Wie pflegt man trockene Haut?

Trockene Haut ist weit mehr als nur ein kleines kosmetisches Problem. Oft ist sie ein deutliches Warnsignal unseres größten Organs. Spüren Sie ein ständiges, unangenehmes Spannen, ein quälendes Jucken oder entdecken Sie feine, weiße Schuppen auf den Wangen, an den Ellenbogen oder Händen? Wenn trockene Haut Gesicht und Körper zeichnet, bedeutet das in der Regel, dass die natürliche Schutzbarriere gestört ist. Dadurch verdunstet wertvolle Feuchtigkeit ungehindert nach außen, während gleichzeitig Reizstoffe, Allergene und Bakterien leichter nach innen eindringen können. Das ist nicht nur körperlich belastend, sondern schränkt auch das allgemeine Wohlbefinden spürbar ein.

Wie pflegt man trockene Haut?

Wie lässt sich dieser Teufelskreis aus Juckreiz, Kratzen und weiterer Austrocknung durchbrechen? In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie trockene Haut ohne Kompromisse richtig pflegen. Wir zeigen Ihnen, nach welchen Inhaltsstoffen Sie in Ihrer Kosmetik suchen sollten, wie Sie die richtige trockene Haut Creme finden und welche alltäglichen Fehler Sie in Ihrer Pflegeroutine besser vermeiden, um wieder einen strahlenden, geschmeidigen und gesunden Teint zu erlangen.

 

Das Wichtigste in Kürze

Wenn Sie es eilig haben und schnelle Lösungen für Ihre trockene Haut suchen, finden Sie hier die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Artikel:

  • Der feine Unterschied: Trockener Haut mangelt es vor allem an Lipiden (Fetten), während dehydrierter Haut lediglich Wasser fehlt. Beide Zustände erfordern einen etwas anderen Pflegeansatz, treten in der Praxis aber oft gemeinsam auf.
  • Die Hautbarriere als Fundament: Eine intakte Barriere wirkt wie ein Schutzschild. Um sie nachhaltig zu reparieren, benötigen Sie Bausteine wie Ceramide, Squalan, Haferöl und hochwertige Feuchtigkeitsspender – allen voran niedermolekulare Hyaluronsäure.
  • Die Drei-Minuten-Regel: Tragen Sie Cremes und pflegende Öle immer innerhalb von drei Minuten nach der Reinigung auf die noch leicht feuchte Haut auf. Nur so schließen Sie die Feuchtigkeit im Gewebe ein, bevor sie verdunstet.
  • Sanfte Reinigung: Verbannen Sie aggressive Seifen mit scharfen Sulfaten (wie SLS, SLES) und zu heißes Wasser aus dem Badezimmer. Greifen Sie stattdessen zu milden Reinigungsschäumen oder Duschölen, die den Säureschutzmantel respektieren.
  • Schutz von innen und außen: Denken Sie daran, die Raumluft ausreichend zu befeuchten, atmungsaktive Kleidung zu tragen und den Körper auch von innen mit genügend Flüssigkeit und Nährstoffen zu versorgen.

Warum haben Sie trockene Haut? Die Ursache liegt in der Barriere

Um zu verstehen, warum Ihre Haut spannt und schuppt, hilft ein einfaches Bild: Eine gesunde Hautstruktur funktioniert wie eine stabile Ziegelmauer. Die Hautzellen sind die Ziegelsteine, und die hauteigenen Lipide (Fette wie Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren) bilden den Mörtel, der alles fest und lückenlos zusammenhält. Wenn Sie unter dem Problem trockene Haut leiden, fehlt dieser Mörtel oder ist von minderer Qualität. Die Folge: Das Wasser aus den tieferen Hautschichten verdunstet schnell an die Umgebungsluft. Dieser Vorgang wird in der Dermatologie als transepidermaler Wasserverlust (TEWL) bezeichnet. Die Haut reißt ein, verliert an Elastizität und wird anfällig für äußere Einflüsse.

Besonders dann, wenn trockene Haut Gesicht und Hals betrifft, ist es wichtig zu verstehen, was diese empfindliche Barriere zerstört. Die häufigsten Ursachen lassen sich in folgende Hauptkategorien unterteilen:

  1. Natürliche Hautalterung und hormonelle Schwankungen: Mit den Jahren drosselt der Körper ganz natürlich die Produktion von schützendem Hauttalg und körpereigener Hyaluronsäure. Bei Frauen spielt zudem der Abfall des Östrogenspiegels während der Menopause eine große Rolle. Die Haut wird dadurch messbar dünner, verliert an Dichte und neigt stärker zur Austrocknung. Eine reife Haut verlangt daher nach einer reichhaltigeren, lipidbasierten Pflege.
  2. Zu viel des Guten: Aggressive Reinigung und falsche Kosmetik: Lange, heiße Duschen und die tägliche Verwendung von herkömmlichen Duschgelen oder Seifen mit starken Tensiden waschen die wichtigen Schutzlipide aus der Haut. Nach einem solchen Bad fühlt sich die Haut vielleicht „quietschsauber“ an, in Wahrheit ist sie jedoch entblößt, schutzlos und gereizt.
  3. Das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht: Auf der Oberfläche unserer Haut existiert ein eigenes Ökosystem. Milliarden nützlicher Bakterien bilden das sogenannte Hautmikrobiom. Wird dieses Gleichgewicht durch andauernden Stress, falsche Ernährung oder reizende Kosmetik gestört, gewinnen schädliche Bakterien die Oberhand. Es entstehen kleine Entzündungen. Das Ergebnis ist eine irritierte, gerötete und trockene Haut.
  4. Genetik und chronische Erkrankungen: In vielen Fällen ist die Neigung zur Trockenheit in unserer DNA verankert. Menschen mit einer genetischen Mutation des Filaggrin-Gens (einem Protein, das für eine intakte Hautbarriere unerlässlich ist) haben ein deutlich höheres Risiko, chronische Trockenheit oder sogar atopische Ekzeme zu entwickeln. Wenn Sie mehr über solche Hautzustände erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Beitrag darüber, was hilft bei Neurodermitis.

Innere Ursachen: Bei trockene Haut was fehlt dem Körper?

Oft konzentrieren wir uns nur auf die Pflege von außen und vergessen die innere Versorgung. Viele Betroffene fragen sich beim Thema „trockene Haut was fehlt dem Körper eigentlich?“. Die Antwort liegt häufig in unserer modernen Ernährung. Wenn der Haut essenzielle Bausteine fehlen, kann sie keine gesunde Barriere aufbauen. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren (zu finden in fettem Fisch, Leinsamen oder Walnüssen) führt zu einem spürbaren Verlust an Geschmeidigkeit. Ebenso sind Zink, Vitamin A und Vitamin E wichtig für die Zellregeneration. Wer zu wenig ungesüßtes Wasser oder Kräutertee trinkt, entzieht den Zellen zudem Feuchtigkeit von innen. Ein ganzheitlicher Ansatz ist daher der beste Weg, um das Problem dauerhaft zu lösen.

Nicht jede trockene Haut ist gleich: Kennen Sie die Unterschiede?

Bevor Sie nun losziehen und die erstbeste trockene Haut Creme kaufen, die schnelle Wunder verspricht, sollten Sie den Zustand Ihrer Haut genau einordnen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Gleichsetzung von trockener und dehydrierter Haut. Beide Zustände fühlen sich zwar ähnlich unangenehm an, erfordern jedoch grundlegend verschiedene Pflegekonzepte.

1. Der klassisch trockene Hauttyp (alipische Haut): Dabei handelt es sich um einen genetisch bedingten Hauttyp, mit dem man in der Regel geboren wird. Die Talgdrüsen produzieren schlicht zu wenig natürliches Fett (Sebum). Die Haut wirkt oft stumpf und glanzlos, fühlt sich rau an und weist kaum sichtbare Poren auf. Da ihr die natürliche Schutzschicht fehlt, neigt sie zu vorzeitiger Faltenbildung. Ein typisches Merkmal ist die ständige Bildung von rauen Schüppchen und ein Spannungsgefühl, das auch Stunden nach dem Eincremen nicht verschwindet. Dieser Hauttyp braucht hochwertige Lipide (Öle, Pflanzenbuttern, Ceramide). Um sicherzugehen, ob dies auf Sie zutrifft, empfehlen wir unseren Ratgeber: Kennen Sie Ihren Hauttyp?

2. Die dehydrierte Haut (Feuchtigkeitsmangel): Im Gegensatz zum trockenen Hauttyp ist dies kein dauerhafter Typ, sondern ein vorübergehender, oft stressbedingter Zustand. Interessanterweise kann auch eine ölige oder Mischhaut dehydriert sein. Der Haut fehlt es dann an Wasser, nicht an Fett. Sie spüren vielleicht ein Spannen auf den Wangen, gleichzeitig glänzt Ihre T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) im Laufe des Tages. Das geschieht, weil die Haut versucht, den Wassermangel durch eine Überproduktion von Talg auszugleichen. Hier sollten Sie sich auf wasserbindende Stoffe (Humektantien) konzentrieren. Wenn Sie eher zu öligem Glanz neigen, hilft Ihnen unser Artikel darüber, wie man fettige Haut pflegt, weiter.

3. Atopische Dermatitis und chronische Ekzeme: Wenn Ihre Haut nicht nur spannt und schuppt, sondern sich stark gerötete, entzündliche und stark juckende Herde bilden, reicht eine herkömmliche Kosmetik aus dem Drogeriemarkt nicht mehr aus. Manchmal spitzt sich die Situation so weit zu, dass die trockene Haut tief einreißt und blutet. In diesem Stadium ist eine spezialisierte, dermatologisch fundierte Pflege erforderlich, die darauf abzielt, die überaktive Immunreaktion der Haut zu beruhigen und die geschädigte Barriere wieder aufzubauen.

Was muss eine gute trockene Haut Creme leisten?

Die Suche nach der passenden Pflege kann frustrierend sein. Viele greifen aus Verzweiflung zu sehr fettigen Salben (wie reiner Vaseline oder Melkfett). Diese erzeugen zwar einen dichten Film auf der Haut, unter dem die Feuchtigkeit nicht entweichen kann, doch sie lassen die Haut nicht atmen und führen oft zu einem unangenehmen Hitzestau. Eine moderne, wissenschaftlich formulierte trockene Haut Creme arbeitet klüger. Sie muss drei Schritte beherrschen: Hydratisieren, Auffüllen und Versiegeln.

Ein gutes Produkt kombiniert daher immer drei Arten von Inhaltsstoffen in einem ausgewogenen Verhältnis:

  1. Humektantien (Feuchtigkeitsspender): Diese Inhaltsstoffe wirken wie winzige Magnete. Sie ziehen Wasser aus der Umgebung und aus tieferen Hautschichten an und binden es in der obersten Hornschicht. Bekannte Vertreter sind Glycerin, Urea (Harnstoff) und Hyaluronsäure.
  2. Emollienzien (Weichmacher): Diese Stoffe dringen in die kleinen Risse und Zwischenräume der rauen Hornzellen ein. Sie füllen die Lücken auf, glätten die Hautoberfläche spürbar und machen sie geschmeidig. Hierzu zählen pflanzliche Öle, Squalan und Ceramide.
  3. Okklusiva (Versiegler): Sie bilden einen hauchdünnen, aber atmungsaktiven Schutzfilm auf der Hautoberfläche. Dieser Film ist wichtig, denn er verhindert, dass das zugeführte Wasser sofort wieder an die trockene Raumluft verdunstet. Hochwertige Pflanzenwachse oder Sheabutter übernehmen diese Funktion hervorragend.

Wenn Sie eine kompromisslose Komplettpflege suchen, die all diese Funktionen in einer Textur vereint, empfehlen wir Ihnen unsere Anti-Aging Tagescreme The Uncompromised Cream. Sie wurde speziell und ohne Kompromisse für die hohen Ansprüche einer reifen, anspruchsvollen und sehr trockenen Haut entwickelt. Für weitere Vergleiche lesen Sie auch unseren Beitrag über die beste Creme für trockene und empfindliche Haut.

Welche Vitamine und Wirkstoffe unterstützen trockene Haut?

Der Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe (INCI) eines Kosmetikprodukts kann verwirrend sein. Wenn Sie jedoch unter dem Zustand trockene Haut leiden, sollten Sie gezielt nach bestimmten, wissenschaftlich fundierten Wirkstoffen Ausschau halten, die nachweislich die Hautbarriere reparieren und tiefenwirksam hydratisieren. Hier ist die Liste der Inhaltsstoffe, die in Ihrer täglichen Routine nicht fehlen sollten:

  1. Niedermolekulare Hyaluronsäure: Dieser Wirkstoff ist der Goldstandard, wenn es um die Bindung von Feuchtigkeit geht. Hyaluronsäure funktioniert wie ein mikroskopisch kleiner Schwamm, wobei ein einziges Molekül bis zum 1000-Fachen seines eigenen Gewichts an Wasser binden kann. Aber Vorsicht: Damit sie bei sehr trockener Haut nachhaltig wirkt, muss sie niedermolekular (also sehr klein) sein. Grobmolekulare Hyaluronsäure bleibt nur auf der Hautoberfläche liegen und kann bei geringer Luftfeuchtigkeit sogar Wasser aus der Haut ziehen und ein Spannungsgefühl verursachen. Die kleinen Moleküle hingegen dringen tief in die Epidermis ein und polstern die Haut von innen heraus auf. Eine gute Wahl ist hierfür unser Hyaluron-Serum, das Sie ideal unter Ihrer Creme anwenden können. Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel über Hyaluronsäure. Für die Reparatur über Nacht empfiehlt sich zudem unsere reichhaltige Nachtcreme.
  2. Postbiotika (z. B. DEFENSIL® PURE): Diese Wirkstoffe sind eine echte Bereicherung in der Pflege empfindlicher Haut. Postbiotika sind Stoffwechselprodukte nützlicher Bakterien. Sie „füttern“ das gute Mikrobiom auf Ihrer Haut und drängen schädliche, entzündungsfördernde Keime zurück. Dadurch stärken sie die natürliche Immunabwehr der Haut. Die Haut hört auf, sich ständig zu röten, zu schuppen und zu jucken.
  3. Barriere-Lipide (Haferöl, Ceramide, Squalan): Diese Substanzen ersetzen den fehlenden „Mörtel“ zwischen Ihren Hautzellen. Haferöl ist für eine trockene Haut wie flüssiges Gold. Es enthält einen hohen Anteil an Avenanthramiden, die stark beruhigend wirken und selbst starken Juckreiz lindern. Ceramide sind ohnehin ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Haut; führt man sie von außen zu, wird die Barriere wieder gekittet. Squalan ist ein leichtes, klares Öl, das zu 100 % biokompatibel mit dem menschlichen Hauttalg ist. Es zieht schnell ein, ohne einen klebrigen oder fettigen Film zu hinterlassen.
  4. Panthenol (Provitamin B5): Wenn Sie sich fragen, welches Vitamin bei Rissen und Irritationen am besten hilft, ist Panthenol die Antwort. Es ist bekannt für seine heilenden, regenerierenden und beruhigenden Eigenschaften. Es unterstützt die Zellneubildung von geschädigtem Gewebe, reduziert Rötungen sichtbar und wirkt zugleich als guter Feuchtigkeitsspender. Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag über Panthenol.
  5. Vitamin E (Tocopherol): Vitamin E ist ein starkes Antioxidans. Es schützt die empfindlichen Zellmembranen vor den Angriffen freier Radikale (ausgelöst durch UV-Strahlung oder Umweltverschmutzung). Darüber hinaus wirkt es zusammen mit anderen Lipiden und hilft dabei, die Haut dauerhaft weich und geschmeidig zu halten.
  6. Gluconolacton (eine milde PHA-Säure): Obwohl Menschen mit trockener Haut oft Angst vor Peelings haben, ist eine sanfte Entfernung der abgestorbenen, verhornten Hautzellen sinnvoll. Nur so können die Pflegecremes überhaupt in die Haut eindringen und liegen nicht nur auf einer Schicht aus toten Schuppen auf. Gluconolacton ist eine sehr milde, großmolekulare Säure, die die Haut nicht nur sanft von Schüppchen befreit, sondern sie gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt und die Barriere stärkt.

5 Pflege-Regeln, die Ihre trockene Haut verändern werden

Selbst die teuerste trockene Haut Creme der Welt wird Ihnen nicht den gewünschten Erfolg bringen, wenn Sie in Ihrer täglichen Routine grundlegende Fehler machen. Die Pflege von trockener und sensibler Haut erfordert Sanftheit, Konsequenz und vor allem das richtige Timing.

1. Die goldene 3-Minuten-Regel

Dies ist wahrscheinlich die wichtigste und zugleich am häufigsten ignorierte Regel in der gesamten Hautpflege. Nachdem Sie geduscht, gebadet oder Ihr Gesicht gereinigt haben, haben Sie ein Zeitfenster von etwa drei Minuten, um Ihre feuchtigkeitsspendende Creme, Ihre Bodylotion oder Ihr Gesichtsöl aufzutragen. In diesem Moment ist die Haut noch leicht feucht, die Poren sind durch die Wärme geöffnet und bereit, Nährstoffe aufzunehmen. Indem Sie das Pflegeprodukt sofort auftragen, „versiegeln“ Sie das restliche Wasser aus der Dusche in der Haut. Wenn Sie hingegen warten, bis die Haut an der Luft getrocknet ist, oder sich mit einem rauen Handtuch trockenrubbeln, geht wertvolle Feuchtigkeit verloren. Die Haut beginnt sich fast augenblicklich zusammenzuziehen.

2. Reinigen Sie ohne aggressive Chemie

Die meisten handelsüblichen Seifen und stark schäumenden Duschgele aus der Drogerie enthalten aggressive Tenside (Schaumbildner). Diese erzeugen zwar einen schönen, üppigen Schaum, zerstören aber gleichzeitig Ihre wertvolle Hautbarriere, indem sie alle natürlichen Fette herauslösen. Für eine sehr trockene Haut ist es ratsam, Produkte zu verwenden, die schonend reinigen und der Haut idealerweise schon während des Waschens Feuchtigkeit zurückgeben. Reduzieren Sie zudem Ihre Duschzeit auf maximal 5 bis 10 Minuten und vermeiden Sie sehr heißes Wasser, da dieses die hauteigenen Fette regelrecht wegwäscht.

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3. Versiegeln Sie die Feuchtigkeit mit einem hochwertigen Öl

An sehr trockenen und rauen Körperstellen wie den Schienbeinen, den Ellenbogen, den Knien oder den Händen reicht eine gewöhnliche, leichte Bodylotion oft nicht aus. Sie zieht zwar schnell ein, ihre Wirkung verfliegt aber oft ebenso schnell wieder. Hier benötigen Sie ein stärkeres Okklusivum – eine dichte, aber atmungsaktive Schicht, die das Wasser in der Haut hält. An diesem Punkt kommen hochwertige Körperöle ins Spiel. Denken Sie jedoch an eine wichtige Regel: Ein Öl an sich spendet keine Feuchtigkeit (da es kein Wasser enthält). Es sollte daher immer auf die noch feuchte Haut nach dem Duschen oder als letzte, versiegelnde Schicht über einer feuchtigkeitsspendenden Lotion aufgetragen werden.

4. Achten Sie auf die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen

Besonders in den kalten Wintermonaten sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in stark beheizten Wohnungen und Büros oft auf unter 20 %. Das ist ein Zustand, der klimatisch mit einer Wüste vergleichbar ist. Ihre Haut spürt diesen Mangel sofort, denn die trockene Raumluft entzieht den Poren Feuchtigkeit, um ein osmotisches Gleichgewicht herzustellen. Die Investition in einen guten, leisen Luftbefeuchter kann hier wahre Wunder wirken. Versuchen Sie, die Luftfeuchtigkeit in dem Raum, in dem Sie schlafen, konstant zwischen 40 % und 60 % zu halten. Falls Sie keinen elektrischen Luftbefeuchter besitzen, hilft als bewährtes Hausmittel auch ein feuchtes Handtuch, das Sie abends über den warmen Heizkörper legen.

5. Vorsicht bei Kleidungsmaterialien und scharfen Waschmitteln

Grobe Schafswolle, kratzige synthetische Stoffe (wie billiges Polyester), die keinen Schweiß nach außen abgeben, oder sehr eng anliegende Kleidung können eine ohnehin schon trockene Haut mechanisch reizen und den Juckreiz verstärken. Bevorzugen Sie stattdessen glatte, weiche und atmungsaktive Materialien wie reine Baumwolle, Bambusviskose, Seide oder moderne, hautfreundliche Nanofaser-Materialien. Diese schmiegen sich sanft an und lassen die Haut atmen. Achten Sie ebenso auf Ihr Waschmittel. Verwenden Sie milde, unparfümierte Sensitiv-Waschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler. Weichspüler hinterlassen einen chemischen Film auf den Textilien, der bei Kontakt mit Schweiß gelöst wird und die Haut reizen kann.

Trockene Haut Hausmittel: Was hilft wirklich?

Viele Menschen suchen bei Beschwerden zunächst nach natürlichen Alternativen. Wenn es um das Thema trockene Haut Hausmittel geht, gibt es tatsächlich einige Schätze in der Natur, aber auch einige Mythen. Ein gutes und dermatologisch sinnvolles Hausmittel ist das Haferbad. Feingemahlenes kolloidales Hafermehl, das dem lauwarmen Badewasser zugegeben wird, legt einen beruhigenden, entzündungshemmenden Film auf die Haut und lindert Juckreiz fast sofort. Auch reine, kaltgepresste Öle wie Mandel- oder Jojobaöl (auf die feuchte Haut aufgetragen) sind wunderbare Helfer aus der Natur.

Vorsicht ist jedoch bei aggressiven DIY-Rezepten geboten. Vermeiden Sie selbstgemachte Peelings aus grobem Zucker, Salz oder Kaffeesatz. Diese scharfkantigen Partikel reißen mikroskopisch kleine Wunden in die ohnehin fragile Hautbarriere und verschlimmern Trockenheit und Rötungen. Auch unverdünnter Zitronensaft oder reines Backpulver haben auf einer sensiblen Gesichtshaut nichts zu suchen, da sie den sauren pH-Wert der Haut zerstören.

Trockene Haut Gesicht und Akne: Passt das überhaupt zusammen?

Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass Akne, Pickel und Unreinheiten ausschließlich ein Problem von fettiger, öliger Haut seien. Der dermatologische Alltag zeigt jedoch ein anderes Bild. Wenn trockene Haut Gesicht und Kinnpartie betrifft und gleichzeitig schmerzhafte Pickel entstehen, ist das für die Betroffenen extrem frustrierend. Dieser Zustand entsteht oft als paradoxe Reaktion auf eine übertriebene, zu aggressive Pflegeroutine.

Wenn Sie in Panik geraten und versuchen, aufkommende Unreinheiten mit aggressiven Waschgelen, hochkonzentrierten Säuren, austrocknendem Benzoylperoxid oder starken Retinoiden „wegzuschrubben“, schädigen Sie Ihre Hautbarriere. Das Ergebnis: Die Haut ist an der Oberfläche stark ausgetrocknet, sie spannt, schuppt sich und brennt bei jeder Berührung. Gleichzeitig bilden sich unter dieser verhornten, trockenen Schicht weiterhin schmerzhafte, tiefliegende Entzündungen und verstopfte Poren. Warum? Weil die Haut in ihrer Not versucht, den Feuchtigkeitsverlust durch eine Überproduktion von Talg in den tieferen Schichten auszugleichen. Dieser Talg kann aber durch die harten, trockenen Hautschüppchen an der Oberfläche nicht mehr abfließen – ein Pickel entsteht.

Wie entkommen Sie dieser Falle? Sie sollten alle aggressiven, austrocknenden Anti-Akne-Wirkstoffe absetzen. Ihr Fokus sollte vorübergehend ausschließlich auf Beruhigung und intensiver Hydratation liegen. Verwenden Sie leichte, nicht-komedogene (die Poren nicht verstopfende) Feuchtigkeitsspender wie Squalan, die die Barriere reparieren, ohne neue Pickel auszulösen. Eine gute, sofort lindernde Wahl, um die akute Entzündung zu beruhigen und die Haut tiefgehend zu durchfeuchten, ist unsere Beruhigende Maske.

Trockene Haut bei Kindern und in der Schwangerschaft

Die hormonellen Veränderungen während einer Schwangerschaft können das Hautbild einer Frau völlig verändern. Während einige das Glück des berühmten „Pregnancy Glow“ erleben, leiden viele werdende Mütter plötzlich unter sehr trockener, juckender Haut – besonders am wachsenden Bauch. Das starke Dehnen der Hautschichten verursacht Mikrorisse in der Barriere. Hier ist das tägliche, sanfte Einmassieren von hochwertigen, reinen Körperölen nicht nur sinnvoll, um den quälenden Juckreiz zu lindern, sondern auch die beste Vorbeugung gegen die Entstehung von tiefen Dehnungsstreifen.

Auch die Haut von Säuglingen und Kleinkindern braucht besondere Aufmerksamkeit. Sie ist deutlich dünner, durchlässiger und empfindlicher als die Haut eines Erwachsenen. Die schützende Barrierefunktion und der Säureschutzmantel sind in den ersten Lebensjahren noch nicht vollständig entwickelt. Daher verliert Kinderhaut schnell an Feuchtigkeit. Sehr oft zeigen sich raue, gerötete und trockene Haut-Stellen an den zarten Wangen, hinter den Ohren oder in den Beugefalten der Arme und Beine. Unsere Kosmetiklinie AtopCare, insbesondere das milde Körperöl und der sanfte Reinigungsschaum, wurde mit Rücksicht auf diese Empfindlichkeit entwickelt. Sie zeichnet sich durch eine hohe Reinheit der Inhaltsstoffe aus und ist auch für empfindliche Babyhaut geeignet.

Wie pflegt man trockene Haut im extremen Winter und im Frühling?

Der Wechsel der Jahreszeiten hat einen großen, oft unterschätzten Einfluss auf den Zustand unserer Haut. In den kalten, dunklen Monaten des Jahres wird die Haut besonders beansprucht. Wenn trockene Haut Gesicht und Hände im Winter plagt, liegt das an der Kombination aus eisigem, schneidendem Wind im Freien und der trockenen, warmen Heizungsluft in den Innenräumen. Kälte drosselt zudem die natürliche Talgproduktion der Haut. Im Winter braucht Ihre Haut daher einen dicken, schützenden „Wintermantel“ in Form von reichhaltigeren Cremes (idealerweise Wasser-in-Öl-Emulsionen, W/O), die prall gefüllt sind mit Ceramiden, Sheabutter und pflanzlichen Ölen. Diese Inhaltsstoffe schützen das Gesicht vor Kälteschäden und beugen dem Platzen feiner Blutgefäße (Couperose) vor.

Sobald der Frühling erwacht, ändert sich die Situation. Mit den steigenden Außentemperaturen und der zunehmenden Luftfeuchtigkeit sehnt sich die Haut nach Leichtigkeit und einem frischen „Detox“. Die schweren, okklusiven Wintersalben können nun zu reichhaltig wirken, einen Hitzestau verursachen und die Poren verstopfen. Es ist Zeit für einen Wechsel: Tauschen Sie die schweren Texturen gegen leichtere, aber dennoch intensiv hydratisierende Emulsionen und Seren aus. Produkte mit einem hohen Anteil an Hyaluronsäure, leichtem Squalan und schützenden Antioxidantien wecken die Haut aus dem Winterschlaf und verleihen ihr ein frisches, pralles und gesundes Aussehen.

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Wann sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen?

Die richtige Kosmetik kann viel bewirken, aber sie hat ihre Grenzen. Wenn Ihre Haut so stark ausgetrocknet ist, dass sie tief einreißt, blutet, nässt oder sich gelbliche Krusten (ein Zeichen für eine bakterielle Infektion) bilden, reicht die häusliche Pflege nicht mehr aus. Auch wenn der Juckreiz so unerträglich wird, dass er Sie nachts nicht schlafen lässt und Ihren Alltag stark beeinträchtigt, ist der Gang zur dermatologischen Praxis unausweichlich. Es könnte sich um eine schwere Form der Neurodermitis, eine akute Kontaktallergie oder eine Infektion mit dem Bakterium Staphylococcus aureus handeln, die medizinisch behandelt werden muss. Kosmetikprodukte unterstützen die Hautfunktion und lindern Symptome, aber sie heilen keine ernsthaften Krankheiten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der erste Schritt, wenn ich extrem trockene Haut habe?

Der erste und wichtigste Schritt ist die Anpassung Ihrer täglichen Reinigungsroutine. Verbannen Sie heißes Wasser und steigen Sie auf lauwarmes Wasser um. Ersetzen Sie aggressive, stark schäumende Duschgele durch sehr milde, rückfettende Reinigungsschäume oder Duschöle. Tragen Sie anschließend innerhalb von maximal drei Minuten nach dem Waschen eine hochwertige, lipidreiche Creme oder ein Körperöl auf die noch leicht feuchte Haut auf, um die Feuchtigkeit im Gewebe einzuschließen und den transepidermalen Wasserverlust zu stoppen.

Welche Inhaltsstoffe sind die besten für eine trockene Haut Creme?

Die besten und nachhaltigsten Ergebnisse erzielen Sie mit einer durchdachten Kombination aus stark wasserbindenden Stoffen (wie niedermolekularer Hyaluronsäure, Glycerin und Panthenol) und hochwertigen, okklusiven Lipiden (wie Squalan, Haferöl, Ceramiden und Sheabutter). Diese Kombination stellt sicher, dass die Haut zunächst die nötige Feuchtigkeit erhält und diese anschließend durch die Lipidschicht auch dauerhaft im Gewebe halten kann, ohne dass sie an die Luft verdunstet.

Wie unterscheidet sich eine trockene von einer dehydrierten Haut?

Trockene Haut ist ein genetisch bedingter, dauerhafter Hauttyp, dem es vor allem an hauteigenen Fetten (Lipiden) mangelt. Sie ist oft rau, schuppig, matt und hat sehr feine, kaum sichtbare Poren. Dehydrierte Haut hingegen ist ein vorübergehender, oft durch Umweltfaktoren oder falsche Pflege ausgelöster Zustand, bei dem es der Haut akut an Wasser mangelt. Interessanterweise kann auch eine fettige Haut dehydriert sein, was sich oft durch ein Spannungsgefühl bei gleichzeitigem, starkem Fettglanz an der Oberfläche äußert.

Welches Vitamin hilft am effektivsten bei trockener und rissiger Haut?

Für die Regeneration von trockener, geschädigter Haut sind vor allem drei Vitamine wichtig: Provitamin B5 (Panthenol) beruhigt die Haut und unterstützt die Wundheilung sowie die Zellerneuerung. Vitamin E (Tocopherol) wirkt als kraftvolles Antioxidans, das die wertvollen Hautlipide vor der Zerstörung durch freie Radikale schützt und die Haut geschmeidig hält. Vitamin B3 (Niacinamid) ist ebenfalls hervorragend, da es die Haut anregt, wieder selbst mehr schützende Ceramide zu produzieren.

Kann ich bei extrem trockener Haut auch Unreinheiten oder Akne bekommen?

Ja, durchaus. Dies ist sogar ein häufiges Phänomen, das durch eine stark geschädigte Hautbarriere verursacht wird. Wenn die Haut durch falsche, zu aggressive Pflegeprodukte stark ausgetrocknet wird, verhornt die oberste Schicht und bildet trockene Schüppchen. Gleichzeitig versucht die Haut in tieferen Schichten, den Feuchtigkeitsverlust durch eine Überproduktion von Talg auszugleichen. Da dieser Talg durch die Verhornungen an der Oberfläche nicht abfließen kann, verstopfen die Poren, und es entstehen schmerzhafte, tief sitzende Entzündungen und Pickel unter der trockenen Hautschicht.

Lucie Konečná, Betriebsleiterin bei nanoSPACE
Lucie Konečná ist seit 7 Jahren in der Nanotechnologie tätig. Sie ist Mitautorin des Projekts „Česko je nano" (Tschechien ist Nano) und setzt sich langfristig für die Bekanntmachung von Nanotechnologien ein. Seit Mai 2020 leitet sie den Betrieb des nanoSPACE E-Shops.

Quellen

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Wallen-Russell, C. (2017) 'The Role of Every-Day Cosmetics in Altering the Surface pH of the Skin and the Effect This Has on the Skin Microbiome', Cosmetics, 6(3).

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