Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und bemerken winzige, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen an Ihren Handflächen, zwischen den Fingern oder an den Fußsohlen. Sie jucken unerträglich, brennen bei jeder noch so leichten Berührung und schränken Sie in Ihren alltäglichen Handlungen massiv ein. Selbst das Tippen auf einer Tastatur, das Händeschütteln oder das einfache Gehen kann plötzlich zu einer schmerzhaften Herausforderung werden. Zu allem Überfluss haben diese lästigen Bläschen die unschöne Angewohnheit, immer wieder zurückzukehren – und das meist genau dann, wenn Sie es am wenigsten gebrauchen können, etwa in stressigen Lebensphasen. Wenn Ihnen dieses Szenario nur allzu vertraut vorkommt und Sie diese Symptome schon einmal am eigenen Leib erfahren haben, leiden Sie möglicherweise an einem Hautleiden, das Mediziner als dyshidrotisches Ekzem bezeichnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Charakteristische Bläschenbildung, die sich durch tief sitzende, extrem juckende und mit klarer Flüssigkeit gefüllte Pusteln an Händen und Füßen äußert.
- Chronischer und schubweiser Verlauf, was bedeutet, dass die Symptome in Phasen auftreten, vorübergehend abklingen und eine kontinuierliche, präventive Hautpflege erfordern.
- Zahlreiche individuelle Auslöser, zu denen emotionaler Stress, Kontaktallergien (wie Nickel), extreme Temperaturen, reizende Kosmetika oder übermäßiges Schwitzen gehören können.
- Die Stärkung der Hautbarriere ist entscheidend, da eine intakte Schutzschicht das Eindringen von Reizstoffen verhindert, Entzündungen hemmt und die lebenswichtige Feuchtigkeit in der Haut einschließt.
- Natürliche Pflege bringt Linderung, insbesondere hochwertige Inhaltsstoffe wie Hafer, Mandelöl, Hanf und Squalan, die tiefenwirksam nähren und die Hautstruktur nachhaltig regenerieren.
Was ist eigentlich ein dyshidrotisches Ekzem?
Ein dyshidrotisches Ekzem (in der medizinischen Fachsprache oftmals auch als Pompholyx oder dyshidrotische Dermatitis bezeichnet) ist eine hochgradig entzündliche Hauterkrankung, die sich durch ein sehr spezifisches und unverkennbares Erscheinungsbild auszeichnet. Das markanteste Merkmal sind die charakteristischen kleinen Bläschen, die fast ausschließlich an den Handflächen, an den Seitenflächen der Finger und an den Fußsohlen auftreten. Diese Bläschen sind in der Regel hell, mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, sitzen verhältnismäßig tief in der Haut und verursachen einen Juckreiz, der von Betroffenen oft als quälend und kaum erträglich beschrieben wird.
Die Erkrankung hat in den allermeisten Fällen einen chronischen Charakter. Das bedeutet für Sie, dass das Leiden nicht nach einer einmaligen Behandlung für immer verschwindet. Vielmehr kann es sich wiederholt bemerkbar machen und Sie über lange Monate oder sogar Jahre hinweg immer wieder in Schüben plagen. Es ist ein ständiges Auf und Ab, das nicht nur körperlich, sondern auch psychisch enorm belastend sein kann, da die Hände unser wichtigstes Werkzeug im Kontakt mit der Umwelt und unseren Mitmenschen sind.
Besonders häufig tritt dieses spezifische Ekzem bei Personen auf, deren Immunsystem ohnehin bereits zu Überreaktionen neigt. Menschen, die eine genetische oder erworbene Veranlagung zu allergischen Reaktionen haben, unter Heuschnupfen leiden, an Asthma erkrankt sind oder bereits mit anderen Formen von entzündlichen Hauterkrankungen wie der Neurodermitis kämpfen, weisen ein deutlich höheres Risiko auf. Die Haut dieser Personen ist von Natur aus oft durchlässiger und empfindlicher, was sie zu einer leichten Zielscheibe für äußere Reizstoffe macht.
Wie erkennen Sie ein dyshidrotisches Ekzem? Typische Symptome im Detail
Die korrekte Identifikation der Symptome ist der erste entscheidende Schritt, um die richtige Behandlung einzuleiten. Ein dyshidrotisches Ekzem verläuft typischerweise in verschiedenen Phasen, die jeweils ihre eigenen, sehr spezifischen Beschwerden mit sich bringen. Wer diese Phasen kennt, kann oft schon beim ersten Anzeichen reagieren und so das Schlimmste verhindern.
Der Ausbruch beginnt fast immer unsichtbar. Noch bevor auch nur das kleinste Bläschen auf der Haut zu sehen ist, spüren Sie oft ein intensives Kribbeln, ein tiefes Jucken oder ein unangenehmes Brennen an den Handflächen oder Fußsohlen. Dieses Frühstadium ist ein Warnsignal des Körpers, dass eine Entzündungsreaktion im Gange ist. Kurz darauf folgt die eigentliche Bläschenbildung. Es entstehen winzige, oft stecknadelkopfgroße Bläschen, die tief unter der obersten Hautschicht liegen. Optisch erinnern sie manchmal an kleine Tapiokaperlen. Sie sind prall mit Gewebsflüssigkeit gefüllt und können, besonders wenn sie in großer Zahl und dicht beieinander auftreten, zu größeren, schmerzhaften Blasen verschmelzen.
Im weiteren Verlauf der Entzündung reagiert das umliegende Gewebe. Die Haut rötet sich deutlich, schwillt an und fühlt sich oft heiß an. Die Entzündung ist nun auf ihrem Höhepunkt. Wenn dieser akute Schub nach einigen Tagen oder Wochen langsam abklingt, tritt die Haut in das chronische Stadium ein. Die Bläschen trocknen aus, und die Haut beginnt sich massiv zu schuppen. In dieser Phase wird die Haut extrem trocken, hart und unelastisch. Es entstehen schmerzhafte Risse (Rhagaden), die bei jeder Bewegung aufplatzen und bluten können. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie in dieser rissigen Phase Ihre Hautbarriere unterstützen können, lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber zum Thema: Wie pflegt man trockene Haut.
Sanfte Reinigung und Pflege für beanspruchte Hände
Wer ist besonders gefährdet? Die Risikogruppen
Ein dyshidrotisches Ekzem entsteht selten völlig aus dem Nichts und trifft auch nicht jeden Menschen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit. Es ist keine rein zufällige Erkrankung, sondern tritt gehäuft bei bestimmten Personengruppen auf, die eine spezifische gesundheitliche Vorgeschichte oder genetische Disposition mitbringen. Wenn Sie zu einer dieser Gruppen gehören, ist Ihre Hautbarriere möglicherweise von vornherein anfälliger für Störungen.
An erster Stelle stehen Allergiker und Asthmatiker. Wenn Ihr Immunsystem bereits dazu neigt, auf harmlose Umweltstoffe wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare mit einer allergischen Reaktion zu antworten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Ihre Haut eine ähnliche Überempfindlichkeit an den Tag legt. Das Immunsystem befindet sich in ständiger Alarmbereitschaft. Ebenso gefährdet sind Personen mit einer bestehenden Kontaktdermatitis. Wenn Ihre Haut bereits in der Vergangenheit empfindlich auf bestimmte Metalle, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert hat, ist das Risiko für die Entwicklung dyshidrotischer Bläschen deutlich erhöht.
Menschen mit einer generellen Atopie – also einer erblichen Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich oft in Form von Neurodermitis äußert – haben prinzipiell eine empfindlichere Haut. Ihre Hautbarriere kann Feuchtigkeit schlechter speichern und Reizstoffe schlechter abwehren. Wenn Sie die Struktur Ihrer Haut von innen heraus unterstützen möchten, kann es sinnvoll sein, sich über strukturgebende Proteine zu informieren. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel: Das beste Kollagen für Haut und Haare. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Hyperhidrose, also das übermäßige Schwitzen. Die ständige Feuchtigkeit an Händen und Füßen weicht die oberste Hornschicht auf, verändert den pH-Wert der Haut und schafft so ein ideales Milieu für die Entstehung eines Ekzems.
Ursachen und Auslöser: Warum entsteht ein dyshidrotisches Ekzem?
Obwohl das dyshidrotische Ekzem jedem Dermatologen ein wohlbekannter Begriff ist und täglich in Hautarztpraxen diagnostiziert wird, bleibt die exakte und alleinige Ursache für sein Entstehen bis heute teilweise ein medizinisches Rätsel. Es gibt nicht den einen Erreger oder das eine Gen, das sich dafür verantwortlich machen ließe. Vielmehr gehen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse davon aus, dass es sich um ein komplexes Zusammenspiel verschiedener innerer und äußerer Faktoren handelt.
Eine zentrale Rolle spielt die Dysbalance des Immunsystems. Ähnlich wie bei anderen atopischen Erkrankungen reagiert das körpereigene Abwehrsystem völlig überzogen auf eigentlich harmlose Reize. Es schüttet massenhaft Entzündungsbotenstoffe aus, die schließlich zu der sichtbaren Bläschenbildung in der Haut führen. Hinzu kommt fast immer eine gestörte Hautbarriere. Die oberste Schicht unserer Haut, das Stratum corneum, fungiert normalerweise wie eine Schutzmauer aus Ziegelsteinen (den Hornzellen) und Mörtel (den hauteigenen Lipiden). Bei Ekzempatienten ist dieser „Mörtel“ lückenhaft. Die Haut verliert rapide an Feuchtigkeit und wird durchlässig für Allergene und Irritantien von außen.
Auch die Genetik darf nicht unterschätzt werden. Wenn in Ihrer Familie bereits Fälle von Neurodermitis, Heuschnupfen oder eben dem dyshidrotischen Ekzem aufgetreten sind, tragen Sie eine genetische Prädisposition in sich. Die Baupläne für eine widerstandsfähige Hautstruktur sind in diesem Fall von Natur aus etwas fehleranfälliger. Kommen dann noch äußere Auslöser wie bestimmte Chemikalien, Allergene oder eben starkes Schwitzen (welches die Haut aufweicht) hinzu, ist der Ausbruch des Ekzems oft nur noch eine Frage der Zeit.
Diese Faktoren können Ihr dyshidrotisches Ekzem verschlimmern
Selbst wenn Sie die genetische Veranlagung in sich tragen, bedeutet das nicht, dass Sie dauerhaft unter schweren Symptomen leiden müssen. Oft sind es ganz konkrete Auslöser im Alltag, die einen ruhenden Zustand in einen akuten Schub verwandeln. Das Tückische daran ist, dass diese Auslöser so alltäglich sind, dass wir sie oft gar nicht bewusst wahrnehmen. Das Identifizieren Ihrer persönlichen Auslöser ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Besserung.
Stress ist einer der größten und leider auch am schwersten zu kontrollierenden Faktoren unserer modernen Zeit. Unter starker psychischer oder physischer Belastung schüttet der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol aus. Dieses Hormon unterdrückt nicht nur wichtige Reparaturmechanismen der Haut, sondern fördert auch entzündliche Prozesse. Viele Patienten berichten, dass ihre Hände exakt in jenen Wochen anfangen zu jucken, in denen Abgabefristen im Büro näher rücken oder private Probleme überhandnehmen. Ebenso verheerend können unerkannte Allergien sein. Der ständige Kontakt mit Hausstaubmilben, Pollen oder bestimmten Nahrungsmitteln hält das Immunsystem auf Trab.
Ein oft übersehener Auslöser im Alltag sind Metalle, allen voran Nickel und Kobalt. Diese finden sich in unzähligen Alltagsgegenständen: in Modeschmuck, in der Gürtelschnalle, in Münzen, Schlüsseln oder sogar in bestimmten Lebensmitteln. Auch handelsübliche Kosmetikprodukte sind ein häufiges Problem. Stark parfümierte Seifen, aggressive Duschgele oder Shampoos mit harten Tensiden waschen die ohnehin schon spärlichen Schutzlipide aus der Haut. Um zu verstehen, wie Sie Ihre Haut säubern können, ohne sie zu zerstören, empfehlen wir unseren Leitfaden: Wie reinigt man die Haut richtig. Nicht zuletzt spielen extreme Temperaturen, insbesondere feuchtheißes Sommerwetter und das damit einhergehende übermäßige Schwitzen, eine verhängnisvolle Rolle bei der Verschlechterung der Symptome.
Tiefenwirksame Pflege für den ganzen Körper
Diagnose: Wie stellen Ärzte ein dyshidrotisches Ekzem fest?
Der Versuch einer Selbstdiagnose anhand von Bildern aus dem Internet ist bei Hauterkrankungen oft irreführend und potenziell gefährlich. Viele andere Hautleiden, wie beispielsweise hartnäckige Pilzinfektionen, die Schuppenflechte (Psoriasis pustulosa) oder die Krätze (Skabies), können auf den ersten Blick verblüffend ähnliche Symptome an Händen und Füßen hervorrufen, erfordern jedoch eine völlig andere medizinische Herangehensweise. Daher sollte die endgültige Diagnose immer von einem erfahrenen Dermatologen gestellt werden.
Der Arzt beginnt in der Regel mit einer gründlichen körperlichen Untersuchung und Anamnese. Er wird sich die betroffenen Stellen genau ansehen und Sie nach Ihren Lebensgewohnheiten, beruflichen Tätigkeiten und familiären Vorerkrankungen befragen. Um allergische Auslöser zu identifizieren oder auszuschließen, werden häufig Epikutantests (Pflastertests auf dem Rücken) oder Pricktests durchgeführt. Bei Unklarheiten kann der Dermatologe auch einen Abstrich nehmen, um eine bakterielle oder mykotische (pilzbedingte) Infektion auszuschließen. In seltenen, besonders hartnäckigen Fällen kann sogar eine kleine Hautbiopsie (Gewebeentnahme) unter lokaler Betäubung notwendig sein, um das Gewebe mikroskopisch im Labor zu untersuchen und letzte Gewissheit zu erlangen.
Behandlungsmöglichkeiten: Wie Sie das dyshidrotische Ekzem in den Griff bekommen
Die gute Nachricht vorweg: Auch wenn das dyshidrotische Ekzem als chronisch gilt, sind Sie ihm nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt heute ein breites Arsenal an Behandlungsmöglichkeiten, um die Symptome massiv zu lindern und die schubfreien Intervalle deutlich zu verlängern. Die Herausforderung besteht lediglich darin, dass nicht jede Therapie bei jedem Patienten identisch gut anschlägt. Es erfordert oft etwas Geduld und die Bereitschaft, verschiedene Ansätze auszuprobieren, bis Sie die perfekte, individuelle Pflegeroutine gefunden haben.
Die konventionelle medizinische Behandlung
In der akuten, stark entzündlichen Phase führt oft kein Weg an der klassischen Schulmedizin vorbei. Dermatologen verschreiben in dieser Zeit meist topische Kortikosteroide in Form von Cremes oder Salben. Kortison ist ein hochwirksamer Entzündungshemmer, der den Juckreiz schnell drosselt und die Bläschenbildung stoppt. Allerdings sollte Kortison aufgrund von Nebenwirkungen wie der Hautausdünnung (Atrophie) stets nur kurzfristig und streng nach ärztlicher Anweisung verwendet werden. Zur Linderung des nächtlichen Juckreizes können Antihistaminika in Tablettenform eingenommen werden. Bei extrem schweren, therapieresistenten Verläufen kommen auch immunsupprimierende Cremes (wie Tacrolimus) oder eine medizinische Lichttherapie (PUVA) zum Einsatz. Eine neuere, sehr interessante Behandlungsform bei stark schwitzenden Händen ist die Injektion von Botulinumtoxin (Botox), da das Stoppen der Schweißproduktion den Ekzemschub oft drastisch abmildert.
Der natürliche Weg zur Linderung
Sobald die akute Entzündung durch medizinische Präparate abgeklungen ist, oder bei leichteren Formen des Ekzems, schlägt die Stunde der natürlichen Hautpflege. Die Natur bietet uns faszinierende Wirkstoffe, die in der Lage sind, die Hautbarriere nachhaltig wieder aufzubauen und künftigen Schüben vorzubeugen. Mandelöl beispielsweise ist reich an wertvollen Fettsäuren und zieht tief ein, ohne die Poren zu verstopfen. Es beruhigt gereizte Areale spürbar. Hafer, genauer gesagt kolloidaler Hafer oder Haferöl, ist ein bewährtes Mittel bei Juckreiz. Er enthält sogenannte Avenanthramide, die nachweislich entzündungshemmend und reizlindernd wirken.
Besonders hervorzuheben ist auch das Hanföl. Es zeichnet sich durch ein perfektes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren aus, was die Zellerneuerung stimuliert und die gestörte Barrierefunktion repariert. Wenn Sie diese kraftvollen Öle in Ihre Routine integrieren möchten, ist das Natürliches Pflege-Körperöl AtopCare 200 ml eine hervorragende Wahl. Ein weiterer faszinierender Inhaltsstoff ist Squalan. Dieser aus Pflanzen gewonnene Stoff ähnelt dem menschlichen Hauttalg (Sebum) so stark, dass die Haut ihn sofort erkennt und absorbiert. Squalan bewahrt die Haut vor massivem Feuchtigkeitsverlust, ohne einen klebrigen Film zu hinterlassen, und schützt zugleich vor freien Radikalen.
Die richtige Pflege für ekzematische Haut im Alltag
Ein dyshidrotisches Ekzem verlangt nach einer Hautpflege, die weit über das gelegentliche Eincremen mit einer handelsüblichen Bodylotion hinausgeht. Ekzematische Haut braucht eine komplexe, tägliche Zuwendung, die vier wesentliche Ziele verfolgt: intensive Hydratation, tiefe Regeneration, sanfte Entzündungshemmung und den physischen Wiederaufbau der zerrütteten Hornschicht. Im Gegensatz zu einer Überproduktion von Talg, über die Sie in unserem Artikel Wie pflegt man fettige Haut lesen können, leidet ekzematische Haut unter einem massiven Mangel an eben diesen schützenden Lipiden.
Die Kombination aus Mandel-, Hafer- und Hanföl erzeugt einen wunderbaren synergistischen Effekt. Jeder Inhaltsstoff bringt seine eigenen Stärken mit ein, und gemeinsam bilden sie ein Schutzschild für Ihre Hände und Füße. Die Natürliche pflegende Körpercreme AtopCare 330 ml nutzt genau dieses Prinzip. Innovative Inhaltsstoffe wie Emolid® CC wirken in perfekter Harmonie mit den natürlichen Ölen. Sie legen einen hauchdünnen, atmungsaktiven Film über die geschädigte Haut. Dieser Film fungiert als künstliche Hautbarriere: Er lässt die Haut atmen, verhindert aber zugleich, dass das Wasser aus den tieferen Hautschichten verdunstet (der sogenannte transepidermale Wasserverlust wird gestoppt). Das Ergebnis ist eine Haut, die sich beruhigt, weicher wird und Risse langsam schließen kann.
Vorbeugung: So schützen Sie Ihre Haut langfristig
Die beste Behandlung für ein dyshidrotisches Ekzem ist jene, die verhindert, dass es überhaupt erst ausbricht. Prävention ist das A und O bei dieser chronischen Erkrankung. Der erste und wichtigste Schritt ist eine schonungslose Analyse Ihres Alltags: Finden Sie Ihre persönlichen Auslöser. Führen Sie im Zweifelsfall ein Hauttagebuch, in dem Sie notieren, wann ein Schub auftritt, was Sie gegessen haben, welche Tätigkeiten Sie ausgeführt haben und wie hoch Ihr Stresslevel war. Eliminieren Sie erkannte Auslöser rigoros aus Ihrem Leben.
Überdenken Sie Ihre Waschgewohnheiten. Heißes Wasser und stark schäumende Seifen sind pures Gift für die ohnehin schon lipidarme Haut. Waschen Sie Ihre Hände nur mit lauwarmem Wasser und verwenden Sie ausschließlich milde, seifenfreie und unparfümierte Reinigungsprodukte wie die Natürliche Seife für empfindliche Haut AtopCare. Rubbeln Sie Ihre Hände nach dem Waschen nicht mit einem rauen Handtuch trocken, sondern tupfen Sie sie nur sanft ab. Das Wichtigste: Cremen Sie Ihre Hände nach absolut jedem Kontakt mit Wasser sofort wieder ein. Die Natürliche nährende Handcreme AtopCare sollte Ihr ständiger Begleiter sein – am Waschbecken, auf dem Schreibtisch und in der Handtasche.
Schützen Sie Ihre Hände bei Haus- und Gartenarbeiten. Tragen Sie beim Spülen, Putzen oder beim Umgang mit Erde und Pflanzen immer Schutzhandschuhe. Ein bewährter Trick von Dermatologen: Ziehen Sie unter die oft schwitzigen Gummihandschuhe dünne Baumwollhandschuhe. Diese saugen den Schweiß auf und verhindern, dass Ihre Haut im eigenen Saft aufweicht. Achten Sie generell darauf, Ihre Hände und Füße möglichst trocken zu halten, wechseln Sie bei Neigung zu Schweißfüßen mehrmals täglich die Socken und tragen Sie atmungsaktives Schuhwerk.
Fazit: Ein ganzheitlicher Ansatz ist der Weg zum Erfolg
Das dyshidrotische Ekzem ist unbestreitbar eine hartnäckige und komplexe Erkrankung, die Ihnen als Betroffenen viel Geduld und Disziplin abverlangt. Es gibt keine Wunderpille, die das Problem über Nacht für immer löst. Doch mit einem ganzheitlichen Ansatz, der medizinische Akuthilfe, das konsequente Meiden individueller Auslöser, Stressmanagement und vor allem eine exzellente, tägliche Hautpflege mit natürlichen, regenerierenden Ölen kombiniert, können Sie das Ruder herumreißen. Nehmen Sie die Signale Ihrer Haut ernst, pflegen Sie sie mit hochwertigen, reizarmen Produkten und geben Sie ihr die Zeit, die sie braucht, um ihre natürliche Schutzbarriere wieder aufzubauen. So gewinnen Sie nicht nur Ihre gesunde Haut, sondern auch ein großes Stück Lebensqualität zurück.
Häufig gestellte Fragen
Ist das dyshidrotische Ekzem ansteckend?
Nein, absolut nicht. Ein dyshidrotisches Ekzem ist eine entzündliche Überreaktion des eigenen Immunsystems und wird weder durch Bakterien noch durch Viren oder Pilze verursacht. Sie können die Erkrankung weder durch Händeschütteln noch durch das Teilen von Handtüchern oder über andere Kontaktwege auf eine andere Person übertragen.
Wie lange dauert es, bis ein Ekzemschub vollständig abgeheilt ist?
Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt stark von der Schwere des Schubes ab. Leichte Verläufe können sich bei sofortiger und richtiger Pflege oft schon innerhalb von ein bis drei Wochen deutlich verbessern. Bei chronischen oder sehr schweren Ausprägungen, insbesondere wenn die Haut bereits tief eingerissen ist, kann der Heilungsprozess jedoch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Kontinuität in der Hautpflege ist hier der entscheidende Faktor.
Kann meine Ernährung das dyshidrotische Ekzem beeinflussen?
Ja, bei vielen empfindlichen Personen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensmitteln und dem Hautbild. Stark verarbeitete Lebensmittel, übermäßiger Zuckerkonsum oder bekannte Allergene wie Kuhmilch, Hühnereiweiß, Nüsse, Schalentiere oder Gluten können entzündliche Prozesse im Körper anfeuern und so indirekt einen Ekzemschub begünstigen oder verschlimmern. Auch stark nickelhaltige Lebensmittel (wie bestimmte Nüsse, Haferflocken oder Schokolade) können bei einer vorliegenden Nickelallergie problematisch sein.
Ist es möglich, das dyshidrotische Ekzem für immer komplett zu heilen?
Eine endgültige, lebenslange „Heilung“ im Sinne einer Ausrottung der Ursache ist nach derzeitigem medizinischen Stand leider oft nicht möglich, da die genetische Veranlagung bestehen bleibt. Allerdings können Sie durch das konsequente Meiden Ihrer persönlichen Auslöser und eine angepasste, tägliche Hautpflege eine sehr lange, stabile Remission erreichen. Das bedeutet, dass die Symptome für viele Jahre auf ein absolutes Minimum reduziert werden oder sogar komplett verschwinden, solange Sie Ihre Pflegeroutine beibehalten.
Welche natürlichen Öle eignen sich am besten für die Pflege meiner Hände und Füße?
Für die Pflege von extrem trockener, rissiger und zu Ekzemen neigender Haut haben sich besonders Mandelöl, Hanföl, Haferöl und Sonnenblumenöl bewährt. Diese Öle sind reich an essenziellen Fettsäuren, ziehen gut ein und helfen der Haut, Feuchtigkeit zu binden. In Kombination mit Squalan, das dem natürlichen Hauttalg sehr ähnlich ist, beruhigen sie den Juckreiz, mindern Rötungen und unterstützen den essenziellen Wiederaufbau der schützenden Hautbarriere.
Quellen
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- Nakajima et al. (2020) – Anti‐TSLP antibodies: targeting a master regulator of type 2 immune responses.
- Imai et al. (2021) – Dupilumab effects on innate lymphoid cell and helper T cell populations in patients with atopic dermatitis.
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- Rafei‐Shamsabadi et al. (2019) – Context dependent role of type 2 innate lymphoid cells in allergic skin inflammation.
- Xiong et al. (2022) – Innate lymphoid cells: more than just immune cells.





