Wirksame Inhaltsstoffe für ekzematische Haut: Was laut Wissenschaft wirklich hilft

 

Sie kennen das: Sie kaufen die nächste Creme, die Linderung verspricht, tragen sie auf – und nach ein paar Tagen stehen Sie wieder am Anfang. Juckreiz, Spannungsgefühl, Schüppchen, Rötung. Ekzematische Haut reagiert nämlich nicht auf Zufall. Sie reagiert auf die Zusammensetzung. Und genau hier entscheidet sich, ob Ihnen ein Produkt hilft oder nur Ihren Geldbeutel leert. Die gute Nachricht: Die Pflege für ekzematische Haut steht heute auf erstaunlich festem wissenschaftlichem Boden – es gibt Stoffe, deren Wirkung von Dutzenden klinischer Studien bestätigt wurde, und Stoffe, bei denen außer Marketing-Versprechen wenig dahintersteckt. In diesem Ratgeber nehmen wir sie einen nach dem anderen unter die Lupe, schauen, was die evidenzbasierte Medizin tatsächlich sagt, und zeigen Ihnen, wie Sie sie zu einer sinnvollen Routine zusammenstellen.

Pflege für ekzematische Haut – sanftes Auftragen einer pflegenden Creme

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Ekzematische Haut hat drei Probleme zugleich: eine zerstörte Barriere, Entzündung und ein gestörtes Mikrobiom. Gute Pflege muss alle drei Ebenen gleichzeitig angehen.
  • Die stärksten wissenschaftlichen Belege gibt es für kolloidalen Hafer – als einziger natürlicher Inhaltsstoff ist er von der US-Behörde FDA anerkannt und senkte in Studien die Schwere des atopischen Ekzems (EASI) innerhalb von 14 Tagen um 51 %.
  • Pflanzenöle sind weit mehr als „Fett". Hanföl liefert das der Haut fehlende GLA, und Kokosöl senkte in einer Kinderstudie die Ekzemschwere (SCORAD) um 68,23 %; in einer anderen Studie hemmte es zudem das Wachstum von Staphylococcus aureus.
  • Postbiotika sind eine wirklich sinnvolle Neuerung. Der Schweizer Komplex DEFENSIL®-PURE aus fermentierter Hirse erhöhte in den Tests des Herstellers die Hydratation um 142 % und stärkte die Barriere um 79 %.
  • Vorsicht bei Reizstoffen. Parfüm, aggressive Tenside und überflüssige Konservierungsstoffe schaden ekzematischer Haut – meiden Sie sie und setzen Sie auf eine kurze, physiologische Zusammensetzung.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wir bei nanoSPACE sind keine Ärzte. Bevor Sie eine Behandlung beginnen, Medikamente ändern oder wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern, wenden Sie sich bitte immer an einen Dermatologen, Allergologen oder einen anderen Facharzt.

Warum ekzematische Haut eine andere Pflege braucht als gesunde Haut

Bevor wir uns den einzelnen Inhaltsstoffen widmen, müssen wir verstehen, was in ekzematischer Haut eigentlich passiert. Gesunde Haut funktioniert wie eine massive Ziegelmauer – die Ziegel (die Zellen) werden von einem Mörtel aus Lipiden zusammengehalten und lassen nicht hinein, was nicht hineingehört. Bei ekzematischer Haut bröckelt diese Mauer gleich an drei Stellen zugleich, und wenn die Pflege nur eine davon angeht, kehrt das Problem schnell zurück.

Das erste Defizit ist eine gestörte Barriere. Ekzematische Haut hat einen ungewöhnlich niedrigen Gehalt an Lipiden zwischen den Zellen, sodass sie zu viel Wasser verliert (fachlich: transepidermaler Wasserverlust, TEWL). Die Folge sind Trockenheit, Spannungsgefühl und Durchlässigkeit für Allergene und Reizstoffe. Das zweite Problem ist die Entzündung – entzündliche Signale lösen Rötung, Schwellung und vor allem diesen quälenden Juckreiz aus. Wenn Sie kratzen, lösen Sie weitere Entzündung aus, und ein Teufelskreis aus Jucken und Kratzen beginnt (der sogenannte Itch-Scratch-Cycle). Und drittens kommt ein gestörtes Mikrobiom hinzu: Auf den Ekzemherden vermehrt sich das Bakterium Staphylococcus aureus, das die guten Bakterien verdrängt und die Entzündung mit seinen Toxinen weiter anheizt.

Gute Pflege für ekzematische Haut kann daher nicht nur „Feuchtigkeit" sein. Sie muss zugleich Lipide auffüllen, entzündliche Signale dämpfen und eine gesunde Hautflora unterstützen. Und genau an diesen drei Aufgaben erkennen Sie einen Inhaltsstoff, der etwas taugt. Falls Sie noch herausfinden möchten, mit welcher Art von Problem Sie es zu tun haben, kann unser Überblick was bei Neurodermitis hilft weiterhelfen.

Wirksame Inhaltsstoffe für ekzematische Haut unter dem wissenschaftlichen Mikroskop

Nun zum Kern der Sache. Wir gehen neun Stoffe durch, die in der Pflege ekzematischer Haut am häufigsten vorkommen, und sagen bei jedem, was er wirklich kann – und wo seine Grenzen liegen. Wir ordnen sie grob nach der Stärke der Belege, von den am besten erforschten bis zu jenen, bei denen die Wissenschaft die Praxis noch einholt.

Kolloidaler Hafer: der Goldstandard mit FDA-Siegel

Der am besten erforschte natürliche Inhaltsstoff ist kolloidaler Hafer (Avena sativa). Sowohl die US-Behörde FDA als auch die kanadische Aufsichtsbehörde erkennen ihn als einzigen natürlichen Stoff an, der offiziell Schutz und Linderung von Ekzemsymptomen ausloben darf. Sein Ruf beruht nicht nur auf der Fähigkeit, Wasser zu binden, sondern vor allem auf einer Gruppe natürlicher Verbindungen namens Avenanthramide – pflanzliche Polyphenole, die Entzündungen dämpfen. Studien zeigten, dass sie die Aktivierung des Entzündungsschalters NF-κB hemmen und so die Freisetzung des Botenstoffs IL-8 verringern, der Rötung und Juckreiz auslöst (Sur et al., 2008). Im Klartext: Hafer hilft, die Entzündung an ihrer Quelle zu beruhigen, und durchbricht so den Kreislauf aus Jucken und Kratzen.

Die Zahlen aus der klinischen Praxis sind beeindruckend. Bei Patienten mit atopischem Ekzem führte die Anwendung einer Creme mit 1 % kolloidalem Hafer innerhalb von nur 14 Tagen zu einem Rückgang des EASI-Scores um 51 %. Bei Menschen mit chronischem irritativem Handekzem konnte eine Hafercreme die Besserung sogar nach dem Absetzen von Kortikosteroiden halten – während die Kontrollgruppe rasch in einen schlechteren Zustand zurückfiel (Sobhan et al., 2020). Hafer wirkt zudem als Präbiotikum: Er fördert die guten Bakterien, verschiebt den Haut-pH-Wert in gesündere Bereiche und erhöht die Vielfalt des Mikrobioms (Capone et al., 2020). Die klinische Datenbank umfasst über 30 Studien an mehr als 3.000 Menschen – und das ist eine Beweislage, die die Medizin ernst nimmt.

Hanföl: liefert der Haut das fehlende GLA

Kaltgepresstes Hanfsamenöl (ohne psychoaktive Stoffe) ist aus dermatologischer Sicht außerordentlich wertvoll. Über 80 % seiner Zusammensetzung bestehen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren im idealen Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3. Am wertvollsten ist darin die Gamma-Linolensäure (GLA). Warum gerade sie? Viele Menschen mit atopischem Ekzem haben eine angeborene enzymatische Schwäche, weshalb sie GLA nicht ausreichend selbst bilden können. Sie von außen zuzuführen spielt daher bei der Wiederherstellung der Barriere eine wichtige Rolle (Callaway et al., 2005).

Eine randomisierte Cross-over-Studie über 20 Wochen bestätigte, dass Hanföl Juckreiz und Trockenheit lindert und die Patienten dadurch weniger zusätzliche Medikamente benötigten. Eine dreimonatige Anwendung einer Emulsion mit Hanföl reduzierte Rötung, Trockenheit und Schuppung deutlich und beruhigte die verdickte Haut. Eine neuere Studie mit einem 1%igen Gel auf Hanfbasis (mit CBD) verzeichnete einen Rückgang der Ekzemschwere und der Juckreizintensität um 29 %. Wenn Sie eine wasserfreie Pflege suchen, in der Hanföl die Hauptrolle spielt, finden Sie es zum Beispiel im AtopCare Körperöl.

Kokosöl: überraschend starke Daten bei Kindern

Für Kokosöl (Cocos nucifera) gibt es außerordentlich überzeugende Studien, besonders bei den Kleinsten. Eine doppelblinde Studie verglich natives Kokosöl mit Mineralöl bei Kindern mit leichtem bis mittelschwerem atopischem Ekzem. Nach acht Wochen sank der SCORAD-Score in der Kokosöl-Gruppe um bemerkenswerte 68,23 % (gegenüber 38,13 % bei Mineralöl), und 93 % der Kinder besserten sich (Evangelista et al., 2014).

Eine zweite doppelblinde Studie untersuchte die antibakterielle Wirkung und verglich Kokosöl mit Olivenöl. Das Ergebnis bei der Unterdrückung der Besiedlung mit Staphylococcus aureus war eindeutig: Kokosöl senkte die Zahl der positiven Kulturen von 20 Patienten auf einen einzigen – um 95 % (Verallo-Rowell et al., 2008). Für ekzematische Haut ist das eine hervorragende Kombination: Es nährt und hilft zugleich, jenes Bakterium in Schach zu halten, das das Ekzem typischerweise verschlimmert.

DEFENSIL®-PURE Postbiotika: Mikrobiompflege auf neuem Weg

Der modernste Trend in der Dermatologie heißt nicht „alle Bakterien abtöten", sondern „die richtigen füttern". Genau das tun Postbiotika – Stoffwechselprodukte fermentierter Bakterienkulturen. Der Schweizer Komplex DEFENSIL®-PURE (auf der Verpackung in der Inhaltsstoffliste als Lactobacillus Ferment und Panicum Miliaceum Seed Extract aufgeführt) ist ein hervorragendes Beispiel für diesen Ansatz. Der Hirseextrakt wird von Laktobazillen fermentiert, ähnlich wie ein Sauerteig angesetzt wird, wodurch die Verfügbarkeit der wertvollen Stoffe vervielfacht wird.

Nach dem Auftragen des Komplexes gibt der Hersteller einen Anstieg der Hautfeuchtigkeit um 142 % und eine Stärkung der Barriere um 79 % an. Diese Herstellerangaben werden zudem durch unabhängige Forschung gestützt: Laktobazillen-Fermente verringern allgemein den Wasserverlust, mildern Rötungen und fördern die Beruhigung über regulatorische Immunzellen. Eine systematische Übersicht topischer Probiotika bestätigte, dass alle einbezogenen Studien einen Rückgang der Ekzemschwere verzeichneten. Postbiotika finden Sie etwa im sanften AtopCare Reinigungsschaum, der reinigt, ohne das Mikrobiom zu zerstören – bei Menschen mit Ekzem oft ein Stolperstein.

Lecithin: Reparatur des Ceramidprofils von innen heraus

Ceramide sind natürliche Lipide, die die Zellen der obersten Hautschicht zusammenhalten, ähnlich wie Mörtel die Ziegel. Wenn Sie schon einmal gehört haben, dass ekzematischer Haut gerade Ceramide fehlen, ist Lecithin einer der Wege, sie aufzufüllen. Die Haut von Atopikern leidet unter einem tiefen Mangel an diesen Baustein-Lipiden, und Lecithin – eine natürliche fettartige Substanz – hilft, dieses Defizit auszugleichen. Mit körpereigenen Lipiden gepflegte Haut verliert weniger Wasser, widersteht mechanischer Schädigung besser und ist weniger reizanfällig.

Eine klinische Studie mit einer Feuchtigkeitscreme aus hydriertem Lecithin, Squalan und Olivenöl lieferte ausgezeichnete Ergebnisse: Bei mehr als 70 % der Teilnehmer mit leichter bis mittelschwerer atopischer Dermatitis besserten sich die Symptome deutlich oder verschwanden ganz. Das Auffüllen dieser Baustein-Lipide stellt schlicht das gestörte Ceramidprofil der Haut wieder her – und eine stabile Barriere ist die Grundlage für alles Weitere.

Wirksame Inhaltsstoffe für ekzematische Haut – Cremetextur

Vitamin E: ein großartiger Teamplayer, kein Solist

Vitamin E (Tocopherol) ist ein starkes Antioxidans. Es neutralisiert freie Radikale, schützt Zellmembranen und hilft, die Immunantworten im Gleichgewicht zu halten. Eine häufig zitierte Studie begleitete 96 Menschen, die acht Monate lang Vitamin E einnahmen – bei den Ansprechenden sank der Serum-IgE-Spiegel um 62 %, und ein Teil von ihnen erreichte ein weitgehendes Abklingen der Beschwerden (Tsoureli-Nikita et al., 2002). Weitere Arbeiten bestätigten Verbesserungen bei Juckreiz und Gesamtschwere.

Man sollte jedoch realistische Erwartungen haben. Vitamin E allein kann eine aktive Entzündung nicht bändigen, das Mikrobiom nicht reparieren und die Barriere nicht vollständig wiederherstellen – die Belege sind vielversprechend, aber bislang begrenzt, und für eine eigenständige Empfehlung bräuchte es weitere Studien. In der Kosmetik spielt es jedoch eine ausgezeichnete Rolle als Stabilisator und antioxidativer Schutz der übrigen Lipide. Wenn Sie eine bestimmte Stelle gezielt intensiv pflegen möchten, greifen Sie zu einer konzentrierteren Form wie der regenerierenden Salbe mit Vitamin E.

Mandelöl: ein sanftes Emolliens mit einem „Aber"

Mandelöl (Prunus amygdalus dulcis) ist reich an Omega-9- und Omega-6-Fettsäuren. Es wirkt als hervorragendes Emolliens – es macht die Haut weich, glättet sie und bildet einen Film, der Feuchtigkeit einschließt und den Wasserverlust bremst. Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigte, dass ein Produkt mit 7 % süßem Mandelöl in Kombination mit 2 % kolloidalem Hafer auch bei mittelschwerer bis schwerer Handdermatitis sicher und wirksam war (Zeichner et al., 2018).

Ein Hinweis ist allerdings angebracht: Mandelöl ist zwar im Allgemeinen sehr gut verträglich, aber für Menschen mit einer Nussallergie ist es tabu. Wenn Sie dazugehören, wählen Sie Rezepturen, die es nicht enthalten, und sprechen Sie lieber vorher mit Ihrem Arzt.

Squalan: perfekte Biokompatibilität

Squalan ist von Squalen abgeleitet, das natürlicherweise einen beträchtlichen Teil des menschlichen Talgs ausmacht. Sein größter Vorzug ist die vollkommene Biokompatibilität – es fügt sich nahtlos in die natürliche Schutzschicht der Haut (den sogenannten Hydrolipidfilm) ein, füllt aufgebrauchte Lipide auf und mildert Rötungen. Für ekzematische Haut ist es ein idealer „Träger" der übrigen Wirkstoffe, der für sich allein nicht reizt.

Einen besonderen Vorteil hat Squalan bei der seborrhoischen Dermatitis: Der Hefepilz Malassezia, der hinter der Seborrhoe steckt, kann es nicht verstoffwechseln (anders als viele andere Öle, die ihn im Gegenteil nähren). Dabei gilt: Isolierte Studien, die reines Squalan direkt am Ekzem untersuchen, gibt es bislang nur wenige – Dermatologen empfehlen es vor allem auf Basis der Praxis als zuverlässiges unterstützendes Emolliens. Mehr über diese Art der Entzündung lesen Sie im Artikel seborrhoische Dermatitis.

Bienenwachs: der Film, der Feuchtigkeit drinnen hält

Bienenwachs (Cera alba) ist ein klassisches Okklusivum – ein Stoff, der auf der Hautoberfläche einen halbdurchlässigen Film bildet. Dieser Film minimiert den Wasserverlust und macht die Haut zugleich weich und beruhigt sie. Eine ältere klinische Studie testete eine Mischung aus Honig, Bienenwachs und Olivenöl bei Menschen mit atopischer Dermatitis und verzeichnete bei zuvor unbehandelten Patienten eine 80%ige Besserung (Al-Waili, 2003). Diese Kombination hemmt zudem das Wachstum von Staphylococcus aureus. Bienenwachs ist daher ein hervorragendes abschließendes „Schutzschild" Ihrer Routine – es versiegelt alles, was Sie darunter aufgetragen haben.

Natürliche pflegende Körpercreme AtopCare 330 ml

Tipp der Redaktion

AtopCare Körpercreme 330 ml

Ein umfassendes Emolliens, das gleich mehrere Inhaltsstoffe aus diesem Artikel vereint: kolloidaler Hafer, Kokosöl, Mandelöl, Lecithin, Vitamin E und Bienenwachs. Natürlichen Ursprungs, ohne Parabene, Paraffine, Silikone und künstliche Farbstoffe. Ideal für die tägliche, großflächige Pflege.

22 €

Produkt anzeigen

Stärke der Belege: welcher Inhaltsstoff für welches Ekzem

Nicht jeder Stoff wirkt bei jedem Ekzemtyp gleich gut. Die folgende Übersicht fasst zusammen, wie stark die Belege für die einzelnen Inhaltsstoffe bei ekzematischer Haut laut den zitierten Studien sind – damit Sie wissen, worauf Sie vertrauen können und was Sie vorerst mit Vorsicht betrachten sollten.

Inhaltsstoff Atopisches Ekzem Handekzem Stärke der Belege
Kolloidaler Hafer Hochwirksam (EASI −51 %) Hochwirksam Höchste (FDA, 30+ Studien)
Kokosöl Hochwirksam (SCORAD −68 %) Nicht angegeben Hoch (doppelblinde Studien)
Hanföl Wirksam (weniger Juckreiz, Trockenheit) Nicht angegeben Mittel bis hoch
Postbiotika Wirksam (SCORAD-Rückgang) Nicht angegeben Mittel bis hoch
Lecithin Wirksam (leichte bis mittlere AD) Nicht angegeben Mittel
Bienenwachs Wirksam (in der Mischung) Unterstützend (Barriereschutz) Mittel
Mandelöl Nicht angegeben Wirksam (mit Hafer) Mittel ⚠️ (Nussallergie)
Vitamin E Vielversprechend (IgE −62 %) Nicht angegeben Begrenzt ⚠️ (nur als Ergänzung)
Squalan Unterstützend (hält Feuchtigkeit) Unterstützend Unterstützend ⚠️ (sicher bei Seborrhoe)

Wie Sie die Inhaltsstoffe zu einer Routine zusammenstellen: von der Reinigung bis zur Intensivpflege

Selbst der beste Inhaltsstoff wirkt nicht, wenn Sie ihn im falschen Schritt oder in der falschen Form verwenden. Die Pflege ekzematischer Haut ruht auf drei aufeinander aufbauenden Stufen. Beginnen Sie mit der sanften Reinigung – gewöhnliche Seifen und aggressive Tenside stören die Barriere weiter, greifen Sie daher zu einer milden Formel mit Postbiotika, etwa zum AtopCare Reinigungsschaum. Die zweite Stufe ist die tägliche Pflege: Für den ganzen Körper eignet sich eine leichtere Creme, für trockenere Partien eher ein nährendes Öl mit Hanf und Squalan. Und die dritte Stufe ist der intensive lokale Schutz der trockensten und rissigen Stellen, wo sich eine konzentriertere Salbe lohnt.

Wenn besonders Ihre Hände unter dem Waschen und Desinfizieren leiden, haben wir für sie eine eigene Lösung – die AtopCare Handcreme mit Hafer und Mandelöl. Wenn Sie noch dabei sind, ein Basisprodukt für empfindliche Haut auszuwählen, werfen Sie einen Blick in unseren Ratgeber die beste Creme für trockene und empfindliche Haut.

Die AtopCare-Serie Schritt für Schritt

AtopCare Reinigungsschaum 150 ml

AtopCare Reinigungsschaum 150 ml

11 €

Anzeigen
AtopCare Körperöl 200 ml

AtopCare Körperöl 200 ml

26 €

Anzeigen
AtopCare Handcreme

AtopCare Handcreme

10 €

Anzeigen

Die ganze AtopCare-Serie ansehen →

Was Sie bei ekzematischer Haut meiden sollten

Zu wissen, was man meiden sollte, ist genauso wichtig wie zu wissen, wonach man suchen muss. Ekzematische Haut reagiert äußerst schnell, und so schaden ihr viele alltägliche kosmetische Zusätze eher, als dass sie nützen. Achten Sie beim Lesen der Inhaltsstoffliste auf der Verpackung besonders auf Folgendes:

  • Parfüm und ätherische Öle – Duft ist der häufigste Auslöser einer Kontaktallergie; suchen Sie nach „parfümfrei".
  • Aggressive Tenside (etwa SLS) – sie trocknen aus und stören die Barriere schon beim Waschen.
  • Überflüssige Konservierungs- und Farbstoffe – je kürzer und physiologischer die Zusammensetzung, desto besser.
  • Alkohol (denat.) in hoher Konzentration – trocknet aus und brennt auf geschädigter Haut.
  • Mineralöle als einziger „aktiver" Inhaltsstoff – sie okkludieren nur, versorgen die Haut aber nicht mit Nährstoffen.

Eine gute Zusammensetzung erkennen Sie daran, dass sie kurz, verständlich und auf den oben besprochenen Stoffen aufgebaut ist. Wenn Sie sich beim konkreten Schubtyp unsicher sind, hilft die Unterscheidung in unserem Artikel die beste Creme für atopisches Ekzem.

Aufbau einer Pflegeroutine für empfindliche, ekzematische Haut

Fazit: Setzen Sie auf Stoffe mit Belegen, nicht auf Versprechen

Die Pflege ekzematischer Haut ist keine Wissenschaft um ihrer selbst willen – sie ist eine praktische Entscheidung, die Sie jedes Mal treffen, wenn Sie zum Regal greifen. Wenn Sie sich die drei Aufgaben merken (Lipide auffüllen, Entzündung dämpfen, Mikrobiom unterstützen) und ein paar Namen, die dahinterstehen (kolloidaler Hafer, Hanf- und Kokosöl, Postbiotika, Lecithin), haben Sie einen verlässlichen Filter für 90 % des Angebots. Der Rest ist eine Frage der Geduld: Die Haut heilt nicht über Nacht, aber mit der richtigen Zusammensetzung und Regelmäßigkeit kommen Sie ans Ziel. Und wenn Sie nicht weiterwissen, scheuen Sie sich nicht, einen Dermatologen aufzusuchen – gute Kosmetik und ärztliche Versorgung konkurrieren nämlich nicht, sie ergänzen einander hervorragend.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der wirksamste natürliche Inhaltsstoff bei Ekzemen?

Die meisten Belege hat kolloidaler Hafer. Als einziger natürlicher Inhaltsstoff besitzt er einen von der US-Behörde FDA anerkannten Status und senkte in Studien die Schwere des atopischen Ekzems innerhalb von zwei Wochen um 51 %. Er wirkt dank der Avenanthramide, die entzündliche Signale dämpfen, und verhält sich zudem wie ein Präbiotikum für ein gesundes Mikrobiom.

Hilft Kokosöl bei atopischem Ekzem bei Kindern?

Laut einer doppelblinden Studie ja. Bei Kindern mit leichtem bis mittelschwerem atopischem Ekzem senkte natives Kokosöl den SCORAD-Score in acht Wochen um 68,23 % und unterdrückte zugleich deutlich Staphylococcus aureus. Testen Sie jedoch immer zuerst eine kleine Menge auf einer kleinen Fläche und sprechen Sie bei Kindern mit dem Kinderarzt.

Was sind Postbiotika und warum sollten sie in der Ekzempflege enthalten sein?

Postbiotika sind nützliche Stoffe aus fermentierten Bakterienkulturen. Statt Bakterien flächendeckend abzutöten, unterstützen sie eine gesunde Hautflora und beruhigen so die Haut. Der Komplex DEFENSIL®-PURE aus fermentierter Hirse erhöhte in den Tests des Herstellers die Hydratation um 142 % und stärkte die Hautbarriere um 79 %.

Sind Pflanzenöle für jeden mit Ekzem sicher?

Meistens ja, mit einer Ausnahme: Mandelöl ist für Menschen mit einer Nussallergie tabu. Generell gilt, ein neues Produkt zunächst auf einer kleinen Hautfläche zu testen und die Reaktion 24 bis 48 Stunden zu beobachten. Bei jeglicher Unsicherheit wenden Sie sich an einen Dermatologen.

Reicht bei Ekzem Kosmetik aus, oder brauche ich Medikamente?

Das hängt vom Schweregrad ab. Bei leichten Formen und in ruhigen Phasen kann hochwertige Dermokosmetik mit Hafer, Ölen und Postbiotika die Haut in gutem Zustand halten. Bei mittelschwerem bis schwerem Ekzem ist die Hautpflege jedoch eine Ergänzung der ärztlichen Behandlung, kein Ersatz dafür. Bei Verschlechterung suchen Sie immer fachliche Hilfe.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

  • Sur, R. et al. (2008) 'Avenanthramides, polyphenols from oats, exhibit anti-inflammatory and anti-itch activity', Archives of Dermatological Research, 300(10), pp. 569–574.
  • Sobhan, M. et al. (2020) 'Efficacy of colloidal oatmeal cream 1% in chronic irritant hand eczema: a double-blind study', Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 13, pp. 241–251.
  • Capone, K. et al. (2020) 'Effects of Colloidal Oatmeal on the Skin Microbiome', Journal of Drugs in Dermatology, 19(5).
  • Callaway, J. et al. (2005) 'Efficacy of dietary hempseed oil in patients with atopic dermatitis', Journal of Dermatological Treatment, 16(2), pp. 87–94.
  • Evangelista, M. T. P. et al. (2014) 'The effect of topical virgin coconut oil on SCORAD index, TEWL, and skin capacitance in mild to moderate pediatric atopic dermatitis', International Journal of Dermatology, 53(1), pp. 100–108.
  • Verallo-Rowell, V. M. et al. (2008) 'Novel antibacterial and emollient effects of coconut and virgin olive oils in adult atopic dermatitis', Dermatitis, 19(6), pp. 308–315.
  • Tsoureli-Nikita, E. et al. (2002) 'Evaluation of dietary intake of vitamin E in the treatment of atopic dermatitis', International Journal of Dermatology, 41(3), pp. 146–150.
  • Zeichner, J. A. et al. (2018) 'Use of a Topical Emulsion Containing Sweet Almond Oil and Colloidal Oatmeal in the Treatment of Hand Dermatitis', Journal of Drugs in Dermatology, 17(1).
  • Nong, Y. et al. (2023) 'Beeswax in Dermatology', Journal of Cosmetic Dermatology, 22(7).
  • Al-Waili, N. S. (2003) 'Topical application of natural honey, beeswax and olive oil mixture for atopic dermatitis or psoriasis', Complementary Therapies in Medicine, 11(4), pp. 226–234.