Allergie erkennen: Symptome, Typen und was Sie dagegen tun können

 

Sie müssen ständig niesen, haben wässrigen Schnupfen und juckende Augen, doch das Thermometer zeigt normale Werte an und niemand in Ihrem Umfeld ist krank? Kehren dieselben Beschwerden jedes Frühjahr zurück, oder immer dann, wenn Sie das Schlafzimmer putzen oder die Nachbarskatze streicheln? Dann stellen Sie sich genau die richtige Frage: Wie lässt sich eine Allergie erkennen und von einer gewöhnlichen Erkältung unterscheiden? Allergien sind längst keine Seltenheit mehr – weltweit sind hunderte Millionen Menschen betroffen. Allein allergischer Schnupfen plagt in vielen europäischen Ländern rund ein Viertel der Erwachsenen. In diesem Ratgeber führen wir Sie durch die häufigsten Symptome, zeigen Ihnen, woran Sie eine Allergie gegen Hausstaubmilben, Pollen, Schimmel, Tiere und Lebensmittel erkennen, und erklären Ihnen vor allem, was Sie schon heute dagegen tun können.

Allergie erkennen: Symptome, Typen und was Sie dagegen tun können

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Stoffe (Allergene). Der Körper wertet sie als Bedrohung und löst eine Entzündung aus – daher kommen Schnupfen, Niesen, Juckreiz und Husten.
  • Der wichtigste Unterschied zur Erkältung: Bei einer Allergie ist das Nasensekret wässrig und klar, begleitet von juckenden Augen und einer juckenden Nase. Es tritt kein Fieber auf, und die Beschwerden dauern länger als eine Woche an oder kehren in ganz bestimmten Situationen wieder.
  • Die häufigsten Auslöser sind luftgetragene (respiratorische) Allergene: Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelsporen und Tierallergene. Ihnen kann man nur sehr schwer ausweichen, da sie uns quasi überall umgeben.
  • Gewissheit bringt nur ein Besuch beim Allergologen – über Haut-Prick-Tests oder eine Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper. Ein positiver Test allein bedeutet jedoch noch nicht zwingend eine Erkrankung; Ihre Symptome müssen auch dazu passen.
  • Linderung verschafft die Kombination aus drei Schritten: den Kontakt mit dem Allergen verringern (Barrierebettwäsche, Luftreiniger, Nasenfilter), die Symptome lindern und – bei geeigneten Patienten – die Ursache mit einer Allergen-Immuntherapie behandeln.

Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Wir bei nanoSPACE sind keine Ärzte. Bevor Sie eine Behandlung beginnen, Medikamente ändern oder wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern, wenden Sie sich bitte stets an einen Allergologen, Dermatologen oder einen anderen Facharzt.

Was eine Allergie ist und warum sie entsteht

Eine Allergie ist eine Überreaktion – oft auch als Überempfindlichkeit oder Hypersensibilität bezeichnet – des Immunsystems auf Stoffe, denen unser Organismus im Alltag ganz gewöhnlich begegnet. Der Unterschied zwischen einem Allergiker und einem Nicht-Allergiker besteht darin, dass das Immunsystem eines Allergikers diese harmlosen Stoffe nicht toleriert und auf sie reagiert, oft sogar stark übertrieben. Pollen, Staub oder Tierhaare stören einen gesunden Menschen nicht, beim Allergiker stuft der Körper sie jedoch irrtümlich als Gefahr ein und leitet Abwehrmaßnahmen ein.

Eine Allergie entsteht durch einen Prozess, der als Sensibilisierung bezeichnet wird: Durch wiederholten Kontakt wird der Organismus nach und nach überempfindlich gegen ein bestimmtes Allergen. Wie lange das dauert, ist sehr unterschiedlich – manchmal genügen wenige Tage, manchmal zieht es sich über Jahre hin. Wird die betroffene Person dann erneut dem Allergen ausgesetzt, setzen Immunzellen Histamin und weitere Botenstoffe frei, und es entsteht eine allergische Entzündung im betroffenen Gewebe. Dies führt zu den bekannten Beschwerden – juckende Augen, eine verstopfte Nase oder Hautausschlag. Die Neigung zu Allergien ist zudem oft erblich: Sind beide Eltern Allergiker, steigt die Wahrscheinlichkeit beim Kind deutlich.

Wichtig zu wissen: Eine Allergie erkennen zu können, ist nicht dasselbe, wie den genauen Auslöser zu bestimmen. Ihre Symptome deuten darauf hin, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Allergie handelt. Sie helfen Ihnen dabei, eine Allergie erkennen zu lernen und die typischen Muster zu verstehen, doch den konkreten Auslöser ermittelt erst eine gezielte Untersuchung beim Facharzt. Bevor Sie sich jedoch dorthin wenden, ist es hilfreich, die typischen Anzeichen richtig deuten zu können – genau darum geht es in der folgenden Übersicht.

Die häufigsten Symptome einer Allergie

Um eine Allergie erkennen zu können, hilft es, die Bandbreite der möglichen Anzeichen zu kennen. Allergische Symptome betreffen zahlreiche Organe und können sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den typischsten gehören:

  • Niesanfälle und wässriger, klarer Schnupfen
  • eine verstopfte Nase, obwohl Sie nicht erkältet sind
  • unerklärlicher Husten ohne vorausgehenden Atemwegsinfekt
  • pfeifende Atmung und andere unerklärliche Atembeschwerden
  • juckende, brennende, tränende oder gerötete Augen
  • Jucken im Hals, in den Ohren oder in der Nase
  • Hautreaktionen – Nesselsucht, Juckreiz, Ekzeme
  • ungewöhnlich starke Reaktionen auf Insektenstiche
  • Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel
  • geschwollene Lippen, eine geschwollene Zunge oder ein Kribbeln im Mund

Wichtig ist nicht nur die Art des Symptoms, sondern auch sein zeitlicher Ablauf und die Umstände. Treten die Beschwerden stets im Freien zu einer bestimmten Jahreszeit, nach dem Bettenmachen, beim Putzen oder in der Nähe eines bestimmten Tieres auf, so ist das ein starkes Indiz für eine Allergie. Damit Sie wissen, worauf und wann Sie besonders achten sollten, lesen Sie unseren Allergiker-Kalender: Leitfaden für Allergene von Januar bis Dezember.

Wie Sie eine Allergie erkennen und von einer Erkältung unterscheiden

Das ist die Frage, die sich nahezu jeder stellt, der wissen möchte, wie er eine Allergie erkennen kann, bevor sie ihm eine ganze Woche verdirbt: Ist das ein virusbedingter Schnupfen oder eine Allergie? Beides beginnt ähnlich: Die Nasenschleimhaut wehrt sich gegen einen Reiz. Bei einer Erkältung sind Viren die Auslöser, bei einer Allergie ein bestimmtes Allergen, das die Ausschüttung von Histamin provoziert. Einige Anhaltspunkte verraten Ihnen den Unterschied jedoch recht zuverlässig.

Bei einer klassischen Erkältung, die meist innerhalb einer Woche abklingt, wird das Nasensekret allmählich dickflüssiger und oft gelblich oder grünlich. Häufig kommen Fieber, Hals- und Gliederschmerzen hinzu. Bei einer Allergie ist der Schnupfen dagegen wässrig und das Sekret klar, Fieber bleibt aus. Zusätzlich treten häufig ein Jucken und Brennen der Augen sowie ein Kratzen im Hals auf. Entscheidend ist die Dauer: Eine Erkältung klingt nach wenigen Tagen ab, während allergische Beschwerden sich über Wochen hinziehen oder saisonbedingt sowie in bestimmten Situationen wiederkehren. Und während Sie eine Erkältung an jemanden weitergeben können, ist eine Allergie nicht ansteckend – nur Sie reagieren, und das immer kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen.

Tipp: Nasensprays – welches Sie wählen sollten und wofür sie geeignet sind

Wie Sie einen allergischen Husten erkennen

Wenn Sie husten und sich nicht sicher sind, ob eine Erkältung oder eine Allergie schuld ist, hilft es, auf einige Details zu achten. Dauer: Eine Erkältung dauert in der Regel 7 bis 10 Tage. Ein allergischer Husten kann sich ohne Weiteres über mehrere Wochen hinziehen, besonders bei hoher Allergenkonzentration. Begleitsymptome: Eine Allergie geht mit juckenden, tränenden Augen, einer juckenden Nase und einem Kratzen im Hals einher, während bei einer Erkältung eher Fieber und Halsschmerzen zu erwarten sind. Zeitliche Muster: Ein allergischer Husten verschlimmert sich in bestimmten Situationen – draußen während der Pollensaison oder zu Hause in der Nähe eines Tieres; bei einer Milbenallergie meldet sich der Husten vor allem nachts und am Morgen. Reaktion auf Medikamente: Ein allergischer Husten bessert sich durch Antihistaminika, während ein virusbedingter Husten darauf nicht anspricht. Für eine klare Diagnose wenden Sie sich jedoch immer an einen Arzt.

Die häufigsten Allergene: woran Sie sie erkennen

Die häufigsten Verursacher von Allergien sind luftgetragene (respiratorische) Allergene. Sie lösen die meisten Reaktionen aus, gerade weil sie am weitesten verbreitet sind – sie kommen praktisch überall vor, und da sie sich über die Luft verbreiten, kann man ihnen nur sehr schwer ausweichen. Schauen wir uns die wichtigsten Gruppen genauer an, damit Sie besser einschätzen können, welches Allergen gerade Sie plagt – denn eine Allergie erkennen bedeutet auch, richtig einschätzen zu können, wodurch sie ausgelöst wird.

Pollen

Pflanzenpollen enthalten Eiweiße, auf die das Immunsystem von Allergikern reagiert. In weiten Teilen Europas ist die Allergie gegen Gräserpollen am weitesten verbreitet (betrifft etwa die Hälfte der Pollenallergiker); andere reagieren auf Baum- oder Kräuterpollen. Es gibt auch sogenannte polyvalente Allergien, also eine Überempfindlichkeit gegen mehrere Pollenarten zugleich. Eine Pollenallergie wird meist mit der typischen Pollensaison in Verbindung gebracht – dann sprechen wir von Heuschnupfen. Bedenken Sie jedoch, dass sich die Allergie je nach Auslöser praktisch das ganze Jahr über bemerkbar machen kann.

Typische Symptome: wässriger Schnupfen, Niesen, tränende und juckende Augen, Husten sowie Hautreaktionen bei der Berührung einer Pflanze. Damit Sie wissen, worauf und wann Sie besonders achten sollten, lesen Sie unseren Allergiker-Kalender: Leitfaden für Allergene von Januar bis Dezember und erfahren Sie, was genau eine Frühjahrspollenallergie verursacht.

Wie Sie sich helfen können: Verfolgen Sie den Pollenflug und reduzieren Sie den Aufenthalt im Freien während der stärksten Belastungszeiten. Nutzen Sie die regionalen Unterschiede (in der Stadt blühen Pflanzen zu anderen Zeiten als im Gebirge – planen Sie Ihren Urlaub entsprechend), trocknen Sie Wäsche nicht im Freien und waschen Sie sich nach dem Nachhausekommen die Haare aus. Überlassen Sie das Rasenmähen lieber Nicht-Allergikern. Ein Barriereschutz für die Atemwege hat sich dabei sehr bewährt: Nasenfilter, die Pollen direkt in der Nase abfangen, und Barriere-Nasensprays, die die Schleimhaut sauber und feucht halten. Nützlich sind auch Tücher und Schlauchschals mit Nanomembran, die Allergene zuverlässig herausfiltern und dabei dennoch atmungsaktiv bleiben. Weitere Tipps finden Sie im Artikel Wie bereitet man sich auf die Allergiesaison vor.

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Allergie erkennen: Symptome, Typen und was Sie dagegen tun können

Staub und Hausstaubmilben

Die Staubpartikel selbst reizen zwar die Atemwege, sind an sich jedoch keine Allergene. Problematisch werden sie erst, wenn sich allergene Partikel daran heften – im Haushalt meist der Kot von Hausstaubmilben und Schimmelsporen. Milben leben und vermehren sich in Bettwäsche, Bezügen und Matratzen. In einer einzigen Matratze halten sich gewöhnlich Millionen von Milben auf, und nach zwei Jahren Gebrauch macht der milbenhaltige Staub einen beträchtlichen Teil des Kissengewichts aus. Die Milben an sich sind nicht das Hauptproblem – schwierig wird es erst, wenn sie sich übermäßig vermehren und große Mengen an allergenem Kot hinterlassen.

Typische Symptome: verstopfte Nase, chronischer Schnupfen, Husten bis hin zu Asthma, erhöhte morgendliche Müdigkeit, ein geschwollenes Gesicht, wiederkehrende Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen sowie ein atopisches Ekzem. Eine Milbenallergie ist ein ganzjähriges Problem, das sich jedoch oft zu Beginn des Herbstes verschlimmert, wenn in den Wohnungen weniger gelüftet und stattdessen mehr geheizt wird. Mehr dazu im Artikel Was sind Milben und was verursachen sie und in unserer praktischen Anleitung, wie Sie eine Milbenallergie erfolgreich in den Griff bekommen.

Wie Sie sich helfen können: Bei einer Milbenallergie ist der wichtigste Schritt eine effektive Barriere – so lassen Sie Milben und ihre Allergene gar nicht erst in die unmittelbare Schlafumgebung gelangen. Greifen Sie zu milbendichter Bettwäsche aus Nanofasern und zu Barriere-Matratzenbezügen mit einer Nanofasermembran, die den Milben das Ansiedeln und Vermehren verwehren. Halten Sie das Schlafzimmer eher kühl und trocken (unter 20 °C, Luftfeuchtigkeit unter 50 %), saugen und lüften Sie regelmäßig und verzichten Sie weitgehend auf hochflorige Teppiche, schwere Vorhänge und offene Polstermöbel. Ergänzend helfen Luftreiniger. Wie Sie bei Matratzen und Polstermöbeln am besten vorgehen, beschreibt der Artikel Milben in Polstern und Matratzen effektiv loswerden.

Schimmel

Für Allergiker sind Schimmelpilze und ihre Fortpflanzungspartikel – die Sporen – besonders unangenehm. Sie sind winzig, mit bloßem Auge nicht zu erkennen und verbreiten sich ähnlich wie Pollen, mit dem Unterschied, dass sie auch in Wohnungen und anderen Innenräumen vorkommen, vor allem dort, wo es feucht ist. Typische Symptome: Schnupfen, Husten und asthmatische Anzeichen. Sie sind oft schwerer zu deuten, da sie nicht zwingend an eine Jahreszeit gebunden sind.

Wie Sie sich helfen können: Lüften Sie Räume mit erhöhter Feuchtigkeit so oft wie möglich – insbesondere Bad, Küche, Speisekammer und Keller – und beheben Sie die Ursachen der Feuchtigkeit, damit Schimmel erst gar keine Chance hat. Beseitigen Sie Lebensmittelreste zügig, reinigen Sie die Klimaanlage regelmäßig und überlegen Sie, wie sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung langfristig senken lässt. Auch spezielle Luftentfeuchter können hier sehr hilfreich sein.

Tierallergene

Für viele Menschen stellen Haustiere eine Quelle sehr aggressiver Allergene dar. Es mag Sie überraschen, aber das Hauptallergen ist nicht das Fell selbst – das Fellkleid ist lediglich der Ort, an dem sich die Allergene konzentrieren und von wo aus sie durch Körperkontakt auf uns übergehen. Die eigentlichen Allergene verbergen sich vor allem im Speichel, im Urin, im Hauttalg, in den Hautschuppen und im Blutserum der Tiere. Zu den aggressivsten zählen die Allergene von Katzen und kleinen Nagetieren; in den letzten Jahrzehnten hat zudem die Pferdeallergie deutlich zugenommen. Typische Symptome: wässriger Schnupfen, verstopfte Nase, Niesen, tränende und juckende Augen, Schwellungen sowie Hautreaktionen wie Nesselsucht, Juckreiz oder Ekzeme. Ausführlich widmen wir uns diesem Thema in den Artikeln Katzenallergie, Hundeallergie und Feder- bzw. Daunenallergie.

Wie Sie sich helfen können: Ideal ist es, den Kontakt mit dem Tier einzuschränken, ihm den Zugang zum Schlafzimmer zu verwehren und den Haushalt regelmäßig gründlich zu saugen. Da Tierallergene sehr leicht sind und lange in der Luft schweben, lohnt sich die Anschaffung eines hochwertigen Luftreinigers, der sie rasch und zuverlässig entfernt.

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Lebensmittelallergie und Kreuzallergie

Manche Allergien äußern sich nicht durch Niesen, sondern durch Beschwerden nach dem Essen: Kribbeln und Schwellung der Lippen oder der Zunge, Jucken im Mund, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Nesselsucht. Eine besondere und sehr häufige Kategorie ist die sogenannte Kreuzallergie, bei der das Immunsystem ähnliche Eiweiße in Pollen und in bestimmten Lebensmitteln verwechselt. Das klassische Beispiel ist die Verbindung zwischen Birkenpollen und rohem Obst: Bis zu 70 % der Birkenpollen-Allergiker reagieren auch auf Äpfel, Karotten, Sellerie oder Haselnüsse. Riskant können auch Birnen, Pfirsiche, Aprikosen und Kirschen sein.

Diese Reaktionen zeigen sich am häufigsten als orales Allergiesyndrom – Brennen oder Taubheitsgefühl der Lippen und der Mundschleimhaut oder eine Schwellung der Zunge, und zwar gewöhnlich innerhalb weniger Minuten nach dem Verzehr des betreffenden Lebensmittels. Durch Erhitzen wird das Allergen häufig zerstört. So bereitet ein gebackener Apfel im Strudel meist keine Probleme, ein roher hingegen schon. Wie Sie hier den Überblick behalten, erläutern wir ausführlich im Artikel Was ist eine kombinierte (Kreuz-)Allergie. Achtung: Anders als das eher milde orale Allergiesyndrom kann eine echte Lebensmittelallergie (etwa gegen Erdnüsse, Nüsse oder Meeresfrüchte) auch lebensbedrohlich sein – bei einer Schwellung im Hals, Atemnot oder Schwindel rufen Sie umgehend den Rettungsdienst.

Wie eine Allergie beim Allergologen diagnostiziert wird

Ihre Symptome geben Ihnen wertvolle Hinweise, doch eine verlässliche Antwort auf die Frage, wie Sie eine Allergie erkennen und vor allem ihren genauen Auslöser bestimmen, liefert nur ein Facharzt. Ein Arztbesuch lohnt sich schon beim ersten Verdacht. Häufig werden die ersten Anzeichen vom Haus-, Kinder-, Haut- oder Augenarzt erkannt, der Sie dann an einen Spezialisten überweist. Will man eine Allergie erkennen und zugleich den genauen Auslöser benennen, stützt sich die Diagnostik auf zwei Hauptmethoden.

Haut-Prick-Tests sind die häufigste Methode. Auf den Unterarm werden Tropfen mit Lösungen ausgewählter Allergene aufgetragen, und jeder wird sanft in die obere Hautschicht eingestochen. Reagieren Sie auf ein Allergen, entsteht an der Einstichstelle eine juckende Quaddel, die nach 15 bis 20 Minuten abgelesen wird. Eine Labor-Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper eignet sich vor allem dann, wenn Hauttests nicht durchgeführt werden können (zum Beispiel bei einer starken Hauterkrankung oder wenn Antihistaminika nicht abgesetzt werden dürfen). Wichtig zu wissen: Ein positiver Test allein bedeutet noch keine Erkrankung – auch ein gesunder Mensch kann positive Antikörper aufweisen oder im Test reagieren. Eine Allergie liegt erst dann vor, wenn sich der positive Befund mit den tatsächlichen Symptomen nach dem Kontakt mit dem betreffenden Allergen deckt. Deshalb wertet der Arzt die Ergebnisse stets im engen Zusammenhang mit Ihrer individuellen Vorgeschichte aus.

Möglichkeiten zur Behandlung: von der Linderung bis zur Ursache

Die gute Nachricht ist, dass es sich mit einer Allergie sehr gut leben lässt, sobald Sie die Allergie erkennen. Ein wirksamer Behandlungsansatz stützt sich auf drei Säulen und funktioniert am besten, wenn Sie diese miteinander kombinieren.

1. Den Kontakt mit dem Allergen verringern. Dies ist der effektivste und natürlichste Schritt. Bei Milben setzen Sie auf Barrierebettwäsche, bei Pollen auf Nasenfilter und eine Reduzierung des Aufenthalts im Freien zur Hauptbelastungszeit. Bei Tieren hilft vermehrtes Putzen und ein sauberes, tierfreies Schlafzimmer, bei Schimmel das Beheben der Feuchtigkeit. Zur Verbesserung der Raumluft tragen Luftreiniger maßgeblich bei.

2. Die Symptome lindern. Gegen respiratorische Beschwerden helfen Barriere-Nasensprays und Nasenspülungen. Sie halten die Schleimhaut sauber und optimal feucht, sodass sie sich besser gegen Allergene und Mikroorganismen wehren kann. Bei Beschwerden, die Sie in Ihrem Alltag einschränken, greifen Sie zu rezeptfreien Antihistaminika; deren Auswahl und Eignung besprechen Sie jedoch am besten stets mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

3. Die Ursache behandeln. Bei geeigneten Patienten bietet die Allergen-Immuntherapie (Hyposensibilisierung) eine langfristige Lösung. Sie funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie eine Impfung: Dem Körper wird das Allergen über einen längeren Zeitraum regelmäßig in steigenden Dosen verabreicht, damit er lernt, nicht mehr überzogen darauf zu reagieren. Die Behandlung dauert in der Regel 3 bis 5 Jahre und wirkt als einzige Methode unmittelbar auf die Ursache – Studien zur Pollen-Immuntherapie zeigen eine allmähliche und deutliche Abnahme der Symptome in den aufeinanderfolgenden Behandlungsjahren. Ob dieser Weg für Sie geeignet ist, beurteilt der behandelnde Allergologe.

Allergie erkennen: Symptome, Typen und was Sie dagegen tun können

Fazit: Hören Sie auf Ihren Körper und warten Sie nicht

Zu lernen, wie Sie eine Allergie erkennen, bedeutet, auf Muster zu achten – wann und wo die Beschwerden auftreten, was sie auslöst und ob sie wieder verschwinden, wenn Sie der betreffenden Umgebung oder dem Lebensmittel entkommen. Wässriger, klarer Schnupfen, juckende Augen, Husten ohne Fieber und Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder saisonal wiederkehren, sind typische Signale. Warten Sie nicht, bis aus einem leichten Schnupfen ein chronisches Problem oder gar Asthma wird. Tun Sie zwei Dinge: Verringern Sie den Kontakt mit dem wahrscheinlichsten Allergen (oft genügt es schon, das Schlafzimmer und die Luft, die Sie atmen, anzupassen) und vereinbaren Sie einen Termin beim Allergologen für eine sichere Diagnose. Beim ersten Schritt helfen wir Ihnen gerne – die komplette Ausstattung für ruhigeres Atmen und einen erholsameren Schlaf finden Sie in unserem Bereich Für Allergiker.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich eine Allergie und unterscheide sie von einer Erkältung?

Eine Allergie äußert sich durch wässrigen, klaren Schnupfen, juckende und tränende Augen, ein Kratzen im Hals und das Fehlen von Fieber. Eine Erkältung geht eher mit dickflüssigerem, gelb-grünlichem Sekret, Fieber und Gliederschmerzen einher und klingt meist innerhalb einer Woche ab. Allergische Beschwerden hingegen halten länger an oder kehren saisonbedingt in bestimmten Situationen zurück.

Kann eine Allergie auch im Erwachsenenalter entstehen?

Ja. Eine Allergie entsteht durch einen Prozess der Sensibilisierung, der in absolut jedem Alter ablaufen kann. Manchmal entwickelt sich die Überempfindlichkeit innerhalb weniger Tage, manchmal zeigt sie sich erst nach jahrelangem, wiederholtem Kontakt mit dem Allergen. Es ist daher keine Seltenheit, dass jemand erst als Erwachsener auf Pollen oder auf ein Haustier zu reagieren beginnt.

Welche Untersuchung deckt eine Allergie zuverlässig auf?

Der Allergologe verwendet am häufigsten Haut-Prick-Tests, bei denen Allergene in Tropfenform auf den Unterarm aufgetragen werden und die Reaktion nach 15 bis 20 Minuten abgelesen wird. Alternativ wird eine Labor-Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper durchgeführt. Ein positives Testergebnis allein bedeutet jedoch noch keine Erkrankung – es muss immer auch zu Ihren tatsächlichen Symptomen im Alltag passen.

Was hilft am meisten bei einer Milbenallergie?

Am wirksamsten ist eine physische Barriere – so lassen Sie Milben und ihre Allergene gar nicht erst in die unmittelbare Schlafumgebung. Hier helfen milbendichte Bettwäsche und Barrierebezüge mit einer Nanofasermembran, ein kühleres und trockeneres Schlafzimmer (unter 20 °C, Luftfeuchtigkeit unter 50 %), regelmäßiges gründliches Putzen und ergänzend ein guter Luftreiniger.

Warum brennen meine Lippen nach dem Essen eines Apfels, wenn ich Heuschnupfen habe?

Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Kreuzallergie, das sogenannte orale Allergiesyndrom. Das Immunsystem verwechselt ähnliche Eiweiße in Pollen (typischerweise von der Birke) und in rohem Obst oder Gemüse. Die Reaktion ist meist mild und auf den Mundraum beschränkt; das Erhitzen des Lebensmittels beseitigt sie häufig. Bei einer ausgeprägteren Schwellung oder Atemnot sollten Sie jedoch unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Lída Kučerová von nanoSPACE
Lída Kučerová ist eine Texterin, die in ihre Texte eine große Portion Empathie und Psychologie einfließen lässt. Sie arbeitet gerne mit Emotionen, und ihr Ziel ist es, den Kunden von nanoSPACE® Informationen über Produkte und Neuigkeiten auf menschliche, gut lesbare und treffende Weise zu vermitteln.

Quellen

  • Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB): Allergien – Symptome und Diagnostik. daab.de
  • Allergieinformationsdienst (Helmholtz Munich): Diagnose und Therapie von Allergien. allergieinformationsdienst.de
  • European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI): Allergen-Immuntherapie. eaaci.org
  • ECARF – Europäische Stiftung für Allergieforschung: Allergietypen und Management. ecarf.org