie schnell lässt sich trockene Haut im Winter verbessern?

Bei konsequenter Pflege (Schichtprodukte, Luftbefeuchter, kürzere lauwarme Duschen) spüren Sie bereits nach 3 bis 5 Tagen eine Verbesserung. Die vollständige Wiederherstellung der Hautbarriere dauert allerdings 2 bis 4 Wochen — so lange brauchen Ceramide, um sich auf ein normales Niveau zu regenerieren. Geduld und vor allem Konsequenz sind dabei am wichtigsten.

Hilft Kokosöl bei trockener Haut im Winter?

Kokosöl ist ein gutes Okklusivum — es bildet einen Film auf der Haut, der die Wasserverdunstung verlangsamt. Es enthält außerdem Monolaurin mit antimikrobiellen Eigenschaften. Allein reicht es jedoch nicht aus, da es weder Ceramide noch Antioxidantien liefert. Am besten wirkt es in Kombination mit Produkten, die Vitamin E und Ceramide enthalten — als Teil eines abendlichen Regenerationsrituals.

Ist es im Winter besser, Creme oder Salbe zu verwenden?

Das kommt auf die Situation an. Tagsüber ist Creme besser geeignet — leichtere Textur, schnelles Einziehen, verträglich mit Make-up. Nachts ist Salbe überlegen — schwerer, nährstoffreicher und sie bildet eine stärkere okklusive Schicht, die die nächtliche Verdunstung verhindert. Bei extrem trockener Haut kombinieren Sie beides: morgens Creme, abends Salbe. An Händen und Fersen tragen Sie nach dem Auftragen der Salbe Baumwollhandschuhe oder -socken.

Kann trockene Haut im Winter auf ein Gesundheitsproblem hindeuten?

Ja. Wenn die Trockenheit trotz richtiger Pflege bestehen bleibt und nicht auf Befeuchtung und nährende Produkte anspricht, kann es ein Symptom für atopisches Ekzem, Psoriasis, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) oder Diabetes sein. Suchen Sie einen Dermatologen auf, wenn sich die Haut stark schuppt, bis zum Bluten reißt, intensiv juckt oder wenn die Probleme auch in den wärmeren Monaten anhalten.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

  • Denda, M. et al. (2007) 'Low humidity stimulates epidermal DNA synthesis and amplifies the hyperproliferative response to barrier disruption', British Journal of Dermatology, 138(5), S. 830–835.
  • Rawlings, A. V. & Harding, C. R. (2004) 'Moisturization and skin barrier function', Dermatologic Therapy, 17(Suppl 1), S. 43–48.
  • Lin, J. Y. et al. (2003) 'UV photoprotection by combination topical antioxidants vitamin C and vitamin E', Journal of the American Academy of Dermatology, 48(6), S. 866–874.
  • Thiele, J. J. et al. (2001) 'In vivo exposure to ozone depletes vitamins C and E and induces lipid peroxidation in epidermal layers of murine skin', Free Radical Biology and Medicine, 30(1), S. 108–118.
  • Egawa, M. et al. (2002) 'Effect of exposure of skin to a dry environment', Skin Research and Technology, 8(4), S. 212–218.
  • Pilkington, S. M. et al. (2011) 'Omega-3 polyunsaturated fatty acids: photoprotective macronutrients', Experimental Dermatology, 20(7), S. 537–543.