Atopisches Ekzem und Ernährung: Was Sie essen sollten und was besser nicht

Ein atopisches Ekzem, oft auch als Neurodermitis bezeichnet, kann den Alltag der Betroffenen massiv einschränken und zu einer enormen körperlichen sowie psychischen Belastung werden. Rötungen, schuppige Stellen und ein quälender Juckreiz, der einen nachts nicht schlafen lässt, gehören für viele zum täglichen Kampf. Meist greifen wir zuerst zu Cremes und Salben, um die Symptome von außen zu lindern. Doch das, was Sie jeden Tag auf Ihrem Teller haben, kann den Verlauf dieser chronischen Hauterkrankung weitaus stärker beeinflussen, als Sie vielleicht vermuten. Die Haut ist ein Spiegel unseres Darms und unseres inneren Gleichgewichts. Jeder Mensch reagiert zwar auf unterschiedliche Auslöser, doch es gibt universelle Prinzipien, die fast immer helfen: bekannte Allergene meiden und den Körper stattdessen mit hochwertigen Proteinen, gesunden Fetten, Ballaststoffen und einer geballten Ladung an Vitaminen versorgen. Eine gezielte Ernährung bei atopischem Ekzem kann den Unterschied zwischen ständigen Schüben und einer ruhigen, entspannten Haut ausmachen. Lassen Sie uns gemeinsam genau betrachten, welche Lebensmittel Sie bei einem Ekzem besser meiden sollten, welche auf den Speiseplan gehören und wie Sie Ihren Körper von innen heraus optimal unterstützen können.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Meiden Sie problematische Allergene konsequent, denn Lebensmittel wie Kuhmilch, Eier, Nüsse und Soja können entzündliche Schübe bei einem Ekzem massiv verschlimmern.
  • Integrieren Sie entzündungshemmende Lebensmittel, indem Sie vermehrt auf fettreichen Fisch, hochwertige pflanzliche Öle und antioxidantienreiches Gemüse setzen.
  • Reduzieren Sie Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel, da diese im Körper stille Entzündungen befeuern und das Hautbild nachweislich verschlechtern können.
  • Stärken Sie Ihre Darmflora mit Probiotika, denn fermentierte Lebensmittel unterstützen die Gesundheit des Darms, was sich direkt positiv auf Ihre Hautbarriere auswirkt.
  • Pflegen Sie Ihre Haut auch von außen intensiv, indem Sie auf beruhigende, natürliche Pflegeprodukte ohne reizende Zusatzstoffe setzen, um die Feuchtigkeit in der Haut zu binden.

Warum die Ernährung bei atopischem Ekzem so entscheidend ist

Wenn wir über Hautprobleme sprechen, denken die meisten Menschen sofort an Lotionen, Duschgele oder medizinische Salben. Doch die Haut ist unser größtes Organ und wird von innen heraus genährt. Was wir essen, wird in seine kleinsten Bestandteile zerlegt und über die Blutbahn in jede einzelne Zelle unseres Körpers transportiert – auch in die Hautzellen. Eine bewusste Ernährung bei atopischem Ekzem setzt genau hier an. Sie zielt darauf ab, dem Körper die Bausteine zu liefern, die er für eine intakte Hautbarriere benötigt, und gleichzeitig jene Stoffe wegzulassen, die das ohnehin schon überaktive Immunsystem weiter reizen. Bei Menschen mit atopischem Ekzem liegt oft eine genetische Veranlagung vor, aufgrund derer die Hautbarriere gestört ist. Die Haut verliert schneller Feuchtigkeit und ist durchlässiger für Reize von außen. Gleichzeitig reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Substanzen. Wenn nun über die Nahrung entzündungsfördernde Stoffe oder schwer verdauliche Allergene in den Körper gelangen, schlägt das Immunsystem Alarm. Es schüttet Entzündungsbotenstoffe aus, die über das Blut in die Haut gelangen und dort Rötungen, Schwellungen und Juckreiz auslösen. Die Grundlage einer erfolgreichen Ernährung bei atopischem Ekzem besteht also darin, diese systemischen Entzündungen zu reduzieren. Es geht nicht um eine kurzfristige Diät, sondern um eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten. Wer versteht, wie bestimmte Nahrungsmittel im Körper wirken, gewinnt ein großes Stück Kontrolle über seine Hautgesundheit zurück. Es ist ein ermutigender Gedanke: Sie sind Ihren Schüben nicht hilflos ausgeliefert, sondern können mit Messer und Gabel aktiv gegensteuern.

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten verstehen

Um die eigene Ernährung optimal anzupassen, ist es wesentlich, den Unterschied zwischen echten Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelintoleranzen (Unverträglichkeiten) zu kennen. Beide können das Hautbild verschlechtern, aber sie funktionieren auf völlig unterschiedliche Weise. Bei Menschen mit Neurodermitis spielen beide Phänomene eine zentrale Rolle. Eine echte Nahrungsmittelallergie ist eine sofortige, oft heftige Reaktion des Immunsystems. Wenn Sie beispielsweise allergisch auf Erdnüsse oder Kuhmilch reagieren, bildet Ihr Körper spezifische IgE-Antikörper. Sobald Sie das Lebensmittel verzehren, schüttet der Körper massiv Histamin aus. Die Folge: Innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden beginnt die Haut stark zu jucken, rötet sich und es können sich Quaddeln bilden. In solchen Fällen ist der völlige Verzicht auf das Allergen unumgänglich. Eine Nahrungsmittelintoleranz hingegen ist oft tückischer, weil sie zeitverzögert auftritt. Hierbei ist nicht das Immunsystem der Hauptakteur; vielmehr führt oft ein Mangel an bestimmten Enzymen im Darm dazu, dass bestimmte Nahrungsbestandteile nicht richtig abgebaut werden können. Ein klassisches Beispiel ist die Laktoseintoleranz oder die Sensitivität gegenüber Gluten. Die unverdauten Bestandteile reizen die Darmschleimhaut, was zu Blähungen, Bauchschmerzen und einer erhöhten Durchlässigkeit des Darms (dem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom) führen kann. Durch diese durchlässige Darmwand gelangen Stoffe in den Blutkreislauf, die dort nicht hingehören. Der Körper reagiert mit einer schleichenden, systemischen Entzündung, die sich Tage später als Ekzemschub auf der Haut äußern kann. Da die Haut in dieser Zeit besonders empfindlich ist, sollten Sie sie nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln belasten. Es ist ratsam, milde Produkte zu verwenden. Wenn Sie sich unsicher sind, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber Wie reinigt man die Haut richtig, um Ihre Hautschutzbarriere bei der täglichen Hygiene nicht weiter zu schwächen.

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Welche Lebensmittel Sie bei Ekzemen meiden sollten

Ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung bei atopischem Ekzem ist das konsequente Weglassen von Lebensmitteln, die als typische Auslöser bekannt sind. Es geht nicht darum, sich für immer einzuschränken, sondern dem Körper eine Pause zu gönnen, damit die Entzündungen abklingen können. Die problematischen Lebensmittel lassen sich grob in verschiedene Kategorien einteilen. Die erste große Gruppe sind die klassischen Allergenträger. Ganz oben auf der Liste steht Kuhmilch. Es ist oft nicht nur der Milchzucker (Laktose), der Probleme bereitet, sondern vor allem die Milcheiweiße wie Kasein und Molkenprotein. Diese Proteine sind schwer verdaulich und stehen im Verdacht, entzündliche Prozesse im Körper zu fördern. Auch Hühnereier, insbesondere das Eiklar, gehören zu den häufigsten Auslösern bei Kindern und Erwachsenen. Soja, Weizen (und das darin enthaltene Gluten), Erdnüsse sowie Baumnüsse (wie Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln) besitzen ebenfalls ein hohes allergenes Potenzial. Es ist enorm wichtig, nicht nur die offensichtlichen Produkte zu meiden, sondern auch das Kleingedruckte auf Verpackungen zu lesen. Versteckte Allergene in Backwaren, Saucen, Desserts oder Fertiggerichten sind eine häufige Falle. Die zweite Gruppe umfasst Lebensmittel, die im Körper aktiv Entzündungen befeuern. Hierzu zählen in erster Linie industriell stark verarbeitete Nahrungsmittel. Fast Food, Fertigpizzen, Tütensuppen und abgepackte Snacks stecken voller raffinierter Kohlenhydrate, ungesunder Transfette, enormer Mengen an Salz und einer langen Liste an chemischen Zusatzstoffen. Diese Kombination ist pures Gift für eine ohnehin schon gestresste Haut. Vor allem der hohe Konsum von raffiniertem Zucker führt zu einem rapiden Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dies provoziert eine hohe Insulinausschüttung, was wiederum die Talgproduktion und entzündliche Reaktionen in der Haut ankurbelt. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie bestimmte Nährstoffe die Talgproduktion beeinflussen, lesen Sie unseren Beitrag Wie pflegt man fettige Haut. Auch Alkohol, extrem scharf gewürzte Speisen und künstliche Farb-, Konservierungs- und Aromastoffe (wie Natriumbenzoat, Sulfite oder Tartrazin) sollten bei einer konsequenten Ernährung bei atopischem Ekzem stark reduziert oder ganz gestrichen werden. Sie belasten die Leber als unser wichtigstes Entgiftungsorgan und zwingen den Körper, Giftstoffe vermehrt über die Haut auszuscheiden, was den Juckreiz unweigerlich verstärkt.

Histamin: Der unsichtbare Auslöser für Juckreiz

Ein oft unterschätzter Faktor in der Ernährung bei atopischem Ekzem ist das Thema Histamin. Histamin ist ein körpereigener Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen ausgeschüttet wird und für Rötungen, Schwellungen und den quälenden Juckreiz verantwortlich ist. Was viele jedoch nicht wissen: Histamin ist auch in zahlreichen Lebensmitteln enthalten oder wird durch bestimmte Lebensmittel im Körper freigesetzt (sogenannte Histaminliberatoren). Wenn der Körper das Enzym Diaminoxidase (DAO), das für den Abbau von Histamin im Darm zuständig ist, nicht in ausreichender Menge produziert, staut sich das Histamin im Körper an. Sie können sich das wie ein Fass vorstellen: Solange es nicht voll ist, merken Sie nichts. Doch wenn Sie histaminreiche Lebensmittel essen, läuft das Fass über, und die Haut reagiert mit einem heftigen Ekzemschub. Zu den stark histaminhaltigen oder histaminfreisetzenden Lebensmitteln gehören lange gereifte Käsesorten (wie Parmesan, Camembert), geräucherte Wurstwaren, Salami, Rotwein, Schokolade und Kakao, Tomaten, Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Spinat und Meeresfrüchte. Besonders bei Schokolade und Rotwein bemerken viele Atopiker eine fast unmittelbare Verschlechterung ihres Hautzustandes. Wenn Sie an den Händen besonders stark unter juckenden Bläschen leiden, die durch solche Schübe ausgelöst werden, kann eine reichhaltige Pflege wie die natürliche nährende Handcreme AtopCare helfen, die rissige Hautbarriere an den Händen schnell wieder zu schließen und geschmeidig zu machen. Wer seine Ernährung bei atopischem Ekzem anpasst, sollte daher testweise für einige Wochen auf histaminreiche Lebensmittel verzichten, um zu beobachten, ob der Juckreiz dadurch signifikant nachlässt.

Diese Lebensmittel lindern Entzündungen und nähren die Haut

Nachdem wir geklärt haben, was besser vom Teller verschwinden sollte, stellt sich die erfreuliche Frage: Was dürfen und sollen Sie essen? Bei der Zusammenstellung Ihres Speiseplans spielt die gezielte Ernährung bei atopischem Ekzem eine zentrale Rolle, um dem Körper entzündungshemmende Bausteine zu liefern. Das Ziel ist es, die Haut von innen heraus zu beruhigen, die Zellregeneration zu fördern und das Gewebe geschmeidig zu halten. Ganz oben auf der Liste der besonders wirksamen Lebensmittel für Neurodermitiker stehen Omega-3-Fettsäuren. Diese gesunden Fette sind kraftvolle Verbündete gegen Entzündungen. Sie konkurrieren im Körper direkt mit den entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren (die oft massenhaft in Schweinefleisch und billigen Pflanzenölen stecken) und dämmen Entzündungsprozesse effektiv ein. Essen Sie daher mindestens zweimal pro Woche fetten Kaltwasserfisch wie Wildlachs, Makrele, Hering oder Sardinen. Wenn Sie keinen Fisch mögen oder sich pflanzlich ernähren, sind hochwertige, kaltgepresste Öle wie Leinöl, Hanföl oder Walnussöl hervorragende Alternativen. Auch Chiasamen und frisch geschrotete Leinsamen sind fantastische Omega-3-Lieferanten. Ebenso wichtig sind Antioxidantien. Sie fangen freie Radikale ab, die durch Stress, Umweltgifte und Entzündungen im Körper entstehen und die Hautzellen schädigen. Greifen Sie hier bei Gemüse und Obst (sofern verträglich) beherzt zu. Dunkle Beeren wie Heidelbeeren, Brombeeren und Himbeeren sind wahre Antioxidantien-Bomben. Beim Gemüse sind Brokkoli, Süßkartoffeln, Karotten, Rote Bete und frischer Spinat (Achtung bei Histaminintoleranz) hervorragende Nährstoffquellen. Sie liefern zudem wichtiges Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und Vitamin C, die essenziell für den Aufbau von Kollagen und die Wundheilung sind. Apropos Kollagen: Eine starke Hautstruktur ist widerstandsfähiger gegen Risse und Trockenheit. Erfahren Sie mehr darüber in unserem Artikel Das beste Kollagen für Haut und Haare. Anstelle von glutenhaltigem Weizen sollten Sie auf glutenfreie oder glutenarme Pseudogetreide und Urgetreidearten umsteigen. Quinoa, Buchweizen, Hirse, Amaranth und Naturreis liefern komplexe Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel stabil halten, und sind reich an wichtigen B-Vitaminen und Zink. Zink ist ein entscheidendes Spurenelement für die Hautgesundheit, da es entzündungshemmend wirkt und die Zellteilung unterstützt. Auch mageres, qualitativ hochwertiges Fleisch wie Huhn, Pute oder Kaninchen liefert wertvolle Proteine, ohne den Körper mit ungünstigen Fetten zu belasten.

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Die Rolle von Probiotika für eine gesunde Hautbarriere

Es klingt vielleicht verblüffend, aber der Zustand Ihrer Haut wird zu einem sehr großen Teil in Ihrem Darm bestimmt. Ein zentraler Aspekt in der Ernährung bei atopischem Ekzem ist daher die Pflege des Mikrobioms – also der Gesamtheit aller nützlichen Bakterien, die in unserem Verdauungstrakt leben. Wenn diese Bakterienflora aus dem Gleichgewicht gerät (Dysbiose), etwa durch eine zuckerreiche Ernährung, Stress oder Antibiotika-Einnahme, können sich schädliche Bakterien und Pilze vermehren. Dies schwächt die Darmschleimhaut und feuert Entzündungen an, die sich prompt auf der Haut zeigen. Probiotische Lebensmittel enthalten lebende Mikroorganismen, die unser Darmmikrobiom bereichern und unterstützen. Sie helfen dabei, die Darmschleimhaut abzudichten, und trainieren unser Immunsystem, damit es weniger überempfindlich reagiert. Zu den besten natürlichen Probiotika zählen fermentierte Lebensmittel. Sauerkraut (unpasteurisiert!), Kimchi, traditionell hergestellter Kefir, Naturjoghurt (falls Milchprodukte vertragen werden, ansonsten Kokos- oder Mandeljoghurt mit Kulturen), Kombucha und fermentiertes Soja wie Tempeh oder Miso sollten regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen. Diese nützlichen Bakterien produzieren im Darm kurzkettige Fettsäuren, die nachweislich systemische Entzündungen senken und die Hautgesundheit verbessern. Um die Hautbarriere parallel auch von außen optimal zu stärken und mit Lipiden zu versorgen, empfehlen wir die tägliche Anwendung der natürlichen pflegenden Körpercreme AtopCare 330 ml. Sie zieht tief ein und hinterlässt einen schützenden Film, der den Feuchtigkeitsverlust stoppt.

Wie Sie ein Ernährungstagebuch führen und Ihre Ernährung bei atopischem Ekzem individuell anpassen

Theorie ist gut, aber wie finden Sie nun heraus, was genau *Ihre* persönlichen Auslöser sind? Jeder Körper ist einzigartig. Was dem einen guttut, kann beim anderen den nächsten Schub auslösen. Das wirksamste Werkzeug, um Ihre Ernährung bei atopischem Ekzem zu optimieren, ist ein detailliertes Ernährungstagebuch in Kombination mit einer Eliminationsdiät. Beginnen Sie damit, für mindestens vier Wochen auf die typischsten Auslöser (Kuhmilch, Gluten, Eier, Soja, raffinierter Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel) komplett zu verzichten. In dieser Phase sollte sich Ihr Hautbild im Idealfall merklich beruhigen. Notieren Sie in dieser Zeit jeden Tag akribisch, was Sie gegessen und getrunken haben. Aber nicht nur das: Dokumentieren Sie auch die genaue Uhrzeit, wie stark der Juckreiz war, ob die Haut gerötet oder trocken war, sowie weiche Faktoren wie Ihren Stresspegel oder die Qualität Ihres Schlafes. Oft reagiert die Haut nicht sofort, sondern erst mit einer Verzögerung von 24 bis 48 Stunden auf ein Nahrungsmittel. Durch das strukturierte Aufschreiben erkennen Sie Muster, die Ihnen sonst im Alltagstrubel entgangen wären. Nach der vierwöchigen Karenzzeit beginnen Sie mit der Wiedereinführung. Nehmen Sie *ein* weggelassenes Lebensmittel (z. B. ein Stück Käse oder eine Scheibe Weizenbrot) wieder in den Speiseplan auf und essen Sie es an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Beobachten Sie Ihre Haut genau. Wenn keine Verschlechterung eintritt, können Sie dieses Lebensmittel als sicher einstufen und dauerhaft wieder integrieren. Kommt es jedoch zu einem Schub, haben Sie einen Ihrer persönlichen Auslöser identifiziert. Wenn Sie sich unsicher fühlen, ist es absolut empfehlenswert, diese Phase von einem zertifizierten Ernährungsberater begleiten zu lassen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Ernährung bei atopischem Ekzem ausgewogen bleibt und keine Nährstoffmängel entstehen.

Ganzheitliche Pflege: Stress, Schlaf und die richtige Hautroutine

Neben der Ernährung bei atopischem Ekzem ist auch Ihr allgemeiner Lebensstil von enormer Bedeutung. Sie können sich noch so perfekt ernähren – wenn Sie permanent unter Strom stehen, wird Ihre Haut nicht zur Ruhe kommen. Stress ist einer der größten Feinde bei Neurodermitis. In Stresssituationen schüttet der Körper große Mengen des Hormons Cortisol aus. Ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel unterdrückt zwar kurzfristig das Immunsystem, führt aber langfristig zu einer massiven Verschlechterung der Hautbarriere und fördert Entzündungen. Finden Sie Wege, um aktiv zu entspannen, sei es durch Yoga, tiefe Atemübungen, Meditation oder einfach regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft. Ein weiterer grundlegender Pfeiler ist ausreichender und tiefer Schlaf. Im Schlaf laufen die Reparaturmechanismen unseres Körpers auf Hochtouren. Die Hautzellen regenerieren sich, Schäden werden repariert und Entzündungen abgebaut. Wer chronisch zu wenig schläft, beraubt seinen Körper dieser essenziellen Heilungsphase. Achten Sie auf eine kühle Schlafumgebung und Bettwäsche aus natürlichen, atmungsaktiven Materialien, um nächtliches Schwitzen und den damit verbundenen Juckreiz zu minimieren. Vergessen Sie zudem nicht, ausreichend zu trinken. Hydratation beginnt im Inneren. Anderthalb bis zwei Liter stilles Wasser oder ungesüßte Kräutertees pro Tag helfen den Nieren, Giftstoffe auszuspülen, und polstern die Haut von innen auf. Nach dem Duschen oder Baden – das Wasser sollte niemals zu heiß sein, um die Haut nicht zusätzlich zu entfetten – ist das sofortige Eincremen Pflicht. Die Haut ist in diesem Moment besonders aufnahmefähig. Ein hochwertiges Öl wie das natürliche Pflege-Körperöl AtopCare 200 ml schließt die Feuchtigkeit in der Haut ein und versorgt sie mit wertvollen Lipiden aus Mandel-, Hafer- und Hanföl. Weitere wertvolle Tipps zur täglichen Pflegeroutine finden Sie in unserem umfassenden Ratgeber Wie pflegt man trockene Haut. Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine konsequente Anpassung Ihrer Ernährung bei atopischem Ekzem erfordert anfangs etwas Disziplin und Geduld. Doch die Mühe lohnt sich. Indem Sie entzündungsfördernde Lebensmittel meiden, Ihren Darm stärken und Ihre Haut von innen wie von außen mit besten Nährstoffen versorgen, legen Sie den Grundstein für ein beschwerdefreieres Leben. Wir von nanoSPACE beschäftigen uns seit 2012 intensiv mit Themen rund um Allergien und Wohlbefinden und wissen: Jeder Schritt in Richtung einer bewussteren Lebensweise ist ein Schritt zu mehr Lebensqualität. Hören Sie auf Ihren Körper – er zeigt Ihnen den Weg.

Häufig gestellte Fragen

Welche Lebensmittel verschlimmern das atopische Ekzem?

Zu den häufigsten Auslösern gehören Kuhmilch, Eier, Soja, Nüsse, Meeresfrüchte und Weizen (Gluten). Auch stark verarbeitete Lebensmittel, Fast Food, Süßigkeiten, Wurstwaren sowie histaminreiche Nahrungsmittel wie gereifter Käse, Rotwein und Schokolade können Schübe provozieren und den Juckreiz verstärken.

Was darf man bei einem atopischen Ekzem nicht essen?

Es gibt kein absolutes Verbot, da die Auslöser individuell sind. Generell sollten Sie jedoch den Konsum von Kuhmilch, Eiern, Soja, Nüssen, raffiniertem Zucker, Alkohol, stark gewürzten Speisen und Lebensmitteln mit künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen stark einschränken oder im Rahmen einer Eliminationsdiät testweise ganz weglassen.

Was sollte ein Atopiker generell meiden?

Ein Atopiker sollte vor allem Lebensmittel meiden, die systemische Entzündungen im Körper fördern oder bekannte allergische Reaktionen auslösen. Dazu zählen neben den klassischen Allergenen (Gluten, Milch, Soja, Nüsse) vor allem Transfette aus frittierten Speisen und ein Übermaß an zuckerhaltigen Produkten.

Darf ich Kaffee trinken, wenn ich ein atopisches Ekzem habe?

Kaffee kann bei einigen Menschen das Ekzem verschlimmern. Das liegt vor allem am Koffein, das die Ausschüttung von Stresshormonen (Cortisol) anregen kann. Ein erhöhter Stresspegel wirkt sich oft direkt negativ auf das Hautbild aus und kann Entzündungen und Juckreiz triggern.

Darf ich Bananen essen, wenn ich ein atopisches Ekzem habe?

In der Regel werden Bananen von Atopikern sehr gut vertragen und verursachen kein Ekzem. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Sie zusätzlich unter einer Histaminintoleranz leiden. Bananen (besonders sehr reife) können als Histaminliberatoren wirken und bei empfindlichen Personen Reaktionen auslösen.

Quellen

  • BATH‐HEXTALL, F.; DELAMERE, F. M.; WILLIAMS, H. C. Dietary exclusions for improving established atopic eczema in adults and children: systematic review. Allergy, 2009, 64.2: 258-264.
  • PIKE, M. G., et al. Few food diets in the treatment of atopic eczema. Archives of disease in childhood, 1989, 64.12: 1691-1698.
  • ATHERTON, David J. Role of diet in treating atopic eczema: elimination diets can be beneficial. BMJ: British Medical Journal, 1988, 297.6661: 1458.
  • SILVERBERG, Nanette B.; LEE-WONG, Mary; YOSIPOVITCH, Gil. Diet and atopic dermatitis. Cutis, 2016, 97.3: 227-232.
  • KATTA, Rajani; SCHLICHTE, Megan. Diet and dermatitis: food triggers. The Journal of clinical and aesthetic dermatology, 2014, 7.3: 30
Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.